Die 103 Jahre alte Kirchenorgel in der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit benötigt Hilfe
Jedöhnsrat unterstützt Thurer Orgel
Weißenthurm. Dass der Jedöhnsrat es nicht nur versteht Karneval zu feiern (und sich damit für den Erhalt eines wichtigen rheinischen Brauchtums einsetzt), bewies er auf dem zurückliegenden Weihnachtsmarkt: Dort verkauften die Karnevalisten Glühwein für einen guten Zweck, nämlich für den Erhalt eines wichtigen historischen Kulturgutes, der Orgel in der katholischen Pfarrkirche. Ende letzten Jahres gründeten 30 Mitbürger den Orgelförderverein Hl. Dreifaltigkeit Weißenthurm. Dieser hat sich die Erhaltung des historischen Instruments zum Ziel gesetzt. Die 1910 gebaute Orgel stammt aus der weltberühmten Orgelbauwerkstatt Klais aus Bonn. Leider weist sie Verschleißerscheinungen auf, die nur noch schwer zu reparieren sind. Der neu gegründete Verein setzt sich daher dafür ein, dass das Instrument mit Spendengeldern erhalten bleibt. Der sehr engagierte Vorstand freute sich, dass der Jedöhnsrat einen Betrag in Höhe von 500 Euro für das Projekt zur Verfügung stellte. Bei einem gemeinsamen Treffen vor der Pfarrkirche überreichten die Verantwortlichen des Jedöhnsrates symbolisch einen Scheck an die Vorstandsmitglieder des Orgelfördervereins. Die Vereinsvorsitzende Pia Zeyen richtete herzliche Worte des Dankes an Ludwig (Lubens) Klein, seines Zeichens „Oberjescheuter“, d.h. Corpsführer des Jedöhnsrates. „Der Dank gilt allen unseren Aktiven, die am Weihnachtsmarkt an unserem Stand ehrenamtlich behilflich waren“, so Klein, der gemeinsam mit Dagmar und Franz Blechinger berichtete, dass man sich auch beim nächsten Weihnachtsmarkt wieder mit einem Glühweinstand beteiligen möchte. Der Erlös soll dann ebenfalls wieder einem guten Zweck zugeführt werden. Auch Pfarrer Johannes Steffens richtete dankende Worte an die Karnevalisten.
Gemeinsam mit Pia Zeyen, deren Stellvertreterin Petra Meyer, dem Schriftführer und dem Vorstandsmitglied Martin Breuer hob er hervor, dass die Kirche (und somit auch die Orgel) weit mehr als ein religiöser Ort ist.
Ebenso wie der naheliegende Eulenturm sei das Gotteshaus ein Wahrzeichen der Stadt. Aufgrund der Finanzsituation sei nicht damit zu rechnen, dass das Bistum erhebliche Mittel für die Erhaltung der Orgel aufbringen könne. Insofern sei man auf die Spendenbereitschaft aus der Bevölkerung angewiesen, die Klais-Orgel mit ihren 320 Registern (Pfeifen) auch für nachfolgende Generationen zu erhalten.
