Forschertag 2014 in der Kita „Schillerstraße“
Kinder untersuchten die „Kommunikation ohne Worte“
Mülheim-Kärlich. Nicht erst seit der Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“ wird dem Forschen und Experimentieren in der Kita „Schillerstraße“ große Bedeutung beigemessen. In Alltagssituationen, aber auch bei Projekten bieten sich den Kindern vielzählige Möglichkeiten, Dinge genau zu beobachten und Gesetzmäßigkeiten herauszufinden. Hierbei tun sich immer wieder Fragen auf, die zu „Forscherfragen“ werden und die es durch eigenes Handeln zu beantworten gilt. Die Gemeinschaft, in der sich die Kinder gegenseitig bereichern, aber auch die Rolle der begleitenden Erzieher, die das kindliche Tun und Wirken veranschaulichen und Hilfestellungen geben, spielen hierbei eine große Rolle.
In diesem Jahr stand der Forschertag der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ unter dem Motto „Kommunikation“. Mit verschiedenen Angeboten rund um die Frage: „Kannst Du mich verstehen?“ fanden die Kinder heraus, wie sich die Stimme und Sprache, aber auch das Hören verändern lassen und was hierdurch geschieht.
In viele gesammelte Materialien - wie Röhren in verschiedenen Längen und Dicken, mit verschieden großen Joghurtbechern, Dosen und Flaschen - riefen oder flüsterten die Kinder hinein oder stülpten sie über die Ohren und begannen zu lauschen. „Können die anderen Kinder mich noch verstehen, wenn ich in einen Joghurtbecher spreche oder in ein Rohr flüstere?“, „Wie hört sich das am anderen Ende an?“, „Und höre ich besser mit einem Rohr oder einem Trichter?“ und viele andere Fragen stellten sich im Laufe des Forschens. Beim Horchen durch ein langes Rohr kamen den Kindern Ideen wie: „Das klingt wie ein Kanaldeckel, aus dem Wasser herausblubbert“, „Es rauscht von ganz weit weg“ oder „Es raschelt ganz leise“.
Können wir auch etwas erzählen oder ausdrücken, ohne zu sprechen oder zu hören? Wie das gelingt, was Pantomime ist oder wie durch Gemaltes etwas ausgedrückt wird, erlebten die Kinder am diesjährigen Forschertag.
Eine schöne Feststellung der Kinder ist, dass sie sich über Gefühle gar nicht viel erzählen müssen, denn oft sehen sie dem anderen gleich an, ob er oder sie traurig oder fröhlich ist. Und dass alle Kita-Kinder am Forschertag jede Menge Spaß hatten, das sah man ganz klar - ohne Worte.
