Allgemeine Berichte | 06.03.2014

Kolpingsfamilie St. Mauritius Kärlich e.V.

Kolping-Theatergruppe spielt Kishons „Der Trauschein“

Neue Leitung verspricht gewohnt ansprechende Unterhaltung

Auch „Flunky“ muss sich Rudolfs Geschichte anhören - Martin Witte und Ingo Rutschmann.Spurzem

Mülheim-Kärlich. 35 Jahre lang war Fritz Stock der „Macher“ der Kolping-Theatergruppe; 30 Stücke inszenierte er - Einakter und kleine Sketche nicht mitgezählt -, an 350 Abenden führte er Regie, und er hatte Erfolg mit seinen Leuten. Bis zu 18 Aufführungen und bis zu 3000 Besucher in nur einer Spielzeit bestätigen das hohe Niveau des Kärlicher Kolping-Theaters. Entsprechend schwerfiel es Fritz Stock, die Leitung abzugeben, um sich künftig etwas Ruhe zu gönnen und das weitere Geschehen mit einem gewissen Abstand zu betrachten.

Schwer ist es auch für die Nachfolger, für Marion Mülhöfer als Regisseurin und für Ingo Rutschmann als Verantwortlicher für die Organisation, denn sie werden sich am Vorgänger messen lassen müssen. Doch wie der aktuelle Stand der Proben zeigt, darf sich das Publikum auf einen „nahtlosen Übergang“ und auf die gewohnt ansprechende Unterhaltung freuen. Marion Mülhöfer ist nämlich keineswegs neu „im Geschäft“; schon früh spielte sie beim Theater- und Heimatverein Fidelio und 1999 stand sie in der Komödie „Christian, Fritz und Bärchen“ als Cellistin Anja erstmals auf der Bühne im Kärlicher Pfarrsaal. Unvergessen ist sie als Partnerin von Fritz Stock in „Damenroulette“ von Gunther Philipp (2001) und als Mutter Wiesner in „Das Fenster zum Flur“ von Curth Flatow und Horst Pillau (2004). Mit Ephraim Kishons satirischer Komödie „Der Trauschein“ haben Spielleiterin und Gruppe für 2014 ein anspruchsvolles Stück ausgewählt, das die Zuschauer in die Zeit um 1970 zurückversetzt, eine Zeit mit allmählich ausklingenden moralischen Ansprüchen, die kaum mehr nachvollziehbar sind und heute eher heiter stimmen. Oder ist es immer noch das Übliche, dass ein Mann die Heiratsurkunde der zukünftigen Schwiegereltern sehen will, um nicht vielleicht „eine Uneheliche“ zur Frau zu bekommen? Doch nicht allein die Moralvorstellungen, auch die Einrichtungsgegenstände im Zimmer der Familie Broders, in dem sich die Geschichte abspielt, wecken bei Älteren Erinnerungen und bei Jüngeren möglicherweise ein Schmunzeln. Da sind zum Beispiel die alte Nähmaschine, die wohl über den Krieg gerettet wurde und Ella Broders noch gute Dienste tut, oder das Schränkchen und ein kleiner Tisch, die aus den 1950ern zu stammen scheinen. Marion Mülhöfer hat sich mit ihrer neuen Aufgabe in mehrfacher Hinsicht verpflichtet: Sie hat das Stück bearbeitet, führt Regie und spielt die Ella Broders. Dabei setzt sie auf eine Gruppe von erfahrenen Mitspielern: auf Ingo Rutschmann als ihr Ehemann Rudolf und Astrid Letsch als Tochter Vicky, Thomas Anheier als Vickys bereits etwas älterer Verlobter, Elvira Matousek als Nachbarin und Martin Witte als „Flunky“, ein junger Mann, der plötzlich in die Handlung tritt und sich in Tochter Vicky verliebt. 14 Mal ist die Geschichte um den Trauschein, der für alles in der Welt nicht auffindbar zu sein scheint und für Aufregung sorgt, ab Ostersonntag, 20. April im Pfarrsaal unter der Kärlicher Kirche zu erleben. Der Kartenvorverkauf bei der Volksbank Mülheim-Kärlich, Kurfürstenstraße 16-18, beginnt am Montag, 31. März. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.theatergruppe-muelheim-kaerlich.de.

Auch „Flunky“ muss sich Rudolfs Geschichte anhören - Martin Witte und Ingo Rutschmann.Foto: Spurzem

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