Gottesdienst mit anschließendem Beisammensein im Klostergarten
Kolpingsfamilien pilgerten nach Remagen
Mülheim-Kärlich/Urmitz. Genau 850 Jahre sind vergangen, seit die Gebeine des heiligen Apollinaris zusammen mit den Reliquien der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Deutschland kamen. Der Legende zufolge stoppte das Schiff auf dem Weg nach Köln in Remagen und konnte erst weiterfahren, als die sterblichen Überreste des Apollinaris abgeladen und in die Martinskapelle auf dem heutigen Apollinarisberg gebracht worden waren. Seit 1384 ist die Wallfahrt zum heiligen Apollinaris belegt, dem einstigen Bischof von Ravenna, der im späten ersten oder frühen zweiten Jahrhundert lebte und als Märtyrer starb. In den Jahren 1839 bis 1857 ließ Freiherr Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim, einer der größten Grundbesitzer im Rheinland und in Westfalen, die neugotische Apollinariskirche in Remagen erbauen, die sich zum einen durch ihre filigranen Türme und zum anderen durch großflächige Wandmalereien auszeichnet. Alljährlich im Juli laden die Ordensgemeinschaft auf dem Apollinarisberg und die Kolpingsfamilie Remagen die Kolpingsfamilien im Gebiet Koblenz zu einem besonderen Gottesdienst anlässlich der Wallfahrt ein, zu dem wie seit sieben Jahren neben anderen auch jetzt wieder viele Mitglieder und Freunde der Kolpingsfamilien Kärlich, Mülheim und Urmitz kamen. Gemeinsam mit weiteren Kolping-Präsides zelebrierte Bundespräses Josef Holtkotte vom Kolpingwerk Deutschland die Messe in der bis auf den letzten Platz besetzten Kirche. Zur Kolpingwallfahrt nach Remagen gehört ebenso wie der Gottesdienst das anschließende Beisammensein im Klostergarten mit einem weiten Blick über den Rhein. Doch länger anhaltender Regen ließ diesmal den Aufenthalt im Freien nicht angeraten erscheinen, sodass die Ordensleute improvisierten und in ihr Haus einluden. Wie die Schwestern und einige Helfer dann trotz Enge die vielen Gäste bewirteten, verdiente Bewunderung. Und wer an dem Abend dabei war, wird im nächsten Jahr sicher gern wiederkommen.
