Demonstration der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“
Landrat überzeugt mit zündender Rede
Dr. Alexander Saftig sprach zu Teilnehmern der 30. Dienstag-Demo in Neuwied
Neuwied. „Es ist mir eine Freude und Verpflichtung zugleich, bei der heutigen 30. Dienstag-Demonstration hier in Neuwied zu Ihnen sprechen zu dürfen. Seit nun bereits zweieinhalb Jahren zeigen Sie als bahnlärmgeplagte Menschen mit ihrer Präsenz Bürgersinn, Tatkraft und Stehvermögen in unserem gemeinsamen Kampf für ein leiseres Rhein- und Moseltal und damit für die Zukunft unserer Region. Dafür danke ich Ihnen von ganzem Herzen und spreche diesem großartigen bürgerlichen Engagement meine Anerkennung aus. Mein ganz besonderer Dank gilt den Initiatoren Franz Breitenbach und Heinz-Günter Heck von der Bürgerinitiative aus Bad Hönningen.“ Mit diesen Worten begrüßte Dr. Alexander Saftig die etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 30. Dienstag-Demonstration vor dem Neuwieder Bahnhof. Bei seinen weiteren Ausführungen wies er auf die katastrophalen Folgen des zunehmenden Bahnlärms insbesondere für die Gesundheit der Menschen hin, aber auch für die Wirtschaft und nicht zuletzt für den Tourismus in der Region.
„Uns nützt es wenig, dass unsere wunderschöne und weltweit einzigartige Natur- und Kulturregion ein Tourismusmagnet sein könnte, wenn Besucher nach der ersten Nacht wegen des Bahnlärms abreisen. Die Rheinromantik ist längst zur Rheintraumatik geworden.“ Wie schon bei seiner überzeugenden und kämpferischen Ansprache bei der Koblenz-Demo 2015 forderte er, dass endlich Lösungen auf die Schiene gesetzt werden, die den Menschen entlang der Bahnstrecken an Rhein und Mosel ihren Schlaf wieder geben. Erneut erklärte er, dass Bürger, Bürgervertreter und Bürgerinitiativen nicht gegen die Bahn, die neben Autobahnen und Wasserstraßen ein wichtiges Element der Infrastruktur ist, sondern gegen den Bahnlärm aufbegehren und er betonte: „Wir brauchen die Bahn – aber wir brauchen sie so, dass sie die Lebensqualität der Menschen nicht länger massiv beeinträchtigt. Die technischen und administrativen Möglichkeiten sind längst vorhanden.“ Anschließend ging Dr. Alexander Saftig auf die Zugmonitoring- und Lärmmessstation in Leutesdorf ein und wünschte sich die Installation einer gleichen Anlage auch linksrheinisch im Landkreis Mayen-Koblenz. Donnernden Applaus und begeisterte Zurufe folgten seinem abschließenden Versprechen: „Als Euer Landrat stehe ich und der ganze Landkreis Mayen-Koblenz fest an Eurer Seite – auf unsere weitere Unterstützung könnt Ihr Euch verlassen.“
Georg Hollmann, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, sein erster Beigeordneter Thomas Przybylla und der Weißenthurmer Stadtbürgermeister Gerd Heim waren sich mit Rolf Papen, dem Vorsitzenden der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“ nach der Dienstag-Demo einig: „Landrat Dr. Saftig hat mit seiner zündenden Rede die Dinge beim Namen genannt und auf den Punkt gebracht. Ganz offensichtlich hat er den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser Dienstag-Demo aus dem Herzen gesprochen und sie überzeugt. Dies bezeugte nicht nur der wiederkehrende Beifall der bahnlärmgeplagten Menschen während seiner Ansprache, sondern auch die vielen, sehr positiven Kommentare und Rückmeldungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern.“
Der Vorsitzende der Neuwieder Bürgerinitiative Gunter Fröhlich informierte im Anschluss an die Ansprache von Landrat Dr. Alexander Saftig kurz über das Ergebnis der letzten Sitzung des Projektbeirates „Leiseres Rheintal“ am 11. Mai in Boppard und wies darauf hin, dass jeder vierte Güterwaggon der Bahn inzwischen älter als 40 Jahre ist. Pressemitteilung
Bürgerinitiative
„WIR gegen Bahnlärm in der
VG Weißenthurm e.V.“
