Naturfreunde Kettig auf den Spuren von Muhammad
„Liebe für alle, Hass für keinen“
Kettig. Die Naturfreunde Kettig statteten der Tahir Moschee in Koblenz - Lützel einen Informationsbesuch ab. Die Gäste aus Kettig und Umgebung wurden von Herrn Khan und seinem Mitbruder Herr Arshad herzlich in der Moschee empfangen. Zu Beginn führte Herr Khan die Gäste durch die Moschee, sowohl in den Bereich des Gebetsraumes für Frauen und Kinder, wo eine sehr interessante Ausstellung zu sehen war, als auch in den Gebetsraum der Männer im 1. Obergeschoss.
Die Ahmadiyya Muslim Jamaat versteht sich als Reformgemeinde im Islam. 1889 wurde sie von Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad in Indien gegründet. Mehrere zehn Millionen Gläubige gehören dieser Gemeinschaft weltweit an. Herr Khan berichtete den interessierten Zuhörern was die Muslime der Ahmadiyya Muslim Jamaat wirklich wollen und was sie für Ziele verfolgen. So zitierte er den Gründer Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad, der gesagt hat: „Diejenigen, die sich selber Muslime nennen, aber versuchen den Islam mit Gewalt zu verbreiten, sind sich seiner innewohnenden Schönheiten gar nicht bewusst.“ Die muslimische Gemeinschaft steht für die Gleichwertigkeit von Mann und Frau, Trennung von Religion und Staat, Beendigung gewalttätiger Aktionen im Namen der Religion, sowie die Menschenrechte, wie sie im Koran festgelegt worden sind. Ebenfalls völlig abgelehnt, und scharf verurteilen die Ahmadi Muslime den IS Terror und seine unmenschlichen Morde im Namen des Islam. Diese Leute haben den Koran nie gelesen, so Herr Khan. So schrieb die westliche Presse über Ahmadiyya Muslim Jamaat: „...in einer Zeit, in der die Kluft des Misstrauens zwischen der westlichen und der islamischen Welt die Notwendigkeit von Brückenbauern wie niemals zuvor offensichtlich macht, ist die Ahmadiyya Glaubensgemeinschaft ein beispielloser Botschafter des friedlichen Islam“. So ist die Ahmadiyya Muslim Bewegung die einzige muslimische Organisation, die weder einen politischen noch militanten Flügel hat. In Deutschland leben circa 37000 Mitglieder der Religionsbewegung mit über 40 Moscheen und circa 225 lokalen Gemeinden. Die Gemeinde setzt sich für die Bildung von Frauen ein. Zwangsheirat oder Unterdrückung der Frau wird als unvereinbar mit der islamischen Lehre angesehen. Der heilige Koran sagt nach den Überlieferungen des Propheten Muhammad, dass es kein Zwang geben darf im Glauben. Am Schluss der Führung wurden die Besucher noch zum Essen eingeladen bevor sich der Vorsitzende Oliver Hartmann von den Naturfreunden Kettig mit einem Präsent herzlich für die tolle Gastfreundschaft der Ahmadiyya Gemeinde Koblenz bei Herrn Khan und Herrn Arshad bedankte.
