Erweiterung der Kläranlage in Urmitz-Bahnhof
Notwendige Baumaßnahmen
Ortsbegehung anlässlich der Erweiterung der Abwasserwerke der VG-Weißenthurm
Urmitz-Bahnhof.Bei einem Presserundgang zusammen mit Bürgermeister Georg Hollmann und dem Ersten Beigeordneten Thomas Przybylla erläuterte der Werkleiter der Abwasserwerke der VG-Weißenthurm, Markus Roth, den genauen Ablauf im Klärwerk selbst und den Bauverlauf der Erweiterung des Abwasserwerkes. Hierbei wurde auch gleich die Notwendigkeit dieser Maßnahmen deutlich. Das Klärwerk, das aus Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre stammt, ist langsam in die Jahre gekommen und um die heutigen Anforderungen zu erreichen, ist eine Erweiterung und damit eine Erneuerung einiger Becken und Anlagen wichtiger denn je. Man ist jetzt bei einem Einwohnergleichwert von 50.000 an seine Grenze gestoßen und in Zukunft wird mit den gestiegenen Industriezahlen ein Einwohnergleichwert von 75.000 erreicht werden können. Dies erfordert aber auch eine Investition von etwa 4,5 Millionen Euro. Bürgermeister Hollmann betont, dass diese Investitionen nötig sind, um auch zukünftig über ein Abwasserwerk zu verfügen, welches sich auf dem neuesten technischen Stand befindet.
Maßnahmen sind notwendig
Es werden nachfolgende Baumaßnahmen ergriffen: Bau einer Überschussschlammvorentwässerung, Bau zweier runder Nachklärbecken mit einer Kapazität von je 2500 Kubikmetern; Bestand der Belebungsbecken wird um ein drittes Becken ergänzt und der Umbau eines der beiden Vorklärbecken zu einem Streckungsbecken für interne Rückläufe. Die gesamten Baumaßnahmen sollen dann Ende 2015 abgeschlossen sein. Die Vorteile liegen dabei deutlich vor. Die neuen Klärbecken werden wesentlich tiefer sein, als die bestehenden Becken. Es wird ein besseres Absetzen des Belebtschlammes auch bei ungünstigen Schlammeigenschaften aufgrund von zum Beispiel längeren Regenwetterperioden erreicht. Das dritte Belebungsbecken ist notwendig, da die Stickstoffbelastung der Kläranlage das Planungsziel erreicht hat. Und um die Aufenthaltszeiten in der bestehenden Vorklärung von derzeit bis zu vier Stunden zu reduzieren, wird eines der beiden Vorlaufbecken außer Betrieb gehen und zu einem Streckungsbecken für interne Rückläufe umgebaut. Insgesamt wird durch die Erweiterung eine Verbesserung der gesamten Leistungsfähigkeit erzielt. Die Reinigungsleistung der Kläranlage wird optimiert, sodass unter anderem die Abwasserabgabe in die Umwelt verringert und gleichzeitig der Wasserkreislauf entlastet wird.
Abgaben werden nicht erhöht
Georg Hollmann machte deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger trotz des Baus der Kläranlage gegenwärtig keinerlei Erhöhungen der Abgaben zu befürchten haben. Durch die zukunftsweisenden Entscheidungen in der Vergangenheit kann die Verbandsgemeinde heute erfreuliche Zahlen im Gebühren- und Beitragswesen vorweisen. So beträgt beispielsweise der Wasserpreis der Verbandsgemeindewerke nur 0,85 Euro/m³ und der Schmutzwasserpreis 1,20 Euro/m³.
Eines der beiden neu entstehenden Nachklärbecken.
