Allgemeine Berichte | 16.06.2014

Männerchor 1887 Urmitz

Sänger besuchten die Hauptstadt Berlin

Die Sänger reihten sich ohne Einsingen vor dem Altarraum auf und begannen mit ihrem Gesang, der bei den anwesenden Besuchern des Doms mit Beifall bedacht wurde. privat

Urmitz. Mit 90 Personen an Bord starteten am Donnerstag, 15. Mai gegen 6:30 Uhr in der früh zwei Busse Richtung Berlin. Bus 1 betreute der Erste Vorsitzende Karl-Heinz Müller, Bus 2 der 2. Vorsitzende Wolfgang Both, welcher vom Busfahrer zur „Stewardess“ ernannt wurde. Dieser Berufung folgte Wolfgang und betreute den „jungen“ Bus 2 während der gesamten Tour vorbildlich! Auf dem Plan für den Anreisetag stand der Besuch des Bundestages. Doch schon früh sollte dieser Plan umgestellt werden. Durch die Streckenlänge und die Lenk- und Pausenzeiten der Busfahrer war dies nicht zu schaffen. Da auch ein Gesangsauftritt im Bundestag geplant war, kam ein Rastplatz bereits im Osten unserer Republik zu der Ehre, den 32 mitgereisten Sängern unter der Leitung von Chorleiter Willi Franze zu Lauschen. Auf der Weiterfahrt wurde den Reisenden mitgeteilt, dass der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Fuchs, die Gruppe nicht wie geplant empfangen könne. Sein Flieger nach Berlin habe mehr als drei Stunden Verspätung. So wurden die Sänger nach Ankunft in Berlin von dessen Büroleiter Johannes P. Jahreiß und Mitarbeiterin Ulla Steger in einem Besprechungsraum des Bundestages begrüßt. Jahreiß stellte den Tages- und Wochenablauf des Abgeordneten Fuchs und dessen Themenbereiche vor. Nach einer kurzen Frage- und Diskussionsrunde erklang im Besprechungsraum das Lied des rheinischen Sängerbundes „Du Land der Burgen“.

Quer durch den Bundestag

Nach Austauschen gegenseitiger Geschenke wurden die Sänger einmal quer durch den großen Bundestag geführt, um mit dem Aufzug zur Kuppel-Besichtigung gebracht zu werden. Nach dem Rundgang in der Kuppel hieß es auch schon wieder Aufbruch zum Bus, zum gemeinschaftlichen Abendessen. Nachdem alle wieder den Bus gefunden hatten, ging es zur „Kartoffelkiste“. Dort war ein Büfett aufgebaut, welches gestürmt werden wollte. Diese Aufgabe wurde mit Bravour erledigt, um dann endlich gegen 20 Uhr die Zimmer im Hotel Victors Residenz-Berlin im Stadtteil Tegel zu beziehen. Der Abend stand zur freien Verfügung, von Bettruhe bis Besuch örtlicher Kneipen war alles dabei. Der Freitag begann mit dem Frühstücksbuffet im Hotel. Gegen 9 Uhr bestiegen alle wieder die Busse und fuhren zum Treffpunkt Berliner Zoo. Dort stieg jedem Bus ein Stadtführer zu und die dreistündige Stadtbesichtigung konnte beginnen. Die Busse nahmen unterschiedliche Routen quer durch Berlin. Endpunkt war der Potsdamer Platz, wo ab 13:30 Uhr etwa 90 Minuten zur freien Verfügung standen, ehe es zur Schiffsanlegestelle ging. Dort angekommen bevölkerten die Sänger ein Ausflugsschiff zur einstündigen Spree-Rundfahrt. Auch hier war Sitzfleisch angesagt, da viele Brücken ein Stehen auf dem Oberdeck nicht zuließen. Das störte die „Galionsfiguren“ nicht, sie hatten auf dem Vordeck viel Spaß und bewunderten Berlin von dieser ganz anderen Perspektive aus. Anschließend ging's zurück zum Hotel. Frisch machen zum Abendessen im Nikolaiviertel war angesagt. Von 20 bis 22:45 Uhr bezogen die Sänger den Keller des Wirtshauses „Alte Stadtmauer“. Ein wenig beengt nahmen sie das Abendessen, teilweise begleitet von drei Musikstudenten, die damit ihre Studiengebühren aufbesserten, ein.

Bekannte Berliner Lieder

Zwischen Hauptgang und Nachtisch erfreute uns dann geplant das „Berolina Chorensemble Köpenick“, unter der Leitung des aus Niederbieber stammenden Chorleiter Karsten Drewing, in historischen Kostümen und mit bekannten Berliner Liedern. Der Kontakt zum Chorensemble liegt schon etwas länger zurück. Die Berliner Musiker waren auf einer ihrer Reisen, am 16. Oktober 1998 zu Besuch auf einer Chor-Veranstaltung im schönen Örms. Gegen 23:15 Uhr wurden die Busse wieder bevölkert und wer wollte, konnte in der Innenstadt von Berlin aussteigen, um das Nachtleben zu erkunden. Der Rest wurde am Hotel zur Nachtruhe abgesetzt. Am Samstag stand nur ein Bus zur Verfügung, sodass es in Etappen zum Berliner Dom ging. Den Anfang machten die Sänger, da noch ein Einsingen geplant war. Vor Ort kam es jedoch zu Einlassschwierigkeiten, denn die Pforte hatte die Anmeldung zum Singen nicht im PC.

"Jesus liebt dich..."

Nach Rücksprachen mit dem Veranstalter und einem Update des Pforten-PC durch den Hausmeister-PC konnte die Gruppe dann doch, ohne Eintritt zu zahlen, den Dom betreten. Inzwischen war auch der Rest der Reisegruppe und ein Frauen-Kegelclub aus Urmitz (ebenfalls zufällig auf Tour in Berlin) eingetroffen. Zusammen betraten sie den Dom und wurden alle von einem, wie sich später herausstellte, falschen Prediger per Handauflegen und einem kurzen Spruch ("Jesus liebt dich...") begrüßt. Der Zeitplan war nun völlig über den Haufen geworfen, da auch noch der falsche Prediger von den Angestellten des Domes entfernt werden musste. So stellten sich die Sänger ohne Einsingen vor dem Altarraum auf und begannen mit ihrem Gesang, der bei den anwesenden Besuchern des Doms mit Beifall bedacht wurde. Nach einer eigenständigen Besichtigung des Doms stand jedem der Tag zur freien Verfügung. Das Stadtbild war durch das anstehende Pokalendspiel Borussia Dortmund gegen Bayern München geprägt. An allen Ecken kamen einem gelbe und rote Fangruppen entgegen. In kleinen Gruppen wurde Berlin auf eigene Faust besichtigt. Die Einen machten sich auf Shoppingtour, die Anderen suchten nach einer Gelegenheit, das Pokalspiel zu verfolgen.

Gewinner und Verlierer

Vom Public Viewing, Stadionbesuch und Hotelfernseher war alles dabei. Wie das bei einem Spiel so ist, es gibt immer einen Gewinner und einen Verlierer! So feierten die Einen ausgelassen bis tief in die Nacht, während die Anderen versuchten ihren Kummer zu ertränken. Nach dem Frühstück am Sonntag, 18. Mai checkte die Reisegruppe aus und bestieg die Busse Richtung Potsdam. Dort angekommen gab es mit zwei Stadtführern per Bus eine etwa zweistündige Stadtrundfahrt. Leider war der Wettergott anscheinend Dortmund-Fan, denn das schöne Wetter der letzten Tage war vorbei. So beendete der Regen vorschnell die Besichtigungen außerhalb des Busses, Schloss Sanssouci konnte darum nicht gebührend besichtigt werden. Zum Mittagessen im „Ratskeller Babelsberg“ trafen sich dann beide Busse wieder. Hier wurde nach dem Mittagessen dem Geburtstagskind Rudolf Vellen ein Geburtstagsständchen gesungen, worauf spontan von der Gaststätte ein Geburtstagskuchen, à la Traumschiff, mit Tischfeuerwerk serviert wurde. Gegen 15 Uhr starteten die Busse zur Heimreise in die geliebte Heimatgemeinde Urmitz.

Die Sänger reihten sich ohne Einsingen vor dem Altarraum auf und begannen mit ihrem Gesang, der bei den anwesenden Besuchern des Doms mit Beifall bedacht wurde. Foto: privat

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