FWG Weißenthurm zur Umgestaltung des Rheinufers
Sind die Pläne der Weisheit letzter Schluss?
FWG schlägt diverse Verbesserungen vor - Warnung vor zu hohen Kosten
Weißenthurm. Der Plan zur Umgestaltung des Rheinufers vom Rat der Stadt Weißenthurm wurde am 2. April dieses Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt. Viele interessierte Bürger zeigten ein großes Interesse an der Maßnahme, aber viele Anwesende beklagten die wenig anschauliche Präsentation durch den Stadtplaner Heichel. Viele Fragen konnten dann jedoch vom Moderator, VG-Bürgermeister Georg Hollmann, beantwortet werden. Viele Fragen mussten jedoch offenbleiben, da sie in der Kürze der Zeit gar nicht gestellt werden konnten.
Von den Stadtvertretern war jedoch noch einmal ausdrücklich betont worden, dass es sich zwar um den Plan handelt, der bei der ADD (ehemals Bezirksregierung) eingereicht ist, dass er aber nur als Vorschlag zu betrachten sei, über dessen Ausführung der Stadtrat noch zu beschließen hat. Daher hat die FWG Weißenthurm den Vorschlag des bisherigen Stadtrates zur Umgestaltung des Rheinufers in Ruhe analysiert. Aus ihrer Sicht sind folgende Punkte anzumerken:
Geplant ist, im Sinne eines „Verkehrsberuhigten Bereiches“ Fußgänger/Autoverkehr, spielende Kinder und Benutzer des Rhein-Radweges gleichzeitig über das obere Rheinufer zu führen. Sonntags mittags handelt es sich häufig um mehr als 200 Fahrräder pro Stunde. Der Plan birgt also eine erhebliche Unfallgefahr.
Im vorgelegten Plan werden vorhandene L-Steine, die erst bei der Errichtung des Fahrradweges vor wenigen Jahren eingebaut wurden, durch neue ersetzt, nur um das obere Rheinufer wellenförmig anzulegen.
Die geplante Wiese auf der „niederen Werft“ ist in der aufgezeigten Form nicht nutzbar. Insbesondere müsste bei intensiver Nutzung durch Kleinkinder eine Absturzsicherung zum Rhein angebracht werden, da hier bei ungünstigem Wasserstand eine senkrechte Uferkante vorliegt, an der der Rhein mit durchschnittlich fast zwei Metern pro Sekunde vorbeiströmt. Es wäre ohnehin zu prüfen, ob dort überhaupt Rasen angepflanzt werden kann, da hier Strömungsgeschwindigkeiten auftreten, die wesentlich höher sind als zum Beispiel in Andernach.
In der von Gutachter Fischer verfassten Stellungnahme sind die Platanen im südöstlichen Teil des Rheinufers in durchaus erhaltenswertem Zustand. Insbesondere die Bäume eins, zwei, drei , sieben und zehn weisen noch keine nennenswerten Schäden auf. Hier hat die aktuelle Fahrbahn eine Breite, die einen Erhalt der Bäume durchaus rechtfertigen würde. Der vorgestellte Plan ist mit 1,7 Millionen Euro zu teuer und birgt erhebliche Risiken der Kostensteigerung (beispielsweise Beschädigung des Ver- und Entsorgungsnetzes im Bereich des Rheinufers bei der Entfernung der Wurzeln der zu fällenden Platanen). Kosten für die Reparatur gehen in voller Höhe zulasten der Stadt. Die FWG schlägt daher vor, folgende Möglichkeit zu prüfen:
Teilweise Erhalt der Platanen im südöstlichen Teil des Rheinufers, zum Beispiel Erhalt der Bäume eins, zwei, drei, fünf, sieben, neun und zehn mit dazwischen platzierten (schattigen) Sitzgelegenheiten. Prüfung der Möglichkeit, den Durchgangsverkehr (Pkw und Fahrräder) über die „niedere Werft“ zu führen. Im oberen Bereich nur Anliegerverkehr mit Verhinderung der Durchfahrt in Höhe der Einmündung der Rauschergasse.
Gestaltung der eventuell verbleibenden Freifläche der „niederen Werft“ zur tatsächlichen Nutzbarkeit durch Familien und ältere Mitbürger sowie die Gestaltung des oberen Bereichs als Promenade ohne Durchgangsverkehr. Anschrägung der „niederen Werft“ zum Rhein hin entsprechend der übrigen Uferbefestigung, um die Gefahr für spielende Kinder zu verringern.
Pressemitteilung
FWG Weißenthurm
