- Anzeige - Am „Haus Kettig“ wurde der Aktivgarten eröffnet
„Tierische Mitbewohner“ erfreuen nun die Senioren
Kettig. Zwei Ponys sorgten im Seniorenheim „Haus Kettig“ für helle Aufregung bei den zahlreichen Gästen, Betreuern und auch den Bewohnern. Man traf sich, um den Aktivgarten mit seinen tierischen Therapeuten zu eröffnen und die beiden achtjährigen Miniponys „Pyke“ und „Solange“ mischten kräftig mit. Überhaupt nicht scheu spazierten sie im Außenbereich zwischen den Tischen und Stühlen umher und ließen es sich nicht nehmen, auch einmal einen Schluck Apfelsaftschorle probieren zu wollen.
Die 60 Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheims sind begeistert von ihren neuen tierischen „Mitbewohnern“.
Die beiden Tiere sind ausgebildet und kennen den menschlichen Kontakt. Durch eine großzügige Spende der Glücksspirale ist am „Haus Kettig“ ein Außenbereich mit einem Gewächshaus und zwei Hochbeeten entstanden. Für die Ponys wurden eine neue Umzäunung und entsprechend ausgestattete Ställe errichtet. Der Aktivgarten wurde dabei so gestaltet, dass die Seniorinnen und Senioren verschiedene Pflanzen, je nach Jahreszeit, riechen, schmecken und fühlen können. Auf Wunsch der Bewohner wurde auch das Gewächshaus angeschafft, damit hier verschiedene Pflanzen und auch Gemüse gezüchtet werden können. Hier hat jeder die Möglichkeit, seine individuellen Wünsche zu verwirklichen. Die auf der Terrasse befindlichen Hochbeete ermöglichen auch den Rollstuhlfahrern eine aktive Gartengestaltung.
Zur Übergabe eines Schecks in Höhe von 15.000 Euro für die Anschaffungen waren Walter Desch (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Lotto) und Thomas Kirsch (Produktmanager Glücksspirale) extra nach Kettig gekommen. Desch fand die Aktion sehr interessant und wollte sich selbst vor Ort in Kettig ein Bild von diesem wohl einmaligen Projekt machen, erklärte er in seiner Rede. Auch für Kirsch sei ein außergewöhnliches Projekt, das man einfach unterstützen wolle.
Tierische Therapeuten im Seniorenheim verfolgen das Ziel, verdrängte, aber noch vorhandene geistige und körperliche Ressourcen zu reaktivieren und zu stabilisieren.
Gerade für Seniorinnen und Senioren, die aus dem ländlichen Bereich stammen, können diese Ponys durchaus für wertvolle Erinnerungsarbeit sorgen. Praktische Unterstützung erfolgte bereits im Vorfeld durch die Bewohner selbst, denn sie legten hier auch kräftig selbst mit Hand an, zum Beispiel beim Bau der Ställe. Und noch einen großartigen Erfolg wusste Anja Jung, Geschäftsführerin der AWO Pflege & Senioren gGmbH, zu berichten. Eine Bewohnerin hatte nie ihr Zimmer verlassen wollen, doch als die Ponys vor Kurzem in Kettig eintrafen, war sie nicht mehr zu halten. Und nun sitzt diese Dame fast täglich bei den Tieren im Freien und genießt die neue Atmosphäre im Seniorenwohnheim und das Zusammensein mit den Tieren.
Schon bei der offiziellen Eröffnung, als die Tiere sich frei zwischen den Gästen bewegten, fragte man sich – wer beschäftigt eigentlich wen am Meisten. Die Tiere liefen wie selbstverständlich zwischen den Tischen umher und man freute sich über ihre direkte Anwesenheit. Eine tolle Aktion, ein tolles Seniorenheim und aktive Bewohner, die nun einen etwas anderen Alltag zusammen mit Ponys erleben dürfen.
