Klasse 4a der St. Georg Grundschule Urmitz besuchte Bimsmuseum in Kaltenengers
Vom Vulkanausbruch bis hin zum Bimsstein
Kinder erlebten spannenden Exkurs in die Welt des Vulkanismus der Region
Urmitz. Nachdem die Klasse 4a der Grundschule St. Georg in Urmitz im Sachunterricht das Thema Vulkanismus im Allgemeinen und speziell den Eifelvulkanismus sowie die Bedeutung des Bimssteins für das Neuwieder Becken theoretisch kennengelernt hatte, besuchte sie am 7. Mai gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Aloisia Niekrawietz und ihrer Klassenelternsprecherin Frau Stefanie Helf das Bimsmuseum in Kaltenengers.
Dort wurden sie von Frau Gerheim vom Kulturellen Erbe der Bimsindustrie freundlich begrüßt. Herr Werner Daiber, der Verfasser der Unterrichtseinheit „Bims - ein Produkt des Vulkanismus mit besonderen Eigenschaften“ übernahm die Führung durch das einzige Bimsmuseum Deutschlands.
Anhand großer Schautafeln wurde an den gewaltigen, zunächst alles vernichtenden Ausbruch des Laacher See Vulkans und die Ablagerung des Bimssteins in der Region erinnert.
Die Kinder nahmen Naturbims, gewaschenen Bims, Lavalit, Basalt, Tuff und Recycling-Bims in die Hand und begriffen so die typischen Eigenschaften dieser Steine und ihre Verwendungsmöglichkeiten.
Anschließend ging es weiter mit der Entwicklung der Bimsindustrie in den letzten 150 Jahren. Herr Daiber erklärte die Funktionsweisen der unterschiedlichen Handschlagmaschinen zur Herstellung der verschiedenen Steine mit ihren jeweiligen Besonderheiten bezüglich ihrer Verwendung und ihren Eigenschaften wie Isolierung und Schallschutz. Eine Raupe und ein Schaufelbagger verdeutlichten, wie Bims abgebaut wurde.
Schulkinder fertigten ihre eigenen Bimssteine an
Danach wurden die Kinder in zwei sich abwechselnde Gruppen aufgeteilt. Während eine Gruppe in einem einprägsamen Kurzfilm „Benno Bimsstein“ kennenlernte, der alle wichtigen Punkte des gesamten Themas nochmals zusammenfasste, fertigte die andere Gruppe ihre ersten Bimssteine. Je zwei Kinder bekamen einen Eimer mit einer Bims-Zement-Mischung, die kräftig mit einem Holzstab durchgerührt werden musste. Dann wurde Wasser hinzu gegossen und alles nochmals kraftvoll durchgerührt. Mit einer Schöpfkelle wurde danach diese Mischung in die bereitgestellten Holzformen gefüllt und durch das Klopfen mit einer Maurerkelle verdichtet. Mit zusätzlich eingedrückten bunten Steinchen oder Blümchen durften die Kinder ihre Steine kreativ verzieren. Mit einem Namensschild versehen, stellten sie dann die Formen mit ihren Brettchen in das luftige Regal, damit sie dort zehn Tage lang aushärten können.
Den Vorschlag, später im Kunstunterricht die Bimssteine zu bemalen, lehnten die Kinder mehrheitlich mit der Begründung „Bimssteine sind grau. Wenn man die Steine bemalt, dann sieht man die Bimskörner nicht mehr!“ ab.
