B-Junioren Rheinlandliga
Wende nicht geglückt
SG 2000 Mülheim-Kärlich - SV Eintracht Trier II 0:1 (0:1)
Mülheim-Kärlich. Im Heimspiel gegen Trier sollten drei Punkte her. Im Gegensatz zum Spiel gegen Koblenz war die SG von Beginn an hellwach und aggressiv und setzte zunächst die Trainingswoche entsprechend gut im Spiel um.
Man war feldüberlegen und hatte mehr Abschlüsse, auch wenn diese nicht immer wirklich gefährlich waren bzw. rechtzeitig vom Gegner geblockt wurden. Es war noch nicht das Spiel aus der Vorbereitung, aber gegenüber den letzten Spielen stand nicht mehr „Kick and Rush“ im Vordergrund und der Siegeswille war zu erkennen. Leider ging man in die Zweikämpfe wieder zu ungestüm und gewährte dem Gegner aus Trier unnötige Freistöße. Ein solcher Freistoß fand nach 30 Minuten den Weg ins Tor zur überaus glücklichen Führung für die Gäste aus Trier. Dieser erste Schuss auf das SG-Tor wurde durch die Mauer unhaltbar abgefälscht. Das Spiel war damit auf den Kopf gestellt und es fand ein leichter Bruch im Spiel statt. Trotzdem hatte man kurze Zeit später nach schöner Kombination die Chance zum verdienten Ausgleichstreffer, jedoch kratzte ein Trierer Spieler den Ball noch von der Linie. Trier, durch das Tor beflügelt, war nun aktiver und die SG kam nicht mehr so gut ins Spiel.
In der zweiten Halbzeit änderte sich nichts an diesem Bild. Die SG versuchte sich Torchancen zu erarbeiten und Trier durch Konter den K.O. zu versetzten. Beiden Mannschaften misslang dies und das Spiel plätscherte ohne wirkliche Aufreger vor sich hin. Die Einwechslungen konnten dem Spiel auch keine Impulse geben und blieben hinter den Erwartungen zurück. So blieb es beim glücklichen 0:1 für Trier.
Fazit: Trotz ansprechender Leistung reichte es gegen einen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte nicht zu einem Punkt, zumal man auch etwas Pech im Abschluss hatte. Die intakte Mannschaft wird die kommende Woche intensiv trainieren, um im Derby gegen Oberbieber endlich die (auch spielerische) Wende einzuläuten.
Skandalspiel in Schweich für die C-Junioren
Mit den Worten „Wenn einer durchkommt, haut den um“ wurden die Platzherren aus Schweich aufs Feld geschickt und die Spieler beherzigten die Anweisung ganz genau und traten auf so ziemlich alles, was im SG-Trikot in der gegnerischen Hälfte auftauchte oder agierten mit taktischen Fouls. Ob es legitim ist, den Gegner bei jeder Möglichkeit mit aufgesetzten Füßen bewusst zu verletzen, muss jeder für sich selbst entscheiden, aber dass der Schiedsrichter es am Ende schaffte, eine Gelbe-Karten-Statistik von 4:0 für die SG 2000 zu erzeugen, ist aus Sicht der SG schon sehr bedenklich. Selbst ein Ellenbogenschlag mit anschließender Auswechslung eines blutüberströmten Gästespielers ließ den Spielleiter unbeeindruckt. Wirklich Fußball gespielt werden konnte aus besagten Gründen in Halbzeit eins nicht.
Auf dem Weg in die Kabine gab der Unparteiische auf Anregung des SG-Trainers, die Spieler besser zu schützen, folgende Antwort: „Wenn Sie es wollen, pfeife ich jetzt so, wie Sie es möchten, machen Sie sich auf etwas gefasst“. Ob dies nun als Bestätigung der Anfrage oder als Drohung aufzufassen war, blieb offen. Nach dem Seitenwechsel wurden nun aber tatsächlich auf beiden Seiten 15 Minuten lang alle unfairen Zweikämpfe regelgerecht abgepfiffen und dies brachte nun auch die SG-Kicker ins Spiel und man drückte auf das Tor der Platzherren. Als die Überlegenheit nun immer deutlicher wurde, schaltete der Schiedsrichter wieder auf die Leistung aus Halbzeit eins zurück und „glänzte“ mit dem Höhepunkt, dass er einen sich nach einem Ellenbogenschlag am Boden krümmenden Spieler noch der Schauspielerei bezichtigte. Kurz vor Ende landete eine verunglückte, immer länger werdende Flanke im SG-Tor und sorgte für den Siegtreffer der Schweicher. Ob man als Heimtrainer nach den ganzen Vorfällen dann grinsend quer über den Platz zum Gegner laufen muss, um jedem Spieler „fair“ die Hand schütteln zu wollen, bleibt in der Bewertung auch wieder jedem selbst überlassen. Fazit: Trotz der ersten Saisonniederlage steht das Team nach wie vor auf einem gefestigten zweiten Tabellenplatz und freut sich auf das Topspiel gegen den Tabellenführer des JFV Rhein-Hunsrück und eine Partie, in der es gegen einen technisch starken Gegner hoffentlich wieder um Fußball geht.
