Bolivienkleidersammlung
Wie aus alten Hosen Zukunftschancen werden
Eine Erfolgsgeschichte seit über 50 Jahren
Andernach/Bassenheim. Und dann waren sie wieder unterwegs: Jugendliche und Junggebliebene mit Lastern, Traktoren, Kleinbussen, Pkws und Lkws. Keine Straße wurde ausgelassen in Andernach, in der Pellenz und in der Verbandsgemeinde Weißenthurm (und auch sonst im Norden von Rheinland-Pfalz, der zum Bistum Trier gehört).
Alle bereitgestellten Säcke mit Kleiderspenden wurden eingesammelt und zu den drei Verladestellen im Dekanat Andernach-Bassenheim gebracht: In Kretz, am Busparkplatz am Rhein in Andernach und in Urmitz/Bhf.
Etwa 200 Engagierte waren unterwegs. Manche sind schon seit vielen Jahren dabei, in der einen oder anderen Gemeinde waren auch wieder Firmbewerber unter den Sammlern.
Die Kleiderspenden werden unter strengen Vorgaben im Rahmen von „FairWertung“ (www.fairwertung.de) an bewährte Firmen verkauft, die garantieren, sich an bestimmte Auflagen zu halten, die unter anderem dazu beitragen, dass die Kleidermärkte in den Importländern nicht gefährdet werden ...
Die erzielten Gewinne gewährleisten den Fortbestand von zwei Organisationen in Bolivien zur Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen: die Stiftung „Solidarität und Freundschaft Chuquisaca-Trier“, die 25 Ausbildungszentren für etwa 1.500 Kinder und Jugendliche auf dem Land unterhält und die „Nationale Jugendpastoral“ Boliviens, die die katholische Jugendarbeit für das ganze Land koordiniert.
Die Kleidersammlung hat sich in all den Jahren zu einer wichtigen Säule der Partnerschaft zwischen der Jugend hier bei uns und in Bolivien etabliert. Weil Jahr für Jahr Menschen bereit sind, ihre Altkleider trotz der zunehmend hohen Anzahl von Altkleidersammlungen - kommerziellen wie gemeinnützigen - zurückzuhalten und ganz bewusst für die Bolivienpartnerschaft zu spenden und sich auf der anderen Seite in allen Pfarreien und Orten meist junge Menschen finden, die bei Wind und Wetter die Spendensäcke einsammeln.
Den Spendern wie Sammlern (und natürlich auch denen, die die Tüten verteilt haben) sei an dieser Stelle ein herzliches „Vergelt’s Gott“ gesagt - im Namen der Verantwortlichen in den Pfarreien, in Dekanat und Bistum und nicht zuletzt im Namen der Kinder und Jugendlichen in Bolivien, denen mit den so finanziell abgesicherten Projekten Zukunftschancen eröffnet werden.
