Wirtschaft | 04.02.2020

- Anzeige - Kreissparkasse Ahrweiler zieht Bilanz für 2019

Bilanzsumme stieg erstmals über 2 Milliarden Euro

Auch der Jahresüberschuss stieg von 2,4 Millionen Euro auf 3,5 Millionen Euro – Steigerungen bei Krediten und Spareinlagen – Immobilien sind als Anlageform weiterhin sehr gefragt

Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann und Vorstandsmitglied Guido Mombauer freut sich über ein erfolgreiches Jahr 2013 für die Kreissparkasse Ahrweiler. Foto: Jost

Kreis Ahrweiler. Erneut blickt die Kreissparkasse Ahrweiler auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Bei der Bilanzpressekonferenz in den Räumen der Hauptgeschäftsstelle zog der Vorstand eine erfreuliche Bilanz für das Jahr 2019 und zeigt sich zufrieden mit der Entwicklung des Kreditinstituts. „Wir stehen sehr gut da und arbeiten daran, dass es so bleibt“, fasste der Vorstandsvorsitzende Dieter Zimmermann die Situation zusammen. Die Bilanz wuchs im 155. Jahr des Bestehens um über vier Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, „und das in einer ausgesprochen spannenden Zeit“. Der Jahresüberschuss stieg von 2,4 Millionen Euro in 2018 auf 3,5 Millionen Euro in 2019.

Stolz berichtete Zimmermann, das Kundengeschäftsvolumen als die Summe der Kredite, Einlagen, Wertpapierbestände und bei Verbundpartnern angelegten Geldern sei erstmals auf über 4 Milliarden Euro angestiegen. Das Wachstum habe ausschließlich aus dem Kundengeschäft resultiert, „unsere Bilanz ist mehr denn je eine Kundenbilanz“, so Zimmermann. Zudem sei ein gutes Einlagengeschäft die Basis für Wachstum, wobei die Kunden weiterhin auf kurzfristige Anlagen setzten. „Wir sehen uns als Sparkasse für jedermann im Kreis Ahrweiler.“ So sei es auch nicht verwunderlich, dass eine Marktstudie dem Institut einen Marktanteil von etwa 40 Prozent beim Privatkundengeschäft im Kreis Ahrweiler bescheinige – doppelt so viel wie der nächste Marktbegleiter. 110.000 Kunden unterhielten insgesamt 143.614 Konten bei der Bank. Das führt dazu, dass die Kreissparkasse aber die kapitalstärkste Kreissparkasse in ganz Rheinland-Pfalz sei, ein Beweis für ihre überdurchschnittliche Solidität.

Kundeneinlagen stiegen auf 1,7 Milliarden Euro

So seien die Kundeneinlagen trotz niedrigster Zinsen erneut auf knapp 1,7 Milliarden Euro angewachsen. Die Sparer legten ihr Geld weiterhin kurzfristig in Sicht-, Tages- und Termingeldern an. So seien die kurzfristigen Anlagen nochmals um gut fünf Prozent angestiegen und beliefen sich nun auf über 1,1 Milliarden Euro. Sogar das „gute alte Sparbuch“ erlebt eine Renaissance, die Einlagen der Kunden hierauf wuchsen um 16 Prozent auf 337 Millionen Euro.

„Das anhaltend niedrige Zinsumfeld stellt für die KSK Ahrweiler in der Kundenberatung ebenso wie in der Kapitalanlage eine zunehmend größere Herausforderung dar. Das Wertpapiergeschäft bietet bei Einmalanlage und insbesondere beim rentierlichen Sparen eine attraktive Alternative“, zeigte sich Zimmermann überzeugt.

Das Kreditgeschäft habe die guten Vorjahre nochmals getoppt und belaufe sich nach einer Steigerung um 6,6 Prozent erstmals auf über 1,6 Milliarden Euro. „Das ist ein neuer Höchststand“, freute sich Vorstandsmitglied Guido Mombauer. So habe das Institut über 9.700 Kreditzusagen mit einem Volumen von 469 Millionen Euro gegeben, „das entspricht im Schnitt täglich 40 Kreditzusagen für die Bürger und Gewerbetreibenden in der Region.“ Die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten sei gegenüber dem Vorjahr um knapp 20 Prozent gewachsen, Kredite an Firmen- und Gewerbekunden sogar um 43 Prozent.

Trend zur eigenen Immobilie bestätigt sich

„Das Immobilienvermittlungsgeschäft bestätigt den Trend zur eigenen Immobilie“, erklärte Mombauer weiter. Mit Objekten im Gesamtwert von rund 32 Millionen Euro hätten die Immobilienvermittler für eines der besten Ergebnisse in ihrer Geschichte gesorgt. Der 2018 von der Kreissparkasse erstmals herausgegebene Immobilienmarktbericht für den Kreis Ahrweiler werde bis heute stark nachgefragt. Der „Preisfinder“ als Instrument zur Wertermittlung sei mehr als 650 Mal genutzt worden. Alles in allem sei jeder zweite Immobilienkredit im Kreis durch die Bücher der Kreissparkasse gegangen. „Aber auch als Anlageform sind Immobilien sehr gefragt bei unseren Kunden – trotz gefallener Renditen und gestiegener Kosten.“ Das Risiko aus dem Kundenkreditgeschäft und den Eigenanlagen setzte der Vorstand dennoch als gering ein, die KSK halte ihre eigene Risikovorsorge stabil auf einem niedrigen Niveau.

Mittlerweile sei die Sparkasse auch in Sachen Projektentwicklung aktiv und sie habe eine Kooperation mit einer Tochter der Kreissparkasse Köln eingegangen. Die neu gegründete Partitur 18 GmbH kümmere sich derzeit um die Entwicklung des Baugebietes „Nachtigallenschlag“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Hier sollen 50 Grundstücke vermarktet werden, auf denen künftig einmal Einfamilienhäuser, Kettenhäuser und Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. „Wir hoffen, dass wir durch unsere Leistung überzeugen können und dann auch bei der Immobilienfinanzierung berücksichtigt werden“, hofft Mombauer.

Zweigstellennetz wird nicht angetastet

Auch vergangenes Jahr habe die Kreissparkasse einiges investiert, vor allem in die digitale Ausstattung. Die Bautätigkeit bleibe aber ein wichtiger Faktor. Die KSK Ahrweiler besitze mit 23 mitarbeiterbesetzten Standorten das größte Zweigstellennetz im Kreis Ahrweiler, erklärte Zimmermann. Ergänzt würden die Standorte um ein umfangreiches Angebot an Service-Agenturen, SB-Standorten, dem größten Netz an Geldautomaten sowie 52 SB-Terminals. Daneben habe das Haus von Anfang an auf die digitalen Herausforderungen geachtet und mit einem frühzeitigen Umdenken auch bei ihren Investitionsentscheidungen reagiert. „Indem Aufträge an die Firmen vor Ort vergeben werden, ist die KSK nach wie vor ein wichtiger Motor für die hiesige Wirtschaft“, unterstrich Zimmermann.

Doch die Kreissparkasse Ahrweiler strebe nicht nur Gewinne an, sondern achte auch auf das Wohlergehen der Menschen und Unternehmen im Kreis Ahrweiler. So habe die Kreissparkasse im vergangenen Jahr gemeinsam mit ihren Stiftungen eine Fördersumme von 585.000 Euro über Spenden und Sponsoring für und in die Region geben, darunter 134.000 Euro für Soziales, 133.000 Euro für den Sport und 122.000 Euro für die Kulturarbeit. Mit 75.000 Euro wurde das Engagement im Bereich Umweltschutz deutlich aufgestockt. Zudem sei das KSK-eigene Spendenportal ein voller Erfolg und habe bereits 55 Projekte mit über 100.000 Euro gefördert.

„Die Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital“

Doch Zimmermann machte auch deutlich: „Die Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital. Sie sind – egal ob persönlich, am anderen Ende der Telefonleitung oder hinter den elektronischen Anwendungen – auf all unseren Kanälen der Dreh- und Angelpunkt im Kontakt mit unseren Kunden. Damit ist klar, in wen wir am meisten investieren.“ Zum Jahreswechsel seien bei der Kreissparkasse Ahrweiler 392 Mitarbeiter tätig, davon 142 in Teilzeit. Als bedeutender und flexibler Ausbildungsbetrieb zähle man derzeit 32 Auszubildende. Die Lohnsumme belaufe sich auf 22,6 Millionen Euro; für die Aus- und Weiterbildung flossen rund 325.000 Euro. „Mit individuellen Arbeitszeitmodellen, variablen Arbeitszeiten im Rahmen von Jahresarbeitszeitkonten und der Bereitstellung von Heimarbeitsplätzen haben wir uns seit längerem auf die veränderte Gesellschaftsstruktur, das neue Rollenverständnis innerhalb der Familien und den demographischen Wandel eingestellt.“ JOST

Vorstandsvorsitzender Dieter Zimmermann und Vorstandsmitglied Guido Mombauer freut sich über ein erfolgreiches Jahr 2013 für die Kreissparkasse Ahrweiler. Foto: Jost

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