- Anzeige - St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach versorgte 286 „Rock am Ring“-Patienten
Minutiöse Vorbereitungen sorgten für reibungslose Abläufe
Andernach. Nach der Premiere von „Rock am Ring“ in Mendig im vergangenen Jahr, war das St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach in diesem Jahr das erste Krankenhaus in der Versorgung von Patienten. Das Fazit nach einem ereignisreichen Wochenende: Das gesamte Haus war bestens auf den Patientenansturm vorbereitet, die Behandlung von Festivalbesuchern sowie regional ansässigen Patienten verlief reibungslos.
Insgesamt wurden 286 Ring-Rocker im Andernacher Krankenhaus versorgt. Davon blieben 114 zunächst stationär im Haus, 13 Patienten wurden zur Sicherheit auf die Intensivstation verlegt. Schwerpunktmäßig waren die Chirurgie, die Abteilung für Innere Medizin sowie die Intensivstation involviert. „Unfallchirurgisch haben wir unter anderem Sprunggelenksverstauchungen, Schnittverletzungen und Verbrennungen behandelt“, erklärt Dr. Mahmoud Seif El Nasr, Chefarzt der Unfallchirurgie. Die Innere Medizin hatte mit Vergiftungen zu tun, außerdem mit Hyperventilation, Unterkühlungen sowie den Opfern des Gewitters, die an Monitorplätzen überwacht wurden.
Alarmierungskette lief Freitagabend an
Wie gut das St. Nikolaus-Stiftshospital auf alle Eventualitäten des Wochenendes vorbereitet war, zeigte sich bereits am Freitagabend: Nur wenige Sekunden nach den Blitzschlägen gingen erste Informationen aus privater Quelle über verletzte Festivalbesucher ans Krankenhaus. Sofort begann das Stiftshospital mit der internen Aufrüstung.
Der durch die Rettungsleitstelle vermeldete Katastrophenalarm setzte schließlich die Alarmierungskette im Krankenhaus in Gang: Innerhalb von maximal 20 Minuten waren auch diejenigen Kollegen, die sich in Rufbereitschaft befanden, vor Ort. Sogar nicht eingeteilte Pflegekräfte und Ärzte, die über soziale Netzwerke vom Einsatz erfuhren, boten ihre Dienste an. So warteten am Freitagabend rund 50 Ärzte, Pflegekräfte und weiteres medizinisches Personal auf die angekündigten Rock-am-Ring-Patienten. Zusätzlich war die stationäre, ambulante und Notfallversorgung der übrigen Patienten durch die reguläre Personalbesetzung gewährleistet. Fünf Intensivplätze inklusive Beatmungseinheit waren vorbereitet, sechs Monitorplätze sowie weitere Überwachungsplätze, die eigens für das Wochenende installiert wurden.
Die deutlich erhöhten Raum- und Personalkapazitäten wurden wie vorab vom Stiftshospital geplant bis einschließlich Sonntag vorgehalten - auch nach Bekanntgabe des vorzeitigen Festivalabbruchs. Bei der vorgezogenen Abreise sämtlicher Festivalbesucher sowie der Wetterlage mussten weitere Notfälle einkalkuliert werden.
Cornelia Kaltenborn, Geschäftsführerin der St. Nikolaus-Stiftshospital GmbH, überzeugte sich während des gesamten Wochenendes vom reibungslosen Ablauf. Sie dankte ihren Mitarbeitern für den großartigen Einsatz. „Alles ist professionell und hervorragend gelaufen. Ich bin sehr stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie haben sehr großes Engagement bewiesen und waren wie eine große Familie mit Herzblut im Dauereinsatz.“ Das zeigte auch die sehr gute Stimmung im Haus. Zudem waren die „Rock am Ring“-Patienten freundlich und dankbar. Und auch die Rückmeldungen der Rettungsdienste waren durchweg positiv.
