Wirtschaft | 25.06.2015

Anzeige Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG

Nach erfolgreichem Jubiläumsjahr gibt es sechs Prozent Dividende

Bilanzsumme stieg auf 787 Millionen Euro – Jahresüberschuss sank leicht auf 1,9 Millionen Euro

Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Rheinbach freuten sich bei der Vertreterversammlung über ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2014 (v.unten li. nach oben re.): Stefan Franceschini, Cornelia Rieger, Maria Orth, Stefan Raetz, Bert Nolden, Dr. Ferdinand Schmitz, Bert Spilles, Uwe Günther, Mathias Lutz (Vorstand), Burkhard Kraus (Vorstand) und Michael F. Firmenich. JOST

Rheinbach. 2014 war für die Raiffeisenbank Rheinbach Voreifel eG nicht nur ein Jubiläumsjahr, sondern auch noch wirtschaftlich sehr erfreulich. Die Bilanzsumme stieg im 125. Jahr des Bestehens um knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 787 Millionen Euro, der Jahresüberschuss sank nur leicht von zwei auf 1,9 Millionen Euro. Und das in einer gerade für die Banken überaus schwierigen Phase mit stark schrumpfenden Zinsmargen, wie Vorstandssprecher Burkhard Kraus bei der Vertreterversammlung im Rheinbacher Waldhotel in seinem Jahresbericht darlegte.

Die Region stärken

Die gewählten Vertreter der insgesamt 23.300 Mitglieder stimmten einer Dividende in Höhe von sechs Prozent zu, womit insgesamt 592.000 Euro an die Anteilseigner ausgezahlt werden und 125.000 Euro an Vereine und Institutionen gespendet. Dass die Mitgliedschaft bei dem Genossenschaftsinstitut weiterhin attraktiv sei, sehe man an der Tatsache, dass im Jubiläumsjahr 1.259 neue Mitglieder gewonnen werden konnten. Weil die Bank auch noch für jedes neue Mitglied 12,50 Euro zusätzlich an gemeinnützige Organisationen im Geschäftsgebiet spendete, kamen so insgesamt 15.737,50 Euro zusammen. Alles in allem habe die Bank im vergangenen Jahr mehr als 125.000 Euro an Vereine und Institutionen der Region gespendet, ergänzte Lutz. „Schließlich wollen wir unsere Region stärken und nicht unser Heil in der Globalisierung suchen“, stellte Kraus klar, der Anfang September 2014 die Leitung der Bank vom langjährigen Vorstandsvorsitzenden Heinz Haubrichs übernommen hatte. Haubrichs war nach 28 Jahren aus der Geschäftsführung der Bank in den Ruhestand verabschiedet worden. An seine Stelle trat zum 1. April 2014 Mathias Lutz, der gleichzeitig die Position des Vertriebsvorstandes übernahm. Lutz konnte von einer erfreulichen Geschäftsentwicklung im Kreditbereich berichten, denn die Darlehen an Kunden nahmen um zwölf auf 516 Millionen Euro zu. „Ausschlaggebend dafür war vor allem die Entwicklung im Baufinanzierungsbereich sowie im Geschäft mit den mittelständischen Firmenkunden“, so Lutz, der zudem darauf hinwies, dass die Bank auch noch 130 Millionen Euro an Krediten im Verbundgeschäft betreue.

Einbindung öffentlicher Fördermittel

Gerade die Einbindung öffentlicher Fördermittel bei Existenzgründungen, gewerblichen und landwirtschaftlichen Investitionsvorhaben sowie im Wohnungsbau habe man 2014 weiter ausbauen können. So seien über die Raiffeisenbank 186 öffentliche Fördermittelanträge gestellt worden, was einem Gesamtvolumen von mehr als 12,9 Millionen Euro entspreche. Auf der anderen Seite seien auch die Einlagen der Kunden bei der Bank um 13 auf 600 Millionen Euro gestiegen. Zusammen mit den Geldanlagen, die die Kunden der Bank im genossenschaftlichen Finanzverbund unterhielten, betreue das Institut nun ein Einlagenvolumen von über 965 Millionen Euro und kratze somit an der Milliarden-Grenze. Doch nicht nur in Bezug auf die Kundenvolumina könne der Vorstand sehr zufrieden sein, auch die Ertragslage sei ein Grund zur Freude. Der Zinsüberschuss sei zwar rückläufig, dafür habe das Provisionsergebnis leicht ausgebaut werden können, und auch die Kosten seien insgesamt gesunken. Allerdings belaste die anhaltende Niedrigzinsphase derzeit die gesamte Bankenbranche und wirke sich auch auf die Raiffeisenbank aus. „Uns trifft die Bankenregulatorik stark“, stellte Kraus fest und rechnete vor, dass man allein dafür 260 Arbeitstage zusätzlich aufwenden müsse. Anderthalb Mitarbeiter seien praktisch ausschließlich für diesen Bereich zuständig, „das ist für eine Genossenschaftsbank unserer Größenordnung schlichtweg nicht mehr nachvollziehbar.“

Ein gutes Fundament

Trotzdem blicke die Bank zuversichtlich in die Zukunft, „denn wir haben das richtige Fundament: eine tragfähige Ertragslage, gute Mitarbeiter und eine starke Region“, so Lutz. Dabei berücksichtige man auch die demographischen Trends, etwa indem man mit einem neuen Team von „Generationenberatern“ seit April die Dienstleistungen rund um die persönliche Vorsorge vervollständige. „Die Generationenberatung bietet den Kunden über alle Lebensphasen hinweg eine Beratungsleistung, die über den üblichen Rahmen einer Bank hinausgehen und bislang einzigartig im Geschäftsgebiet ist“, erläuterte Lutz das Konzept. Dabei gehe es nicht um Zahlen, Zinsen und Renditen, sondern um Vertrauen, Vorsorge, Gesundheit und die Planung der eigenen Zukunft. Ohnehin nehme die Bank ihre Verantwortung für die Region und die hier lebenden Menschen sehr ernst, indem sie hier Arbeits- und Ausbildungsplätze und damit Kaufkraft schaffe. Immerhin beschäftige die Bank 190 Mitarbeiter, davon 20 Auszubildende. „Wir legen sehr großen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter und investieren kontinuierlich in unserer Service- und Beratungsqualität“, so Kraus. So hätten sich die Mitarbeiter allein im vergangenen Jahr an rund 600 Seminartagen extern weitergebildet.

Verlässlicher Partner der Wirtschaft

„Wir wollen ein verlässlicher Wirtschaftspartner für Privat- wie Geschäftskunden in unserer wirtschaftlich erfolgreichen Region sein und unsere Position ausbauen“, bestätigte auch der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Ferdinand Schmitz. Das Marktumfeld erweise sich aber als zunehmend schwierig, weil der kaufmännische Spielraum aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland gering sei. Bei niedrigeren lädierten Werte sogar das normale Bankgeschäft zudem auch noch bürokratischer, bedauerte er. Es gelte, aus der Analyse der Situation die Strategie und die notwendigen Maßnahmen für die Zukunft abzuleiten. Der konsequente Ausbau der guten Geschäftsbeziehungen zu den Kunden im Markt und die Verbesserung der Effizienz seien auf der Agenda. "Auch wir werden uns strukturelle Gedanken machen müssen, um Synergie-Effekte zu heben“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende, der anschließend turnusgemäß wieder in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Genau wie die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Uwe Günther und Bernd Nolden, während Herbert Ludes neu in das Aufsichtsgremium gewählt wurden.

Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Rheinbach freuten sich bei der Vertreterversammlung über ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2014 (v.unten li. nach oben re.): Stefan Franceschini, Cornelia Rieger, Maria Orth, Stefan Raetz, Bert Nolden, Dr. Ferdinand Schmitz, Bert Spilles, Uwe Günther, Mathias Lutz (Vorstand), Burkhard Kraus (Vorstand) und Michael F. Firmenich. Foto: JOST

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