Wirtschaft | 10.09.2016

-Anzeige- Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach investiert 4,5 Millionen Euro für IBW-Wohnhaus

Neues Wohnprojekt ist Hoffnung für Heimbewohner

Sie griffen beim offiziellen Spatenstich zum Spaten: Das Direktorium der Rhein-Mosel-Fachklinik, Staatssekretär David Langner, Dr. Gerald Gaß (Geschäftsführer des Trägers Landeskrankenhaus), Mitarbeiter und Bewohner. WAMFO.DE

Andernach. Mit einem neuen Wohnprojekt will die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach (RMF) die Versorgung psychisch behinderter Menschen in Andernach und Umgebung weiter verbessern. Am Rande des parkähnlichen Geländes der RMF entsteht ein IBW-Wohnhaus (Intensiv betreutes Wohnen) für 24 Bewohner. „Die architektonische Gestaltung im Inneren und Äußeren ist auf die Bedürfnisse der chronisch beeinträchtigten Bewohner besonders abgestimmt. So werden sechs Wohngruppen für jeweils vier Personen errichtet. Die Einzelzimmer sind ausgestattet mit eigener Dusche. Rückzugs- und Entspannungsräume, sowie Gemeinschafts- und Therapieräume sind ausreichend vorhanden,“ so Geschäftsführer Dr. Gerald Gaß in seiner Begrüßung anlässlich des Spatenstiches. „Die Kosten liegen etwa bei 4,5 Millionen Euro. Die RMF finanziert die Maßnahme zunächst selbst, hofft aber noch auf Unterstützung des Landes,“ wie Graß mit einem Blick auf den anwesenden Staatssekretär David Langer bemerkte.

Eine neue Chance

Die Bewohner, die mit dem neuen IBW-Wohnprojekt versorgt werden sollen, bedürfen besonderer Unterstützung. Das Angebot richtet sich an erwachsene schwer psychisch kranke beziehungsweise seelisch behinderte Menschen, deren Erkrankung oder Behinderung nicht nur vorübergehend, sondern in chronischer Form besteht. Ihre Fähigkeiten zur Teilhabe an der Gemeinschaft sind durch die Auswirkungen der Behinderung massiv eingeschränkt. Sie wohnen teilweise schon in der RMF, kommen aber auch aus anderen Einrichtungen, in denen ihnen nicht mehr geholfen werden kann. Karlheinz Saage, Leiter der psychiatrischen und heilpädagogischen Heime der RMF, sagt: „Wenn wir dieses Projekt nicht verwirklichen würden, hätten die betroffenen Menschen kaum noch eine Chance. Sie sind in hohem Maße selbstgefährdet und müssen behutsam wieder die Hoffnung entwickeln, dass das Leben für sie lebenswert ist.“ Besonders anzumerken ist deshalb die Möglichkeit, im neuen Gebäude kleine Gruppen von vier Bewohnern zu bilden, denen man einen gesonderten Schutzbereich zuordnen kann. Das Gebäude bietet einen äußeren Schutzraum und großzügige Freiräume im Innenbereich (Atrien und Aufenthaltsräume).

Größtmögliche Selbstständigkeit gewährleisten

Die Ziele der therapeutischen und begleitenden Hilfsmaßnahmen sind Inklusion, Normalisierung und Teilhabe an sozialen Beziehungen, größtmögliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit in allen Lebensbereichen, um ein Maximum an Lebensqualität für die Bewohner zu erreichen. Soweit die individuellen Möglichkeiten des Bewohners dies zulassen, soll er orientiert an normalen Lebensabläufen Beschäftigung und Arbeit außerhalb des Hauses wahrnehmen. „Das engagierte Bemühen der Rhein-Mosel-Fachklinik in Andernach, eine patientenorientierte moderne psychiatrische Versorgung und Betreuung auch für chronisch schwer seelisch kranke Menschen zu gewährleisten, ist ein wichtiges Anliegen der rheinland-pfälzischen Gesundheitspolitik. Ich wünsche mir, dass mit dem Neubau für Intensiv Betreutes Wohnen ein neues, adäquates Wohnangebot entsteht, das auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner zugeschnitten ist und damit Teilhabe ermöglicht. Auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf muss Inklusion möglich sein“, erklärte Sozialstaatssekretär David Langner. Für alle Bewohner besteht rund um die Uhr die Möglichkeit, entsprechend ihrer Bedürfnisse betreut zu werden. Nachts ist dies durch einen permanenten Dienst gewährleistet. Ein Notrufsystem ist vorgesehen. Im Sinne einer größtmöglichen Normalisierung wird Wert darauf gelegt, dass jeder Bewohner in die Lage versetzt wird, seine individuellen Fertigkeiten und Ressourcen in der Organisation seines Alltags auch optimal einbringen zu können. Ehe es zum traditionellen Spatenstich ging, danke Oberbürgermeister Achim Hütten für die Investition in Andernach. „Sie sind die zweitgrößten Arbeitgeber in Andernach und gehören seit Jahrzehnten zu unserem Stadtbild. Ich freue mich, dass Sie diese rund 4,5 Millionen Euro in die Gesundheit der betroffenen Menschen investieren.“

WAM

Sie griffen beim offiziellen Spatenstich zum Spaten: Das Direktorium der Rhein-Mosel-Fachklinik, Staatssekretär David Langner, Dr. Gerald Gaß (Geschäftsführer des Trägers Landeskrankenhaus), Mitarbeiter und Bewohner. Fotos: WAMFO.DE

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