Wirtschaft | 06.03.2017

Seehotel Maria Laach bietet Auslandsaufenthalt

Rowena Redwanz berichtet von ihren Erfahrungen

Beim Praktikum in Frankreich halfen nette Kollegen.Privat

Maria Laach. Im Oktober 2016 hatte ich die Gelegenheit, ein dreiwöchiges Praktikum in einer französischen Pâtisserie in Tours zu absolvieren. Bei der Planung und Finanzierung des Auslandsaufenthaltes stand mir sowohl die Handwerkskammer Koblenz sowie die Organisation Erasmus helfend zur Seite. Letztere stellte mir ein Stipendium in Höhe von 900 Euro aus, mit welchem ich alle anfallenden Kosten (An- und Abreise, Wohnung, etc.) abdecken konnte. Bevor ich meine Reise nach Frankreich antrat, musste ich zunächst einige Formulare beantragen, u.a. die sogenannte „Convention de stage“. Dabei handelt es sich um eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Praktikanten, dem Arbeitgeber und der Ausbildungseinrichtung. Diese Vereinbarung klärt die rechtlichen Aspekte des Praktikums wie zum Beispiel die Länge, den Ablauf, die Inhalte, etc. und stellt darüber hinaus ein Versicherungspaket für den Praktikumszeitraum bereit. Nachdem alle Formalitäten geklärt waren, konnte die Reise nach Tours am 23. Oktober endlich beginnen. Ich war bereits voller Spannung, was mich in meinem Praktikumsbetrieb erwarten würde. Nach der zwölfstündigen Fahrt mit dem Fernbus bezog ich zunächst meine Wohnung. Meine „Gastmutter“ hieß mich willkommen und nahm mich sehr herzlich auf. Am nächsten Tag machte ich mich bereits früh morgens auf und begann meinen ersten Arbeitstag um sechs Uhr. Der Pâtissier Nicolas Léger und seine Mitarbeiter empfingen mich ebenso herzlich und ließen mich gleich zu Beginn bei der Dekoration der Torten und Törtchen mithelfen. Am Anfang eines jeden Morgen wurden die Gebäcke und Torten für den Verkauf im Laden vorbereitet und liebevoll mit frischen Beeren, selbst gemachten Schokoladendekoren, Krokant, etc. ausgarniert. Auch ein Hauch Blattgold durfte auf den Törtchen nicht fehlen. Auf kleinstem Raum wurde täglich von ca. sieben Mitarbeiten eine Vielzahl französischer Spezialitäten hergestellt. Klassiker wie die Tarte au citron, Opéra-Torte, Himbeer-Macarons, Schokoladen- Eclairs, etc. waren ebenfalls im Sortiment vertreten. Darüber hinaus wurden zahlreiche Moussetörtchen, Tartes, Petits Fours, Croissants, Brioches und zudem herzhafte Mini-Quiches und Mini-Pizzen hergestellt. Von Tag zu Tag durfte ich mehr und mehr Aufgaben selbstständig ausführen und lernte neue interessante Arbeitstechniken kennen. An zwei Arbeitstagen widmete sich das Pâtisserie-Team voll und ganz der Vorbereitung von 500 „Galettes des Rois“. Dies sind Blätterteigtorten, die mit einer Mandelcreme gefüllt werden. Sie werden am 6. Januar, dem Dreikönigstag, zur Erinnerung an die heiligen drei Könige serviert. Bis Januar stellt die Pâtisserie weitere 1500 dieser „Dreikönigskuchen“ her. Es ist Brauch, in derGalette eine Fève (dicke Bohne) genannte kleine Figur einzubacken. Wer in seinem Kuchenstück schließlich die Figur (oder die Bohne) findet, wird mit einer Pappkrone gekrönt und ist König für einen Tag. Während meines dreiwöchigen Praktikums durfte ich nach der Frühschicht (6-13 Uhr) an zwei Nachmittagen auch bei der Pralinenproduktion mithelfen. Nachdem die Pâtissiers ihre Arbeit gegen 13 Uhr beenden, beginnt für die beiden Chocolatiers erst der Dienst. Sie stellen nachmittags verschiedenste Pralinen, Schokoladentafeln- und figuren oder aber schokolierte Früchte her. Das Praktikum ermöglichte mir, einen sehr tollen Einblick in die französische Pâtisserie zu gewinnen. Von der Tortenherstellung bis hin zur Pralinenproduktion lernte ich viele typisch französische Rezepte und vor allem neue Arbeitstechniken kennen. Ich habe mich in meinem Praktikumsbetrieb sehr gut integriert gefühlt und bin sehr dankbar, für die schönen Erfahrungen, die ich in den drei Wochen sammeln konnte. Auch die schönen Stunden, die ich in meiner Gastfamilie verbringen durfte sowie die traumhafte Umgebung Tours mit den vielen Loiretalschlössern, haben meinen Aufenthalt zu einer unvergesslichen Zeit gemacht. Ich kehre nun voller Inspiration und mit vielen neuen Rezepten nach Hause und kann es kaum erwarten, das neu Erlernte auch hier anzuwenden.

Rowena Redwanz berichtet von ihren Erfahrungen

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Beim Praktikum in Frankreich halfen nette Kollegen.Fotos: Privat

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