Politik | 05.02.2013

Safer Internet Day 2013

Realschule plus Cochem ausgezeichnet

Rheinland-Pfalz ist gut aufgestellt

Rheinland-Pfalz. „Ein respekt- und verantwortungsvoller Umgang miteinander und die Einhaltung von Nutzer- und Persönlichkeitsrechten sind unerlässlich für eine sichere und kompetente Mediennutzung. Kinder und Jugendliche müssen daher mögliche Risiken und Gefahren im Netz ebenso kennen wie ihre eigenen Rechte und die Rechte anderer. Neben der Einhaltung sozialer Umgangsformen sind aus meiner Sicht vor allem Kenntnisse in punkto Datenschutz und Vertragsabschlüsse wichtig“, betonte Verbraucherschutz- und Justizminister Jochen Hartloff anlässlich des Aktionstages zum Safer Internet Day 2013 im Kongresszentrum des ZDF in Mainz.

Bei der zentralen Veranstaltung, auf der auch rund 300 Schülerinnen und Schüler das Zertifikat als „Medienscout“ erhielten, zeichnete der Minister gemeinsam mit Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann zudem sechs Schulen im Land für ihre besonders nachhaltige Medienerziehung mit dem Titel MEDIENSCOUTSCHULE.rlp aus. Diese Auszeichnung wird im dritten Jahr in Folge vergeben. Die neuen MEDIENSCOUTSCHULEN sind: die Realschule plus Cochem, die IGS Ludwigshafen-Edigheim, die BBS Wirtschaft I in Ludwigshafen, das Gutenberg-Gymnasium in Mainz und das Otto-Schott-Gymnasium in Mainz-Gonsenheim sowie die Heuss-Adenauer-Realschule plus in Oberwesel.

Bildungsstaatssekretär Beckmann betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Jugendmedienschutzes an rheinland-pfälzischen Schulen: „Die Förderung der Medienkompetenz unserer Schülerinnen und Schüler wie auch aller Lehrkräfte ist ein erklärtes Ziel der Landesregierung. Am Safer Internet Day schließen traditionsgemäß die Schülerinnen und Schüler ihre im Herbst begonnene ‚Medienscout‘-Ausbildung ab. Sie leisten in den Schulen einen überaus wertvollen Beitrag für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien durch Kinder und Jugendliche, indem sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern sowohl hinsichtlich der Mediennutzung als auch bei Problemen und möglichen Gefahren als kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Inzwischen ergänzen damit rund 1.300 Medienscouts die Arbeit der fast 2.000 Lehrkräfte, die als Jugendmedienschutzberaterinnen und -berater an unseren Schulen tätig sind und auch einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Netzwerken vermitteln.“

Hartloff hob hervor, dass soziale Netzwerke wie „facebook“ auf der einen Seite Kindern und Jugendlichen eine Vielzahl an Möglichkeiten böten, sich mit anderen auszutauschen, aber es auf der anderen Seite auch eine Vielzahl von möglichen Risiken gäbe. „Natürlich ist das umfangreiche Angebot attraktiv. Aber hinter facebook steckt ein knallhartes Geschäftsmodell. Persönliche Datenangaben und Datenspuren, die ein Nutzer im Internet hinterlässt, werden erfasst, um Werbung möglichst bedarfsgerecht auf die Interessen einzelner Zielgruppen auszurichten. Daher sollte man sich immer fragen, ob das ‚Preis-Leistungsverhältnis‘ bei der Dienstenutzung stimmt, und Daten möglichst sparsam und sicher einstellen“, unterstrich der Minister.

„Connect with respect!“

Daneben sei aber auch mehr Transparenz erforderlich, damit Nutzer selbstbestimmt entscheiden können, was mit ihren Daten geschieht. „Das Modell einiger sozialer Netzwerke beruht einzig und allein darauf, die größtmögliche Datenmenge der Nutzerinnen und Nutzern ‚aufzusaugen‘. Das geschieht leider auch weiterhin nicht mit der nötigen Offenheit. Aus Verbraucherschutzsicht kann ich nur sagen, dass wir weiter dranbleiben und die Entwicklung genau beobachten werden. Wenn es nötig ist, wird man auch gesetzlich tätig werden“, bekräftigte Hartloff.

Der rheinland-pfälzische Aktionstag zum Safer Internet Day ist Bestandteil des „Medienscout-Programms“ und somit des 10-Punkte-Programms „Medienkompetenz macht Schule“ der Landesregierung. Er bildet den Abschluss der im Vorjahr begonnenen Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Medienscouts. Diese erhalten ein entsprechendes Zertifikat, nachdem sie bestimmte Workshop-Module, die im Rahmen des SID angeboten werden, absolviert haben. In diesem Jahr nehmen alle 20 Schulen der aktuellen Runde 2012/2013 am SID teil.

Hintergrundinformation:

Der Safer Internet Day ist ein weltweiter Aktionstag für mehr Sicherheit im Internet, an dem rund 60 Länder teilnehmen. Er geht auf die Initiative der Europäischen Union und des europäischen Netzwerkes der EU, INSAFE (lnternet Safety for Europe), zurück. In Deutschland ist die Initiative „klicksafe“ Mitglied im Netzwerk. Klicksafe wird von einem von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) koordinierten Konsortium getragen. Der SID findet jedes Jahr Anfang Februar statt. Das Motto in diesem Jahr lautet „Connect with respect!“.

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