Nachruf
36 Jahre Engagement zum Wohle seiner Mitbürger
Rotkreuzler im Ahrkreis trauern um Franz-Rudolf Müller
Adenau. Die Rotkreuzler im Kreis Ahrweiler trauern um ihren Kameraden Franz-Rudolf Müller, im Kollegen- und Freundeskreis kurz Rudolf oder Rudi genannt. Rudolf Müller verstarb nach langer und schwerer Krankheit am 24. Juni. Rudolf Müller war Rotkreuzler von ganzem Herzen. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Rettungsdienst der Rettungswache Adenau engagierte er sich in seiner Freizeit auch ehrenamtlich für seine Mitbürger.
Im April 1978 wurde der gelernte Dreher Rudolf Müller ehrenamtlicher Helfer im DRK-Ortsverein Kelberg. Müller absolvierte in seiner Freizeit eine Vielzahl an Lehrgängen und bestand 1984 die Prüfung zum Rettungssanitäter. Seitdem bildete die ehrenamtliche Tätigkeit im Sanitäts- und Rettungsdienst den Schwerpunkt seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. Seine beruflichen Qualifikationen vernachlässigte er dadurch aber keinesfalls: Von 1981 bis 1983 absolvierte er in seinem erlernten Handwerksberuf die Technikerschule und vervollständigte seine handwerklichen Fertigkeiten 1989 mit der Meisterprüfung.
Aufgrund seines ehrenamtlichen Engagements im Rettungsdienst des DRK und der vorhandenen Rettungssanitäterausbildung erhielt Rudolf Müller 1990 nach Inkrafttreten des damals neuen Berufsausbildungsgesetzes die Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Rettungsassistent. 1997 verlagerte Rudolf Müller sein ehrenamtliches Engagement vom DRK-Ortsverein Kelberg in den DRK-Ortsverein Adenau und engagierte sich dort schwerpunktmäßig als ehrenamtlicher Helfer während der Großveranstaltungen am Nürburgring.
Im Jahr 1991 entschied sich Rudolf Müller, trotz bester handwerklicher Qualifikationen, sein bisheriges Hobby zum Beruf zu machen und bewarb sich um eine Stelle als Rettungsassistent beim DRK-Kreisverband Ahrweiler. Im April 1992 hing er seinen grauen Handwerksmeisterkittel an den Nagel, um fortan im Berufsleben die rote Rettungsdienstjacke des DRK zu tragen. Mit seiner herzlich-menschlichen und gleichzeitig fröhlich-lebensbejahenden Art füllte er diese Jacke bis zu seiner krankheitsbedingten Unterbrechung bis zum Ende des Jahres 2012 aus. So wie er 30 Jahre lang im Rettungsdienst in Notfallsituationen für das Leben seiner Mitmenschen kämpfte, bot er seiner eigenen Erkrankung die Stirn. Leider war es Rudolf Müller vergönnt, der in seiner ehren- und hauptamtlichen Tätigkeit beim DRK vielen Menschen das Leben rettete, seinen eigenen Kampf zu gewinnen.
Der Familienvater Rudolf Müller, der während seines gesamten Engagements ehrenamtlichen Rotkreuzhelfern und Auszubildenden im Rettungsdienst immer ein menschliches Vorbild war, hinterlässt eine große Lücke in der Gemeinschaft der Rotkreuzler und seiner Mitbürger im Ahrkreis.
