Treffen des Schuljahrgangs 1940 der Volksschule Adenau
„80 Jahre, dass muss gefeiert werden!“
Adenau. Unter dem Motto „80 Jahre…. dass muss gefeiert werden!“ trafen sich am ersten Mai-Wochenende in Adenau 15 Schulkameraden des Einschulungsjahrgangs 1940 die inzwischen alle 80 Jahre wurden.
Auf dem Programm standen Frühschoppen mit anschließendem Mittagessen im Hotel Sonnenhof.
Danach ging es mit dem Bus zur Fahrt in’n „Blaue“, die durch die schöne Eifelheimat nach Neroth in das Mausefallenmuseum führte. Hier wurde in anschaulicher Weise gezeigt, wie sich die Eifeler früher mit handwerklichem Geschick und Erfindergeist, ihr tägliches Brot verdienten. Zurück ging es anschließend vorbei am „Neuen Nürburgring“ mit Einkehr und gemütlichen Beisammensein in die Gemütliche Ecke in Adenau. Da die Zeit an diesem Tag zum Erzählen der Erlebnisse nicht reichte, wurde am nächsten Tag beim Frühschoppen weiter erzählt.
Hier wurde natürlich auch über die gemeinsame Kinder- und Jugendzeit erzählt, die teilweise im Kindergarten Adenau und anschließend mit der Einschulung in die Adenauer Volksschule begann.
Da der Jahrestag des Treffens fast genau 69 Jahre nach dem Ende des verheerenden 2. Weltkrieges war, wurde auch über diese Erlebnisse viel gesprochen. Die Schulzeit war geprägt durch die Ereignisse des 2. Weltkriegs und durch die darauf folgende Besatzungszeit nach Kriegsende. Die Schule wurde geschlossen, da hierin ein Feldlazarett eingerichtet werden musste. Leider haben nicht alle Schulkameraden und ehemaligen Lehrer diese Zeit überlebt, so kam die Schulkameradin Hilde Rieder beim Bombenangriff auf das Haus Kloninger in der Blankenheimerstraße am 5. November 1944 ums Leben. Der Lehrer des ersten Schuljahres, Josef Capitain starb beim Angriff auf die Katholische Kirche am 27. Januar 1945 und wurde erst bei den Aufräumungsarbeiten gefunden und die Schulkameradin Maria Hildenbrand, die nur wenige Minuten vor der Zerstörung der Kirche dort Schutz gesucht hatte, ist nur durch Zufall dort dem Tode entronnen. Nach einer Ausfallzeit von 15 Monaten begann dann wieder der Schulunterricht. Heute sind wir froh, denn alle haben damals eine Ausbildung und Arbeit gefunden und können heute sorgenfrei auf ein bewegtes und teilweise von Entbehrung geprägtes Leben in der Kinderzeit zurückblicken und sich glücklich schätzen in einem freien und friedlichen Land zu leben. Beim Abschluss des Treffens vereinbarte man, in zwei Jahren ein weiteres Treffen zu organisieren und hierbei noch mehr über die Erlebnisse der Kinder und Jugendzeit zu erzählen.
