Kultur- und Heimatverein Niederzissen e.V.
Adenauer Heimatpfleger zu Besuch in Niederzissen
Gegenseitige Mitgliedschaft vereinbart
Niederzissen. „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt,“ dachte sich der Vorstand des Vereins für Heimatpflege Adenau und nahm jetzt die Einladung des Niederzissener Kultur- und Heimatvereins zu einem Besuch in Niederzissen an. Im Mittelpunkt der Besichtigung standen die ehemalige Synagoge mit der neu konzipierten Ausstellung im jüdischen Museum und Henk’s Mühle.
Der Niederzissener Vorsitzende Richard Keuler begrüßte die Gäste vor der ehem. Synagoge und gab dort bereits die ersten Erläuterungen zum ehemaligen baulichen Zustand und der Gebäudeensembles in diesem Bereich der Mitteltrasse bis 1938/39. Unter Anwesenheit weiterer Vorstandsmitglieder des Niederzissener Kultur- und Heimatvereins erfuhren die Adenauer Gäste im Inneren des Gebäudekomplexes, wie sich über Jahrhunderte seit dem ausgehenden Mittelalter kontinuierlich ein großer jüdischer Bevölkerungsanteil in Niederzissen entwickelte und ein wesentlicher Bestandteil des Dorflebens war.
Dabei wies Richard Keuler auch auf die wichtigen Genisafunde vom Dachboden hin, die Grundlage und Herzstück für die neu konzipierte Ausstellung im Museumsraum sind. Anhand dieser Gegenstände lässt sich vergangenes jüdisches Leben mit seinem typischen Lokalkolorit erzählen. Sie entstammen dem Alltag der Juden und prägen bis heute jüdischen Alltag durch eigene Bräuche und Festtage. Die Adenauer Gäste waren sehr von den inhaltlichen Aussagen und der technischen Ausstattung der Ausstellung angetan und nahmen viele Anregungen mit.
Im Rahmen dieser Besichtigung unterzeichneten die Vorsitzenden Bernd Schiffarth und Richard Keuler in freundschaftlicher Verbundenheit und mit Blick auf vielfältige gemeinsame Ziele eine Vereinbarung über die gegenseitige beitragsfreie Mitgliedschaft.
Im zweiten Teil des Besuches stand Henk’s Mühle auf dem Programm, die unter Anwesenheit des Mühlenteams und unter sachkundiger Führung von Gerwig Käse in zwei Gruppen besichtigt wurde. Dabei erfuhren die Gäste bei laufendem wasserangetriebenen Mühlrad vieles über die Geschichte der Mühle und die im achten Jahr laufende Instandsetzung sowie die Funktionsweisen und Abläufe in einer Mühle.
An den Besuch in Niederzissen schloss sich eine Mittagspause im Neuen Maarhof mit anschließendem Spaziergang um das Rodder Maar an. Damit endete für die Adenauer Heimatfreunde ein erlebnisreicher Tag im Brohltal.
