Allgemeine Berichte | 01.02.2013

Das Ahrtal - ein profiliertes Rotweinanbaugebiet

Ahr-Rotweintag in Dernau

Der Weinkulturlandschaft Ahr kommt im Tourismus eine wichtige Bedeutung zu

Der Rotweinwanderweg im Ahrtal. Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

Dernau. „Tourismus und attraktive Kulturlandschaften bedingen einander. Wer wirtschaftlichen Erfolg sucht, braucht Naturräume, wie sie das Ahrtal bietet“, sagte Wirtschaftsministerin Eveline Lemke beim Ahr-Rotweintag. Sie lebt selbst an der Ahr und verwies auf die vielfältigen Möglichkeiten, das Ahrtal zu entdecken. „Aktivitäten in der Natur ziehen besonders Familien an. Der Ahr-Radfernweg oder der Nordic-Walking-Fitnesspark werden gern genutzt, und der Ahrsteig bietet neue interessante Touren“, so Lemke. Von Januar bis Oktober 2012 besuchten mehr als 400.000 Gäste die Tourismusregion Ahr mit über einer Million Übernachtungen.

Laut Statistischem Landesamt lässt sich Rheinland-Pfalz-weit im gleichen Zeitraum ein leichter Rückgang der Gäste- und Übernachtungszahlen verzeichnen, der Rückgang im Ahrtal war mit minus 1,8 Prozent bei den Gästeankünften und ebenso bei den Übernachtungszahlen aber geringer als im Landesdurchschnitt.

Zum Rotweintag an der Ahr treffen sich in Dernau Winzer und Kellermeister, Genossenschaftswinzer sowie Vertreter aus Handel, Gastronomie, Tourismus, aus Politik und Verwaltung zum Austausch. Veranstalter sind das Dienstleistungszentrum ländlicher Raum Mosel, der Weinbauverband Ahr e.V., der Weinbauversuchsring Ahr e.V. und die Ahrwein e.V.

„Dem Wein und unseren Weinkulturlandschaften kommt eine wichtige Bedeutung in unserer Tourismusstrategie zu. Heute vermarkten wir unser „WeinReich Rheinland-Pfalz“, denn Wein lässt sich hervorragend mit Kultur und Kulinarik zu touristischen Angeboten, auch mit Wandern und Radfahren, kombinieren“, so Lemke.

Bereits die Römer schätzten die klimatischen Vorteile des Ahrtals und pflanzten die ersten Reben. Heute präsentiert sich das Ahrtal als profiliertes Rotweinanbaugebiet mit hervorragendem Spät- und Frühburgunder. Die Spitzenweine der Ahr können nur mit großen Mühen in extremen Steillagen erzeugt werden. An der Ahr gibt es 559 Hektar Rebfläche, angebaut werden rote Rebsorten (Spätburgunder, Portugieser, Frühburgunder) und 85 Hektar sind Müller-Thurgau und Riesling vorbehalten. 750 Neben- und 65 Haupterwerbsbetriebe bauen an der Ahr Wein an und aus. Das Weinanbaugebiet Ahr ist das drittkleinste und das am nördlichsten gelegene von allen 13 Weinanbaugebieten in Deutschland insgesamt.

Der Rotweinwanderweg von Bad Bodendorf bis Altenahr verbindet auf mehr als 35 Kilometern Weinorte miteinander. Hier finden Besucher Romantik, urige Gemütlichkeit, hervorragende Weine und ein exklusives Speiseangebot. Die besten Gastronomen der Region arbeiten mit den Spitzenwinzern zusammen. Mit dem Ahrtalweg und dem Rotweinwanderweg verfügt die Region über zwei am Flusslauf der Ahr orientierte Hauptwanderwege. Seit Ende 2012 hat die Region mit dem AhrSteig auch einen Qualitätswanderweg. Von Blankenheim führt er – mit Anbindung an den Eifelsteig – in vier Etappen über 58 Kilometer Länge nach Altenahr, von dort zum Bahnhof Walporzheim über Bad Neuenahr-Ahrweiler nach Sinzig, wo er nach circa 25 Kilometern am Schloss endet. Über einen weiteren Weg sind der Bahnhof in Sinzig und die Rheinfähre Kripp angebunden. Es besteht eine Vernetzung mit dem RheinBurgenWeg, dem Rheinsteig und über diesen auch mit dem Westerwaldsteig. Fernziel ist es, einen durchgehenden AhrSteig von Blankenheim bis Sinzig zu schaffen.

Pressemitteilung des

Ministeriums für Wirtschaft,

Klimaschutz, Energie

und Landesplanung

Der Rotweinwanderweg im Ahrtal. Foto: Rheinland-Pfalz-Tourismus / Dominik Ketz

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