Allgemeine Berichte | 26.03.2015

Traditioneller Zunfttag der Hammerzunft

Alte Bücher und Urkunden bleiben in Adenau

Die einzelnen Bauphasen des Zunftbrunnens wurden von Hermann Lehmann (r.) und Walter Romes (3.v.r.) in Wort und Bild festgehalten. Alle, die organisatorisch und baulich an diesem Kleinod mitgearbeitet haben, bekamen als Anerkennung den Bildband.

Adenau. Zum traditionellen Zunfttag der Hammerzunft traf man sich in der Pfarrkirche in Adenau, wobei man im Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Rainer Justen, der lebenden und verstorbenen Zunftbrüder der Hammerzunft gedachte. Bei der anschließenden Jahresversammlung begrüßte der Archivar und Organisator der Hammerzunft Hermann Lehmann die Zunftbrüder in der Komturei, wobei er ganz besonders Neumitglied Markus Schleich begrüßte, der als 44. Mitglied in die Zunft aufgenommen wurde. Im weiteren Verlauf der Versammlung bedankte er sich bei den aktiven Helfern, die viele Arbeitsstunden bei der Errichtung des Zunftbrunnens geholfen haben; ohne deren Einsatz wäre der Zunftbrunnen nicht in so kurzer Zeit vollendet worden.

Als Dank für den unermüdlichen Einsatz überreichte Hermann Lehmann ein Fotobuch, worin die einzelnen Bauphasen in Wort und Bild festgehalten sind, an Walter Romes, Günter Nett, Willi Kiesewalter Hans Beyer, Heinz Setzlach, Heinz Römer sowie an die Organisatoren der Gerber- und Wollenweberzunft Walter Bell und Josef Thelen. In diesem Zusammenhang lobte Hermann Lehmann die sehr gute Zusammenarbeit unter den Adenauer Zünften. Das Projekt „Zunftbrunnen“ hätte gezeigt, was die Grundsätze der drei Zünfte bedeuten, die da lauten: „Einigkeit macht stark“, Gerberzunft, „An Gottes Segen ist alles gelegen“, Wollenweberzunft, und „Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis“, Hammerzunft.

Mit diesen Grundsätzen wurde der Zunftbrunnen 2010 geplant und konnte nach neunmonatiger Planung und Bauzeit bereits im April 2011 mit einer feierlichen Einweihung der Öffentlichkeit übergeben werden.

Zum neuen Zunftmeister für das Jahr 2015 wurde Dieter Becker ernannt, der nun Nachfolger von Willi Schüller ist. Ihm wurden die Insignien der Zunft, Fahne Hut und Schärpe von Jungmeister Heinz Römer überreicht.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Archivierung der alten Zunftbücher und Urkunden, die zurzeit bei den einzelnen Zünften in den Zunfttruhen aufbewahrt werden. Hierbei einigte man sich nach einer längeren Diskussion sowohl bei den Mitgliedern der Hammerzunft wie auch bei den anwesenden Vertretern der Gerberzunft, Walter Bell, und der Wollenweberzunft, Josef Thelen, dahingehend, dass die Bücher und Urkunden aus den Jahren 1647, 1648 und 1746 in Adenau bleiben sollen und in einem zunfteigenen Tresor im Rathaus der Verbandsgemeinde aufbewahrt werden. Bernd Schiffarth versprach, über den endgültigen Standort mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde zu sprechen. Die alten Zunfttruhen sollen jedoch im Heimatmuseum in der Zunftabteilung ausgestellt werden. Diese Lösung wurde von der Versammlung bei einer nachfolgenden Abstimmung ohne Gegenstimme angenommen.

Nach der Abarbeitung der Tagesordnung saß man noch lange in gemütlicher Runde, blätterte im Fotoalbum, welches von Hermann Lehmann mit Texten von Walter Romes zusammengestellt worden war und ließ sich die traditionellen Schößchen mit Limburger bei einem Glas Bier munden.

Neuer Zunftmeister der Wollenweber ist Dieter Becker; von Jungmeister Heinz Römer (r.) erhielt er Hut und Schärpe. Links Neumitglied Markus Schleich.SES

Neuer Zunftmeister der Wollenweber ist Dieter Becker; von Jungmeister Heinz Römer (r.) erhielt er Hut und Schärpe. Links Neumitglied Markus Schleich.Fotos: SES

Die einzelnen Bauphasen des Zunftbrunnens wurden von Hermann Lehmann (r.) und Walter Romes (3.v.r.) in Wort und Bild festgehalten. Alle, die organisatorisch und baulich an diesem Kleinod mitgearbeitet haben, bekamen als Anerkennung den Bildband.

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