Lokalsport | 20.05.2015

43. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens am Nürburgring

Audi triumphiert mit neuem R8 LMS

Auf Rang fünf kam als bester Mercedes der Black Falcon SLS AMG GT3 ins Ziel

Das Team des Porsches 997 GT3 CUP von RTR von links: Dominik Brinkmann, Marc Hennerici, Stefan Rössel und Alex Autumn mit Teamchef Karl-Heinz Teichmann(Mitte). BURG

Nürburgring. In einem von Favoritenausfällen geprägten Rennen gewinnen Nico Müller (Schweiz), Christopher Mies (Heiligenhaus), Edward Sandström (Schweden) und Laurens Vanthoor (Belgien) mit dem neuen AUDI R8 des belgischen WRT-Teams die 43. Auflage des 24h-Rennens auf dem Nürburgring.

156 Runden in 24 Stunden

Vor 200.000 Zuschauern sicherte das Fahrerquartett nach 156 Runden auf der 25,378 Kilometer langen Gesamtstrecke des Nürburgrings, der Ingolstädter Marke nach 2012 und 2014 den dritten Sieg beim prestigeträchtigen Langstreckenmarathon. Im Ziel lagen die Audi-Piloten nach 24-Stunden nur knappe 41 Sekunden vor Maxime Martin (Belgien), Lucas Luhr (Koblenz), Markus Palttala (Finnland) und Richard Westbrook (Großbritannien), die den BMW Z4, des Teams von Marc-VDS eine Runde vor dem Porsche GT3 R von Falken Racing ins Ziel brachten. Pilotiert wurde der Zuffenhausener Sportwagen von Peter Dumbreck (Großbritannien), Wolf Henzler (Nürtingen), Alexandre Imperatori (Schweiz) und Martin Ragginger (Österreich). Komplettiert wird der Teamerfolg von Marc-VDS durch den 4. Rang ihres zweiten BMW Z4.

Black Falcon auf Platz fünf

Auf Rang fünf kam als bester Mercedes der Black Falcon SLS AMG GT3 ins Ziel und sorgte damit für Schadensbegrenzung bei den ansonsten durch Unfälle gebeutelten SLS Teams. Das Topauto von Black Falcon schied nach dem Verlust eines Rades aus, die weiteren Flügeltürer von Zakspeed, Haribo und Rowe mussten nach Unfällen die Segel streichen. Nicht besser erging es den beiden Werks-Bentley Continental GT3. Die Bentley-Ehre retteten Marco Seefried, Clemens Schmid (beide Österreich), Harald Primat (Schweiz) und Christopher Brück (Köln) die auf Rang acht ins Ziel kamen. Von 151 gestarteten Fahrzeugen sahen am Ende 102 die Zielflagge.

Spektakuläre Drifts

Die rund 30 siegfähigen Teams von Audi, BMW, Bentley und Porsche begeisterten bereits am Trainingstag, bei zum Teil noch regnerischen Bedingungen, die Zuschauer mit einem ständigen Wechsel im Kampf um die schnellste Trainingszeit. Hatten am Ende des Qualifying noch drei BMW und ein Mercedes SLS, die Nase vorne, so konterte die Audi-Fraktion im Verlauf des Rennens. Besonders spannend wurde es bereits in der zweiten Rennstunde, sechsmal wechselte die Führung. Zusätzlich sorgte ein Regenschauer für spektakuläre, allerdings ungewollte Drifts bei einer Reihe von Fahrzeugen. Nach fünf Stunden war es erneut einsetzender Regen, der die Reifenwahl zum Glücksspiel machte. Die richtige Wahl traf das heimische Audi Sport Team Phoenix, die damit die Führung übernehmen konnten. Der Vorsprung auf das zweitplatzierte Frikadelli-Racing Team im Porsche 911 GT3 R betrug zu diesem Zeitpunkt 13,868 Sekunden. Die Porschebesatzung konnte den Vorsprung aber wettmachen und die Führung übernehmen, bevor das Drama um 23 Uhr für das Team aus Barweiler seinen Lauf nahm. Kurz nach Ablauf der siebten Rennstunde blieb die erwartete Zieldurchfahrt des Porsches aus. Der Franzose Patrick Pilet war mit einem anderen Fahrzeug kollidiert und hatte dabei den Porsche so stark beschädigt, dass eine Fortsetzung des Rennens nicht mehr möglich war. Die Vorjahressieger des Team Phoenix Racing im Audi R8 LMS erbten damit erneut die Führung, bis ein Crash im Pflanzgarten auch das Aus für die Titelverteidiger bedeutete. Auch der zweite Phoenix Audi fiel einem Unfall zum Opfer.

Nach 15 Stunden 15 Führungswechsel

Als der Tag nach 15 Rennstunden erwachte, hatte der BMW Z4 GT3 vom Team Marc VDS die Führung übernommen. Es folgte der Porsche 911 von Falken Motorsports und der Audi R8 LMS des WRT Teams. In Summe hatte es bis zu diesem Zeitpunkt 15 Führungswechsel gegeben. Ab diesem Zeitpunkt dominierten diese drei Fahrzeuge das Renngeschehen, ohne dass es jedoch an Spannung verlieren sollte. Im Gegenteil 20. Mal wurde die Führung in den verbleibenden neun Stunden noch einmal gewechselt, bevor bei Fallen der Zielflagge der Rückstand von 41 Sekunden des zweitplatzierten BMW der knappste Zieleinlauf des 24h-Rennens besiegelte.

Licht und Schatten

Neben dem unglücklichen Rennverlauf für die Teams von Frikadelli und Phoenix Racing hielt das Rennen auch für die Piloten der weiteren lokalen Teams Licht und Schatten bereit. Neben der besten Platzierung ihres SLS in der Gesamtwertung durfte das Team von Black Falcon mit den Siegen in den Klassen V6 und SP7 auch das Prädikat des erfolgreichsten lokalen Mannschaft für sich verbuchen. Auch die weiteren Positionen in der mit 19 Startern besetzten Klasse, der über 400PS leistungsstarken Fahrzeuge wurden von den Porschebesatzungen aus dem Umfeld des Nürburgringes dominiert. Den zweiten Platz in dieser Klasse sicherten sich Frank Kräling (Winterberg), Marc Gindorf (Monaco), Connor de Phillippi (USA) und Klaus Abbelen (Barweiler) mit einem Porsche GT Cup America vom Frikadelli Racing. Auf Rang drei folgte der Porsche 997 GT3 CUP von Raceunion Teichmann Racing mit Alex Autumn (Adenau), Marc Hennerici und Stefan Rössel (beide Mayen) sowie Dominik Brinkmann (Dortmund). In der Nacht musste auch das Adenauer Team eine Schrecksekunde hinnehmen. Marc Hennerici: "Ich hatte beim Überrunden eine leichte Kollision, dabei wurde der linke Hinterreifen beschädigt. Auf dem Weg zurück zur Box hat der defekte Reifen die Karosserie etwas beschädigt, daher gab es leider einen längeren Stopp." Eine Pause die am Ende dem Team eine noch bessere Platzierung verwehren sollte. Noch schlimmer erwischte es die Mannschaft des Eifelblitz. In Führung liegend verunfallte der BMW M235i Racing in den Morgenstunden. Auch wenn die Mechaniker vom Team Scheid-Honert Motorsport (Kottenborn) die Schäden schnellstens beseitigten, verlor das Team doch viele Positionen und erreichte am Ende noch als 6. in der BMW CUP Wertung das Ziel.

Vorschau

Die 44. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens wird vom 26. bis 29. Mai 2016 auf der Nürburgring-Nordschleife ausgetragen. Das Motorsport-Highlight in der Grünen Hölle findet damit am Fronleichnamswochenende statt.

Der siegreiche Audi R8 LMS.

Der siegreiche Audi R8 LMS.

Mit Rang 5 belegte der Flügeltürer von Black Falcon das beste Ergebnis der heimischen Teams.

Mit Rang 5 belegte der Flügeltürer von Black Falcon das beste Ergebnis der heimischen Teams.

Das Team des Porsches 997 GT3 CUP von RTR von links: Dominik Brinkmann, Marc Hennerici, Stefan Rössel und Alex Autumn mit Teamchef Karl-Heinz Teichmann(Mitte). Fotos: BURG

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