Traditionelles Anlassen auf dem Nürburgring
Beim Anlassen mit Gottes Segen brachen die Biker alle Rekorde
Nürburgring. Was vor 15 Jahren mit gerade mal ein paar hundert Bikern auf dem Nürburgring begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zur Großveranstaltung und am Sonntag waren es dann weit über 15.000 Biker, die den Weg in die Eifel gefunden hatten, um sich zum Saisonstart „Gottes Segen“ beim traditionellen Anlassen im Fahrerlager des Nürburgrings abzuholen. Bereits sehr früh füllte sich der riesige Platz im Fahrerlager mit Motorrädern und allem, was dieser Kategorie zuzuschreiben ist. So weit das Auge reichte, reihten sich die Maschinen aneinander und die Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer fanden schnell zu Gesprächen zusammen; es schien, als ob alle Motorräder der Republik den Weg zum Nürburgring gefunden hätten. So boten die Organisatoren an verschiedenen Punkten ein Rahmenprogramm, zu dem auch die Polizeischule Rheinland-Pfalz mit ihrer Motorradstaffel gehörte und eindrucksvolle Vorführungen bot, immer im Blickwinkel der Sicherheit auf den Straßen - gerade jetzt, wo viele Biker ihre Maschinen herausgeholt haben und erste Fahrten unternehmen. Aber auch die Deutsche Verkehrswacht, TÜV Rheinland, der ADAC und auch die Notfallseelsorge waren mit Informationsständen vertreten und beim DRK-Blutspendedienst kamen die Biker in den Bus, um ihr Blut zu spenden und da waren es im Laufe des Tages eine ganze Menge, zeigten sich die DRK-Helfer zufrieden. Den Höhepunkt der Veranstaltung, bevor es im Korso raus auf die Piste, direkt in die „Grüne Hölle“ ging, bot der ökumenische Gottesdienst, zu dem der Pfarrer der Gemeinde Nürburg, Dechant Klaus Kohnz, seinen evangelischen Amtsbruder Pfarrer Thorsten Hertel von der evangelischen Kirchengemeinde Adenau sowie direkt aus dem Bistumssitz Trier Weihbischof Jörg Peters begrüßte. Vor dem Gottesdienst suchte Weihbischof Peters das Gespräch mit den Bikern und dazu gehörte auch der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Guido Nisius, der selbst auch mit seiner Maschine angereist war, so wie sein Amtsvorgänger Hermann-Josef Romes. Der ökumenische Gottesdienst wurde musikalisch von den fünf Musikern „Der Nächste Bitte“ oder ganz kurz „DNB“ aus der Umgebung von Remscheid gestaltet, die bereits im dritten Jahr mit ihren christlichen Texten dabei waren. Weihbischof Jörg Peters hielt die Predigt und freute sich über einen so großen Zuspruch, dass der gesamte Vorplatz mit Bikerinnen und Bikern ausgefüllt war und bei der Kollekte griffen alle in ihre Taschen, um für die „Dauner Tafel“ zu spenden. Dann war es endlich soweit und eine nicht enden wollende Motorradschlange begab sich zum Korso über die Nordschleife, angeführt von der Polizei und ganz vorne dabei Bürgermeister Guido Nisius. Als die Ersten bereits zurück waren, wollte die Schlange immer noch nicht enden, da draußen auf allen Parkplätzen die Biker auf den Moment der Korsofahrt gewartet hatten und so waren es bestimmt weit mehr als die von der Polizei geschätzten 15.000 und somit ein wahres Rekordergebnis, was auch die zahlreichen Zuschauer entlang der Nordschleife erfreute.
Der ökumenische Gottesdienst fand mit Dechant Kohnz , Pfarrer Hertel sowie Weihbischof Peters statt.
Motorrad an Motorrad
