Allgemeine Berichte | 03.04.2015

Imkerverein Wershofen ist in der Vorbereitungsphase

Bienen werden aktiver bei warmen Temperaturen

Wershofen. „Es muss doch Frühling werden“ - drückt der Dichter hier Verzweiflung oder trotzige Hoffnung aus? Weckte die frühlingshafte Wärme im Vormonat bei uns zu schnellen Optimismus? Kaum bewies die März-Sonne während der vergangenen Tage in wenigen Stunden ihre Kraft, schon summten die ersten Bienen in den wenigen Blüten der Gärten. Zwar ist der Winter überstanden und der kalendarische Frühlingsbeginn vorbei, dennoch befinden sich die Bienenvölker immer noch in der schwierigen Zeit der „Durchlenzung“.

In diesen Tagen erleben wir ein eher herbstliches Intermezzo als eitlen Sonnenschein. Dem garstigen Wetter können wir dennoch die Worte Geibels entgegen halten: „Blast nur ihr Stürme, blast mit Macht, mir soll darob nicht bangen. Auf leisen Sohlen über Nacht kommt doch der Lenz gegangen“.

Auch bei den Bienen vollzieht sich die Entwicklung im verborgenen Dunkel der Stöcke. Die Königin hat mit den steigenden Außentemperaturen ihre Legetätigkeit verstärkt, die ersten Generationen der Jungbienen sind schon geschlüpft. 40 Tage dauert es, bis aus ihnen die „Rennpferde und Lastenträger“ der ersten Tracht geworden sind, wenn das große Blühen beginnt. Im Normal-Jahr ist dies Ende April bis Anfang Mai der Fall. Wenn es den Völkern gelingt, einige Tage Weidentracht zu nutzen, erleben sie eine sprunghafte Aufwärtsentwicklung. Noch sind die Weiden nicht voll erblüht. „Zwar gibt es schon vorher Polleneintrag aus anderen Pflanzen, aber erst mit der Weidenblüte beginnt die Phase der Durchlenzung, also der Wechsel von den Winter- zu den Sommerbienen.

Die Winterbienen erbringen eine letzte Höchstleistung, führen das Volk in die Aufbauphase, wechseln mit dem Schlupf der Jungbienen in den Außendienst und sammeln noch etwa zwei Wochen Pollen, Nektar und Wasser“. Mehr noch als im März bereitet sich der Imker im April auf den ersten Höhepunkt der imkerlichen Saison vor: Vorbereitung der erforderlichen Erweiterungsbeuten, der benötigten Rähmchen (10 pro

Volk), der Bodenbretter. Die schönen Stunden boten die Möglichkeit, eine erste Übersicht über die Völker zu gewinnen: Beurteilung der jeweiligen Volksstärke:

Zu schwache Völker auflösen oder vereinigen?

Ungeduldige Imker wollen die Aufwärtsentwicklung der Völker beschleunigen, entdeckeln eine Futtterwabe und rücken diese unmittelbar an das Brutnest, um die Königin noch stärker zur Eiablage zu bewegen.

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