Allgemeine Berichte | 14.05.2014

Katholische Frauengemeinschaft Wershofen-Ohlenhard

Bischof Juan Carlos war zu Gast

Die Frauengemeinschaft spendet seit 1990 einen Teil des Verkaufserlöses vom Weihnachtsbasar.privat

Wershofen. Kürzlich besuchte Bischof Juan Carlos Plasencia Vera aus Peru die Katholische Frauengemeinschaft Wershofen-Ohlenhard. Sein Bruder Eduardo, der in Spanien lebt, und Schwester Maria Lucie von den Herz-Jesu-Missionaren aus Münster begleiteten ihn. Seinen einwöchigen Deutschlandaufenthalt nutzte er dazu, sich einmal persönlich und seine Projekte, die schon seit vielen Jahren von der Gemeinschaft unterstützt werden, vorzustellen.

Er ist bereits seit 2005 als Bischof in der Prälatur Caraveli in Südperu als Missionar tätig. Da seine Prälatur sowie er selber keine Einkünfte hat, ist er unbedingt auf Spendengelder angewiesen, damit er nachfolgende Einrichtungen aufrechterhalten kann.

Dazu zählt das einzige Heim für behinderte Kinder in Südperu, ein weiterführendes Internat „Kleines Seminar Pius X“ für Jungen aus den entlegenen Bergdörfern, die sonst keine Möglichkeit haben, eine weiterführende Schule zu besuchen. Er unterstützt eine bischöfliche Schule in Caraveli am Sitz der Prälatur, genannt „Colegio San Miguel“, die Kindern einen Abschluss, dem hiesigen Abitur vergleichbar, ermöglicht.

Ein besonderes Anliegen sind dem Bischof die Familien, die durch das Familienpastoral unterstützt werden. Er erläutert, dass aus intakten Familien eher Kinder Ordens- und Pastoralberufe ergreifen werden. Seine Arbeit ist überaus vielfältig. Die großen Entfernungen zwischen den Ortschaften in seinem Zuständigkeitsbereich sind sehr groß. So führt er auf seinen Reisen im übertragenen Sinn einen „Notfallkoffer“ bei sich, der Decken und Medikamente enthält. Oft wird er auch spontan um Hilfe gebeten, beispielsweise um Krankentransporte in die weit entfernten Krankenhäuser zu bezahlen. Dazu muss man wissen, dass es in Peru keine Sozialversicherung gibt und die Kirche manchmal die einzige Hilfe für die Menschen ist. Der Vortrag wurde sehr anschaulich anhand einer Präsentation gehalten, sodass sich die Anwesenden ein Bild von der Situation in Caraveli machen konnten. Aufgrund der Initiative des ehemaligen Pfarrers aus Wershofen, Pater Krämer, spendet die Frauengemeinschaft seit 1990 einen Teil des Verkaufserlöses vom Weihnachtsbasar in die Prälatur Caraveli, seit 2005 direkt an Bischof Juan Carlos. Die Mitglieder konnten sich vom Fortschreiten der Sozialarbeit in der Region überzeugen und wissen, dass die Spendengelder in ihrem Sinn eingesetzt werden.

Die Frauengemeinschaft spendet seit 1990 einen Teil des Verkaufserlöses vom Weihnachtsbasar.Foto: privat

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