Allgemeine Berichte | 02.09.2015

Johanniterstadt Adenau feierte 46. Heimatfest

Das Heimatfest und die Kirchweih Johannes der Täufer gehören zusammen

Durch die ganze Stadt hatten die Marktstandbetreiber ihre Stände aufgebaut

Das Heimatfest und die Kirchweih Johannes der Täufer gehören zusammen

Adenau. Traditionell verabschiedet sich der Monat August in der Johanniterstadt Adenau mit dem Heimatfest, das in diesem Jahr bereits 46 Mal erfolgreich gefeiert wurde.

Gleichzeit wird aber auch das Patronatsfest mit dem Schutzheiligen der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer gefeiert und da drehten sich auf der gesamten Kirchstraße auch wieder die Fahrgeschäfte für klein und groß, wo auch die Kirmesbuden die Gäste anlockten.

Offizielle Eröffnung mit Fassanstich

Bereits am Freitagabend hatten die Feuerwehrleute zu Tanz und Musik in ihre festlich dekorierte Feuerwehrhalle eingeladen, um so das Heimatfest einzuläuten. Ganz offiziell wurde es dann am Samstagabend als Stadtbürgermeister Arnold Hoffmann mit dem Fassanstich das 46. Heimatfest eröffnete, wobei die Kreissparkasse zu ihrem 150.jährigen Geburtstag das Bierfass spendiert hatte. Zuvor jedoch griffen die Musikerinnen und Musiker vom Fanfarencorps Rot-Weiß Adenau zu ihren Instrumenten und gaben so musikalisch den Takt an. Für eine ausgelassene Stimmung auf dem historischen Marktplatz sorgte anschließend die Gruppe „Rumble Five“ mit Rock’n’Roll zum Mittanzen. Zur Kirchweih gehörte am Sonntagmorgen der feierliche Gottesdienst in der Pfarrkirche mit den Fahnen und Standarten der Adenauer Zünfte sowie der Vereine und danach durfte wieder in der ganzen Stadt gefeiert werden, denn die war für den Autoverkehr gesperrt und zur Flaniermeile umfunktioniert.

Verkaufsoffener Sonntag mit Flaniermeile

Begonnen mit der Autoausstellung am Autohaus Rausch endete die Flaniermeile mit der Ausstellung der Motorräder an Zweirad Schmitz und wer weiter ins Gewerbegebiet Broel oder dort zu den Parkplätzen wollte, der konnte den kostenlosen Busshuttle in Anspruch nehmen. Ein Besuch lohnte sich ebenfalls im Gewerbegebiet „Am alten Wehr“ mit dem Möbelhaus Schweitzer und Glas Stenz. Durch die ganze Stadt hatten die Marktstandbetreiber ihre Stände aufgebaut und boten ihre Waren feil, wobei auch der Einzelhandel ab Mittag zum verkaufsoffenen Sonntag eingeladen hatte. Immer wieder zwischen den Marktständen Imbissbuden mit kulinarischen Genüssen von der einfachen Bratwurst bis zur edlen Lachsvariante oder dem leckeren Backschinken vom Stand der „Villa am Buttermarkt“ sowie das kühle Bier oder der erlesene Wein alles war im Ausschank. Die Stadtbücherei war ebenso geöffnet wie das Heimat-, Zunft- und Johannitermuseum und gaben so einen Einblick in ihre vielfältige Arbeit und auf der Bühne am Marktplatz unterhielt das Stadtorchester Stadt Adenau mit seiner Musik die zahlreichen Heimtatfestbesucher. Aber auch Infostände und Aktionen für den sozialen Zweck konnten die Heimatfestgäste besuchen. Bei der Kreissparkasse wurde für die „Lichtbrücke“ gerubbelt und am Secondhand-Laden saß die Sprecherin von der Aktion „Die vergessene Generation, Kriegskinder erinnern sich“ Gertrud Heckmann mit dem Zeitdokument, in dem Kochrezepte aus Hungerszeiten dokumentiert sind. So bot sie das kleine Kochbuch mit dem Blick in Mutters Kochtopf zu Hungerszeiten an, das bereits nach kurzer Zeit in der 2. Auflage erschienen ist. Am Autohaus Rausch waren es wie immer die Damen vom Arbeitskreis evangelischer und katholischer Frauen, die für das Friedensdorf wieder den Basar für selbst gefertigte Artikel bestückt hatten und zum Imbiss einluden und das wie immer für den guten Zweck. In der Komturei hatten die kfd Damen wieder das Café eingerichtet und luden ebenfalls für den guten Zweck zum Waffelessen mit der leckeren Tasse Kaffee ein. Aber auch die Adenauer Tafel „Markt für Leib und Seele“ füreinander miteinander warb um ehrenamtliche Mitarbeiter und Spenden mit einem Infostand mit Glücksrad. Anders als bei der Tafel Deutschland üblich, werden hier in Adenau beim „Markt für Leib und Seele“ zwei Drittel der Spenden für den Zukauf von Lebensmitteln verwendet, die somit in die Ausgabe kommen und nur ein Drittel für Verwaltungsaufwand. So ist das Heimatfest, das vom Gewerbeverein organisiert wird, auch immer ein Fest der Hilfe und Information, bei der die verschiedensten Aktionen angeboten werden.

„It’s Countrytime"

Der Montag und somit letzte Tag des Heimatfestes begann am Nachmittag mit Musik und guter Laune am Marktplatz mit „Walking Shoes“, die mit ihrer Musik meinten „It’s Countrytime" in Adenau und die zog sich dann auch bis in den Abend als „De Wömbe Jonge“ dann den Schlusspunkt bildeten und zur großen Abschlussparty aufspielten.

Heimatfest am Marktplatz.Fotos: Norbert Ulrich

Gertrud Heckmann verkaufte das kleine Zeitdokument Kochrezepte aus Hungerszeiten.

Auch musikalische Highlights wurden präsentiert.

Adenauer Tafel mit Glücksrad und viel Information beim Heimatfest.

Das Heimatfest und die Kirchweih Johannes der Täufer gehören zusammen
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Leckerer Backschinken von der Villa am Buttermarkt.

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