Allgemeine Berichte | 28.04.2026, 16:49 Uhr

Vulkan in der Eifel: Erkenntnisse zum Laacher See überraschen Forscher

Laacher See. Neue Studie stellt bisherige Vulkan-Theorie in der Eifel infrage

Einst ein brodelnder Vulkan – heute ein beliebtes Ausflugsziel: Der Laacher See in der Eifel.
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Glees. Heute ein beliebtes Ausflugsziel in der malerischen Landschaft der Eifel, ist der Laacher See ein Überbleibsel des größten Vulkanausbruchs in Mitteleuropa der jüngeren Erdgeschichte. Doch wie genau ist der See eigentlich entstanden? Genau dieser Frage gehen Forscher bereits seit Jahren nach. Sie wollen dem Eifelvulkan im wahrsten Sinne auf den Grund.

Nun liefert eine neue Studie Erkenntnisse: Das Magma unter dem Laacher See entstand offenbar deutlich tiefer als bislang angenommen. So berichtet es erdbebennews.de

Laacher See: Neue Studie verwirft bisheriges Vulkan-Modell

Lange gingen Wissenschaftler davon aus, dass sich unter dem Laacher See eine große Magmakammer in etwa fünf bis acht Kilometern Tiefe befand. Über Jahrtausende hinweg sollte sich dort Magma gesammelt haben, bevor es zum Ausbruch kam.

Wie das Fachportal erdbebennews.de schildert, habe sich dieses Bild nun gewandelt. Eine neuen Studie, unter der Leitung von Michael Förster (Australian National University), stellt die bisherigen Annahmen in Frage.

Demnach fand ein großer Teil der Magmenentwicklung vermutlich in deutlich größeren Tiefen von mehr als 15 Kilometern statt. Erst viel später als angenommen, sei dann ein Teil der Magma nach oben aufgestiegen. Dies belegen der Berichterstattung zufolge geochemische Untersuchungen.

Komplexes Magmasystem unter dem Vulkan in der Eifel

Die Studie verändert den Blick auf den Laacher See und dessen Entstehung grundlegend. Statt einer einzelnen großen Magmakammer gehen die Wissenschaftler nun von einem komplexen, mehrstöckigen System aus.

Demnach existierten mehrere Magmenreservoire in unterschiedlichen Tiefen, die miteinander verbunden waren. Diese speisten schließlich eine flachere Magmakammer direkt unter dem heutigen Laacher See, aus der es zum Ausbruch kam.

Vulkan-Monitoring: Wieso die neuen Erkenntnisse wichtig sind

Für die Forschung und das Monitoring des Vulkans bringt ist neue Studie von großer Bedeutung.

Sie zeigen, dass nicht nur Prozesse in oberflächennahen Magmakammern entscheidend sind, sondern auch Vorgänge in deutlich tieferen Bereichen der Erdkruste.

Um die Aktivität des Vulkans besser einschätzen zu können, müsse daher das gesamte System betrachtet werden – und nicht nur die Frage, ob sich direkt unter dem Laacher See Magma sammelt.

RRO / Quelle: erdbebennews.de

Einst ein brodelnder Vulkan – heute ein beliebtes Ausflugsziel: Der Laacher See in der Eifel. Foto: pixabay.com

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