„Depression und Selbsthilfe“
Veranstaltung in der Komturei Adenau fand regen Zuspruch - Dr. Tholen-Rudolph referierte
Adenau. Regen Zuspruch fand die Veranstaltung „Depression und Selbsthilfe, denn ca. 70 Personen kamen in der Komturei in Adenau zusammen, um sich über die Krankheit „Depression“ zu informieren. Dr. Tholen-Rudolph, Chefärztin der Dr. von Ehrenwallschen Klinik Ahrweiler beschrieb in ihrem Fachvortrag das Krankheitsbild und die Symptome einer Depression und ging in diesem Zusammenhang auch auf das schwierige Thema Suizid ein. Behandlungsmöglichkeiten wurden ebenso skizziert wie wichtige Elemente im Umgang mit der Krankheit. Wie Dr. Tholen-Rudolph, so unterstrich auch Dr. Elsner, Sprecher des Bündnisses gegen Depression Rhein-Ahr-Wied, in seinem Grußwort die Bedeutung der Selbsthilfe und des Erfahrungsaustausches Betroffener in der Begleitung und Ergänzung einer therapeutischen Behandlung. Sehr guten Zuspruch fanden auch die Ausführungen der Selbsthilfegruppe Horizont aus Mayen und der Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (WeKISS), die anschaulich darstellten, was eine Selbsthilfegruppe ausmacht, wie sie gegründet werden kann und arbeitet. Positiv wurde von den Teilnehmern des Abends die Möglichkeit zu Gesprächen mit den Referenten und verschiedenen Fachdiensten bewertet und wahrgenommen. „Es ist gut, sachgerechte und zuverlässige Informationen zu bekommen“, so sagte es ein Teilnehmer und eine Teilnehmerin bemerkte weiter „und es ist wichtig zu wissen, wo man sich gegebenenfalls auch Hilfe holen kann“.
„Es war richtig und gut, dass wir das Thema „Depression und Selbsthilfe“ ins Bewusstsein der Öffentlichkeit geholt haben“, so resümieren die Initiatoren der Veranstaltung: Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann, Pastoralreferentin Elisabeth Hauröder und Stephan Lung, Leiter des Gemeindepsychiatrischen Betreuungszentrums Adenau. Sie begrüßen gemeinsam das erste Treffen einer „Selbsthilfegruppe Depression“, das in Kürze in Adenau stattfinden wird. „Den genauen Termin und Ort können wir noch nicht sagen, aber es wird bald sein“, so die Initiatoren. Die WeKISS wird die Selbsthilfegruppe in der Anfangsphase begleiten und unterstützen und daher können sich weitere Interessierte auch dort telefonisch unter (0 26 63) 25 40 oder per Mail (wekiss@gmx.de) melden. „Alle, die bereits ihr Interesse mitgeteilt haben, werden persönlich zur Gründungsversammlung eingeladen, aber wir werden den Termin auch in der Zeitung veröffentlichen, damit auch dann noch Betroffene dazu kommen können“, so versprach es Frau Peters, die Vertreterin der WeKISS.
