Die Not der Katzen wächst – Helfer stoßen an ihre Grenzen
Die Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel sind seit dem Frühjahr im Dauereinsatz
aus Schalkenbach
Kreis Ahrweiler. „Wie soll das noch weitergehen?“, fragt sich Andrea Brezina, 1. Vorsitzende der Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e. V.
Die Katzenschutzfreunde sind so sehr im Dauereinsatz wie nie zuvor. Um die Dimension der aktuellen Situation greifbar zu machen, sprechen einige Zahlen für sich: Derzeit werden rund 90 Katzen beherbergt und versorgt – darunter allein 55 Kitten. Die Zahl der Fund- und Kittenmeldungen hat einen Höchststand erreicht. Die Belastungsgrenze ist erreicht, auch die vielen scheuen, zu zähmenden Katzen müssen zeitintensiv und lange betreut werden, bis sie bereit für die Vermittlung sind. Gleichzeitig stehen zahlreiche Katzen auf der Warteliste, die dringend Hilfe benötigen, derzeit aber noch nicht versorgt werden können.
Die Arbeit des Vereins verteilt sich auf verschiedene Teams: das Katzenhaus-Team in Schalkenbach, das „Fang-Team“, das Katzen einfängt und sichert, das Hotline-Team, das unzählige Anfragen bearbeitet, sowie die vielen privaten Pflegestellen – derzeit 20 an der Zahl. Die Helferinnen und Helfer gehen bei ihrem Einsatz für die Tiere vielfach an ihre körperlichen und psychischen Grenzen.
Wie viel Arbeit hinter der Rettung einer einzelnen Katze steckt, zeigt beispielsweise eine „Sicherungs-Aktion“. Von der Beobachtung des Fundortes durch ehrenamtliche Helfer des Vereins, über das Einrichten und Versorgen von Futterstellen bis hin zum eigentlichen Sichern braucht es oft viele Stunden, Geduld und Erfahrung. Unzählige Kilometer werden gefahren.
Die wichtigste Lösung liegt in der Kastration. Daher fordern die Katzenschutzfreunde die flächendeckende Einführung einer Kastrationspflicht für Freigängerkatzen. Denn solange sich weiterhin unkastrierte Katzen unkontrolliert vermehren, wird auch das Tierleid weiter zunehmen. Und so lange werden die Katzenschutzfreunde ihren unermüdlichen Einsatz fortsetzen. Dafür brauchen sie Unterstützung aus der Bevölkerung: durch Geld- und Sachspenden, durch Fundmeldungen, die Übernahme einer Pflegestelle oder durch ein engagiertes Mitwirken im Verein.
Denn Katzenschutz findet nicht nur in Tierheimen statt. Viele Katzen werden von privaten Initiativen und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern versorgt, die diese Aufgabe zusätzlich zu ihrem eigenen Alltag übernehmen. Sie sind dabei dringend auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.
Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Unterstützung finden Sie unter
www.katzenschutzfreunde.de
Hotline: 02646-915928, info@katzenschutzfreunde.de,
Spendenkonto: Volksbank RheinAhrEifel e. G., IBAN DE61 5776 1591 0416 1258 00
Kitten an Futterstelle Foto: Katzenschutzfreunde
gerettete Kitten Foto: Katzenschutzfreunde
Kitten im Wald Foto: Katzenschutzfreunde