Tradition in Aremberg
Dreifaltigkeitsfest mit Brotsegnung in Aremberg
aus Müsch
Aremberg. Nach der heiligen Messe in der Kirche St. Nikolaus in Armberg folgte die traditionelle Brotsegnung, eine Prozession zog von der Kirche zu einer Statio an der Schutzengelkapelle. Das Fest der Heiligen Dreifaltigkeit hat im kirchlichen Leben der Pfarrei einen besonderen Stellenwert. Es wird berichtet, dass in früheren Zeiten infolge von verheerenden Unwettern große Schäden in der Eifel entstanden. Wundersamerweise blieb die Gemarkung Aremberg hiervon jedoch weitestgehend verschont. Dies ermöglichte den Arembergern die Bevölkerung umgebender betroffener Orte zu unterstützen, die infolge des Ernteausfalls an großer Hungersnot litten.
Aus Dankbarkeit für den Schutz Gottes findet jeweils am Sonntag nach Pfingsten, am Dreifaltigkeitssonntag, an der Station der Kreuzigung Christi, einige hundert Meter von der Schutzengelkapelle entfernt, eine Brotsegnung statt. Das am Bildstock niedergelegte Brot wird gesegnet. Wurde die Ernte und das Brot seinerzeit unter die Armen verteilt, heute hat die Zeremonie eher symbolische Bedeutung. Die Solidarität der Habenden mit den nicht Begüterten soll versinnbildlicht werden, die Gemeinschaft der Gläubigen zum Ausdruck gebracht werden. Teils wird das Brot vor Ort verzehrt, teils mit nach Hause genommen und aufbewahrt. Es wird mit Nachbarn geteilt, frühr wurde es auch an krankes Vieh gefüttert. Der Ursprung der Dreifaltigkeitsprozession mit der Brotsegnung geht wahrscheinlich zurück auf den Gründer der Schutzengelbruderschaft, Pastor Laurentius Sprüncker, von 1663 bis 1720 Pfarrer in Aremberg.
Text und Fotos: Werner Dreschers
Andacht an der Schutzengelkapelle Foto: Werner Dreschers
Von der Schutzengelkapelle suf dem Weg zum Bildstock, an dem das Brot gesegnet wird Foto: Werner Dreschers
Fürbitten und Segnung der Brote am Bildstock durch Pfarrer Dr. Rainer Justen Foto: Werner Dreschers
