Schreinermeister
Ehren-Obermeister Robert Klein feiert runden Geburtstag
aus Müsch
Hoffeld. Seinen 80-jährigen Geburtstag feierte vor wenigen Tagen Robert Klein aus Hoffeld. Er ist Schreinermeister aus Leidenschaft, blickt auf die Stationen seines Berufslebens zurück. Er und seine Vorfahren, seine Familie haben sich ganz der Schreinerei gewidmet. Auch Vater Josef und Bruder Werner haben den Beruf ausgeübt. Stolz zeigt der Jubilar eine Sammlung von Auszeichnungen und Ehrungen, die er in seinem Berufsleben erhalten, er erläutert die Meisterbriefe und Auszeichnungen. Er hat sie in seiner Werkstatt, die noch eingerichtet ist, ausgestellt.
Da gibt es selbstverständlich die Urkunden zur Gesellenprüfung und zur Meisterprüfung, auch zu Betriebsjubiläen. Erinnerungen werden wach für Robert Klein, die Schreinerei Klein ist seit 95 Jahren ein Begriff. Zum 90-jährigen Betriebsjubiläum hatte der Fachverband Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz gratuliert. Besonders stolz ist Robert Klein auf den Goldenen Meisterbrief, der ihm von der Handwerkskammer in Koblenz im Jahre 2021 verliehen wurde. 50 Jahre Schreinermeister, das ist schon eine besondere Leistung. In der Zeit hat er den Beruf in allen Facetten kennengelernt.
„Ich habe 26 junge Menschen ausgebildet“, sagt er mit erkennbarem Stolz, „sie haben einen Beruf erlernt, der so vielseitig ist, der viel Freude bereitet“. In der Tat, gerade das Schreinerhandwerk verbindet handwerkliche Tradition mit der Moderne, Holz ist ein lebendiger Werkstoff, der vielfältige Bearbeitungenzulässt. Der Schreinerberuf hat Perspektive, verbindet Innovation und Kreativität, längst haben auch moderne Bearbeitungsmethoden ihren Weg in die Handwerksbetriebe gefunden, runden die Handarbeit und ihren hohen Qualitätsstandard ab. Und Robert Klein fügt hinzu, wie wichtig es ist, „dass man seinen Beruf mit ganzem Herzen und mit Leidenschaft ausübt. en. „Das ist mir glücklicherweise gelungen, ich bin in diesem Beruf aufgegangen“, bestätigt er mit Kopfnicken, und er wirkt tatsächlich ein wenig emotional bewegt. Am 1. Juli 1971 starte Robert Klein in sein Berufsleben, die Schreinerei, damals vom Vater geführt, bot eine ideale Voraussetzung. Sicher war die Ausbildung im väterlichen Betrieb sogar ein besonderer Anreiz. Zeichnete sich vielleicht aufgrund dieser Ausgangslage der besondere Ehrgeiz aus, mit dem Robert Klein seinen Beruf anging, immer bestrebt, noch mehr zu lernen, noch gründlichere praktische Erfahrungen zu sammeln und später weitergeben zu dürfen?
Die Gesellenprüfung absolvierte Robert Klein damals in Ahrweiler, zur Meisterprüfung zog es ihn bereits von der Eifel nach Köln, wo er am 2. November 1971 die Prüfung ablegte. Robert Klein übernahm später den väterlichen Betrieb, baute ihn konsequent aus zu einem überregional angesehenen Handwerksbetrieb. Sein handwerkliches Können war überall sehr geschätzt, seine Ausbildungsarbeit wurde stets hoch anerkannt. Als Bestätigung seiner beruflichen Qualifikation empfand er die Zulassung als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger der Handwerkskammer Koblenz.
Später zunächst stellvertretender Innungsobermeister in den Jahren 1993-1998, wurde er schließlich Obermeister der Schreiner-Innung Koblenz, versah dieses Amt von 1999–2016. Zahlreichen Lossprechungsfeiern im Innungsbereich verlieh er duch die gehaltvolle Inszenierung der Feiern einen besonderen Ausdruck. Wegen seiner engagierten Amtsausführung wurde ihm später die Auszeichnung als Ehren-Obermeister verliehen. Auch hierauf blickt er mit Stolz zurück. Die Schreinerei Klein ist seit 95 Jahren ein Begriff in der Branche. Zum 90-jährigen Betriebsjubiläum hatte der Fachverband Leben Raum Gestaltung Rheinland-Pfalz eine Ehrenurkunde überreicht.
Robert Klein hat sich seit vielen Jahren auch sozial engagiert, mit besonderem Einsatz widmet er sich der Arbeit der Krebshilfe, insbesondere der Kinderkrebshilfe. Durch zahlreiche persönliche Aktionen hat er hohe Spendenbeträge für die gute Sache generieren können. „Ich möchte dazu beitragen, dass den krebsbetroffenen Menschen geholfen wird, das ist mir ein großes Anliegen“, betont er.
Hat man bei so viel Engagement noch Zeit für Hobbys? „Ja“, lacht Robert Klein, „ich war immer begeisterter Radfahrer“. Ein weiteres Hobby ist seine Leidenschaft für Holland, dort weilt er nach dem aktiven Berufsleben mehrmals im Jahr, genießt die Landschaft und ist angetan von der dortigen Lebensweise und Mentalität, „die Menschen sind einfach oft so erfrischend unkompliziert, das gefällt mir“, berichtet er und schwärmt von seinen Aufenthalten im Nachbarland.
Zahlreiche Glückwünsche zum runden Geburtstag begleiten Robert Klein, Verwandte, viele Freunde und Weggefährten wünschen ihm weiter ein gesundes und gutes Leben. Und mancher Geselle ist froh, dass er seinerzeit mit Robert Klein einen Meister gefunden hat, der ihm den Weg in den Beruf gewiesen hat, ihm die Vorzüge einer soliden wie zukunftsorientierten Ausbildung ermöglicht hat.
Robert Klein war stets sozial engagiert, besonders für krebskranke Kinder generierte er hohe Spendengelder Foto: Werner Dreschers
Rückblick auf ein erfülltes Berufsleben, Robert Klein hat sorgfältig Meisterbriefe, auch seiner Verwandten, und Urkunden zusammengestellt Foto: Werner Dreschers
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Robert Klein war jahrelang Obermeister der Schreiner-Innung im Kreis Ahrweiler Foto: Werner Dreschers