Allgemeine Berichte | 13.12.2015, 19:00 Uhr

HwK Koblenz und Ministerin Lemke ehrten Sieger aus dem Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks

Ehrgeiz und Können überwältigen

Die siegreichen Gesellinnen und Gesellen des Leistungswettbewerbs 2015 des deutschen Handwerks aus dem Kammerbezirk Koblenz mit Ministerin Eveline Lemke und HwK-Präsident Kurt Krautscheid (l). Foto: Klaus Herzmann
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Koblenz. „Ich kann nur sagen, dass mich Ihr Ehrgeiz, Ihr Können und Durchhaltevermögen überwältigen. Ich bin froh, hier bei Ihnen sein zu können“, begrüßte Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, auch im Namen von Hauptgeschäftsführer Alexander Baden und des Vorstands der HwK, die Sieger des diesjährigen Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks im Zentrum für Ernährung und Gesundheit (ZEG). „Ihr persönlicher Einsatz im Leistungswettbewerb auf Kammer-, Landes- oder Bundesebene, Ihr Können und Wissen um das Handwerk sind die Basis für den Erfolg. Sie haben sich als Beste unter Gleichen durchgesetzt. Aber außerordentliche Leistungen sind nur dann möglich, wenn man über sich hinaus wächst“, so der Kammerpräsident. Im Rahmen einer Feierstunde in Anwesenheit von Eveline Lemke, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz, und bedeutenden Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie zahlreicher Vertreter des Ehrenamtes erhielten die Gesellen zusammen mit ihren Ausbildern die hart erarbeiteten Urkunden als Lohn für außergewöhnliche Leistungen. Die Ehrungen nahmen Ministerin Eveline Lemke und HwK-Präsident Kurt Krautscheid vor.

Überzeugende Bilanz

141 Gesellinnen und Gesellen aus Rheinland-Pfalz haben sich in diesem Jahr dem Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Landesebene in 68 Berufen gestellt. Nach Abschluss der Innungs- und Kammerwettbewerbe sind 39 Kammersieger angetreten. Aus diesen sind sechs dritte Landessieger, 12 zweite Landessieger und sieben erste Landessieger hervorgegangen! Vier erste Bundessieger kommen aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz. Es sind die Verkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Bäckerei, Katharina Oerter, der Goldschmied Daniel Friedrich, der Glaser, Fenster und Glasfassadebau, Adrian Meier, und die Mediengestalterin Digital und Print, Konzeption und Visualisierung, Adriana Frey. Zweiter Bundessieger wurden die Estrichlegerin Mona Leidig, der Metallbildner, Gürtler- und Metalldrücktechnik, Johannes Zerres und Steinmetzin und Steinbildhauerin Jennifer Lynn Ellis. Dennis Frank, Informationselektroniker, Bürosystemtechnik, kann sich über den dritten Platz auf Bundesebene freuen.

Beruflich am Ball bleiben

Kurt Krautscheid legte den jungen Gesellinnen und Gesellen ans Herz: „Bleiben Sie am Ball! Schreiten Sie mit dem gleichen Enthusiasmus voran. Das Ende ist noch nicht erreicht. Alles ist für Sie möglich und alles steht Ihnen offen. Aber nur, wenn Sie nicht stagnieren! Daher mein Rat an Sie: Bilden Sie sich permanent weiter. Setzen Sie den Weg, den Sie eingeschlagen haben, fort. Den Weg des lebenslangen Lernens. Dieser Weg ist sicher nicht immer einfach. Von Zeit zu Zeit kann er auch steinig und schwer sein und Ihnen reichlich Kraft abfordern. Doch es wird nicht umsonst sein und Sie werden an Ihren und mit Ihren Aufgaben wachsen.“

Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung

Wirtschaftsministerin Eveline Lemke dankte in ihrem Grußwort den Junghandwerkern, die mit „überdurchschnittlichem Engagement Hervorragendes geleistet haben und im wahrsten Sinne erstklassig sind“. „Sie sind lebendiges Beispiel für die Leistungsfähigkeit des Handwerks“, so die Ministerin. Sie betonte, dass „hervorragend ausgebildete Fachkräfte ein großer Wettbewerbsvorteil für das Land sind“. Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin stellte erneut die duale Ausbildung im Handwerk als Erfolgsgeschichte heraus. „Wir müssen Schülern und Eltern aufzeigen, dass eine Ausbildung einen qualitativ guten Start ins Berufsleben ermöglicht und mit guten beruflichen Perspektiven verbunden ist.“ Zentraler Punkt ist für die Ministerin die „gelebte und akzeptierte Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung“. Als Geselle oder Meister an die Uni? In Rheinland-Pfalz sei die Durchlässigkeit gegeben. „Sie alle haben das Zeug für eine Karriere mit Lehre. Sie können noch mehr. Leistung zu zeigen ist das Prinzip der Gesellschaft“, wandte sich die Ministerin an die Gesellinnen und Gesellen. In diesem Zusammenhang ging Lemke auf den Erfolg der Meisterqualifikation ein, der in der Ausbildungsbereitschaft und Ausbildungsqualität zu sehen sei. „Wir werden nicht einen Zentimeter von unserer Position für den deutschen Meisterbrief abweichen.“ Eveline Lemke bekräftigte, dass man in Rheinland-Pfalz weiter für die duale Ausbildung eintreten und die Attraktivität des Handwerks in den Vordergrund stellen werde. Ein wichtiger Schritt sei dabei die Berufs- und Studienorientierung in der 8. Klasse, die zukünftig auch an Gymnasien erfolge.

Dank an Leistungswettbewerb-Wegbereiter

In seinem Schlusswort dankte Alexander Baden auch den Ausbildungsbetrieben, Berufsschullehrern und Mitgliedern der Prüfungskommission für ihren Einsatz. Der HwK-Hauptgeschäftsführer lud die Gäste zum gemeinsamen Feiern ein. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte Joachim Streit mit Band. Der Mentalist Marc Hagenbeck sorgte mit dem Deuten von Körpersprache und Gedankenlesen für so manche Überraschung.

Pressemitteilung Handwerkskammer Koblenz

Die siegreichen Gesellinnen und Gesellen des Leistungswettbewerbs 2015 des deutschen Handwerks aus dem Kammerbezirk Koblenz mit Ministerin Eveline Lemke und HwK-Präsident Kurt Krautscheid (l). Foto: Klaus Herzmann

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