„Lebendiges Millennium“ in der Verbandsgemeinde Adenau
Ein Markt der Möglichkeiten
Adenau. Eine Gruppe von engagierten Bürgern hatte sich mit der intensiven Unterstützung der Verbandsgemeinde Adenau über mehrere Jahre mit den Zielen der Vereinbarungen der Vereinten Nationen von 2000 zur Bekämpfung der weltweiten Armut beschäftigt. In diesem Jahr sollte das ehrgeizige Ziel eigentlich erreicht sein, jedoch wird es - wie auch beim Fußball - in die Verlängerung gehen und eine weitere Halbzeit bis ins Jahr 2030 geben, sicherlich auch mit offenem Ende.
So stand das Wochenende ganz im Zeichen der Hilfe. Dazu gehörten verschiedene Aktionen, die am Sonntag in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer sowie im Anschluss im Atrium der Kirche ihren Abschluss fanden. Begonnen wurde am Sonntagmorgen mit einem Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Dr. Rainer Justen unter Mitwirkung der Kinder der Kindertagesstätte Adenau. Im Anschluss hatten die Gottesdienstbesucher sowie die Besucher der Aktionen ausreichend Gelegenheit, sich in der Kirche und im Atrium, dem Vorhof der Kirche, an den verschiedenen Ständen zu informieren. In der Kirche selbst gab es drei Stationen, an denen Themenbereiche präsentiert wurden.
Zum einen war es der ehemalige Stadtbürgermeister Bernd Schiffarth als Initiator der Adenauer Lichtbrücke, der im Lichtbildvortrag über das Gesundheitswesen in Asien mit konkreten Beispielen referierte. Weiter gab es einen Film aus der ZDF-Serie „37°“ mit Bildern zum Thema „Armut“, unter anderem in Asien. Eine lockere Fragerunde begleitete die Ausstellung im hinteren Teil der Pfarrkirche von „Help - Hilfe zur Selbsthilfe“, bei der Jugendpfleger Jürgen Schwarzmann und Winfried Sander als Mitglieder der Millenniumsgruppe referierten.
Im Atrium konnte gegen eine Spende „Fingerfood im Glas“ als sogenanntes Solidaritäts-Essen probiert werden. Auch die verschiedenen Fair-Trade-Artikel am Stand konnten erworben werden. Ganz in der Sache der Bekämpfung der Armut und der Hilfe hatte auch die Adenauer Tafel als Verein für Leib und Seele einen Infostand aufgebaut, um für Spenden zu sensibilisieren und die Notwenigkeit der direkten Hilfe vor Ort darzustellen. Auch mit dabei mit ihren Aktionen waren die Kindertagesstätte Adenau, der Arbeitskreis evangelischer und katholischer Frauen „Friedensdorf Oberhausen“, die Flüchtlingshilfe, der Caritas-Migrationsdienst sowie die katholische Kirchengemeinde Adenau und amnesty international (Kreisgruppe Ahrweiler). Alle zusammen bildeten den Abschluss des „Lebendigen Millenniums“ in der Verbandsgemeinde Adenau, das bestimmt auch die nächste Halbzeit bis ins Jahr 2030 starten wird.
Der Aktionsstand der Kita Adenau.
