Allgemeine Berichte | 18.06.2013

Der „Addene Jong“

Eine Hommage an die Stadt Adenau und ihre Bewohner

Seit Menschengedenken gehört das Lied „Addene Jong“ zum Karneval in Adenau

Geschäftsstellenleiter Christian Frings (l.) und Marktbereichsleiter Christoph Frings (r.) überreichten einen Scheck über 2.500 Euro an Präsident Eddy Rausch (m.) und die Vorstände Thomas Sebastian (2.v.r.) und Hans-Jürgen Schunck (2.v.l.) am vorgesehenen Aufstellort am Marktplatz in Adenau. Dreschers

Adenau. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts hat der Adenauer Volksschullehrer Herschbach der damaligen Adenauer Jugend ein musikalisches Denkmal gesetzt. Kein Auftritt im Rahmen des Adenauer Karnevals ist heute denkbar, ohne dass dieses Lied von allen, nicht nur Karnevalisten, mitgesungen wird. Die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Adenau 1959 e.V. hat schon im Jahre 2009 versucht, die Figur des „Addene Jong“ weiter im Bewusstsein der Gesellschaft zu verankern und damals einen realen Bürger der Stadt Adenau mit dem Ehrentitel „Addene Jong“ ausgezeichnet. Frohsinn und Humor verbunden mit sozialem Engagement waren damals die Grundlagen für diesen Titel. Damals reifte auch bei den Verantwortlichen der Karnevalsgesellschaft die Idee heran, diese fiktive Figur aus dem regionalen, städtischen Brauchtum mit einer „realen“ Figur für die nächsten Generationen zu verewigen. Ein Denkmal müsste es sein, ähnlich den kölschen Brauchtumsfiguren „Tünnes & Schäl“, mitten auf dem Marktplatz, sichtbar für alle. So geisterte die Idee in den Köpfen. Einige Jahre hat es gebraucht, dann haben die Karnevalisten sich tatsächlich daran versucht. Ein regionaler Künstler wurde mit ersten Entwürfen beauftragt, ein Standort wurde gesucht, die notwendigen Genehmigungen beantragt. An zentraler Position in Adenau auf dem Marktplatz kann eine solche Figur ein Anlaufpunkt sein, um sich als Tourist oder Einwohner mit der vielfältigen Geschichte der 1000-jährigen Johanniter-Stadt zu beschäftigen. Viele andere Punkte der großartigen Stadtgeschichte findet der geneigte Besucher bereits in Adenau, vom Kreuzweg über die stählernen Kunstwerke von Bernhard Müller-Feyen, vom Marktbrunnen über den Zunftbrunnen oder das Separisten-Denkmal bis hin zum „Kollesack“ in der Kollengasse. Diese Aufzählung ist ganz sicher nicht vollständig. In diesen bunten Reigen kann sich die Figur des „Addene Jong“ einreihen und die Attraktivität der Stadt um eine augenzwinkernde Facette aus dem Brauchtum bereichern. Der Kreuzberger Künstler Rudolf P. Schneider hat die lebensgroße Figur des „Addene Jong“ erschaffen, ausgeführt wird sie als Bronze-Metallguss in einer Kölner Bronzegießerei. Rudolf P. Schneider, in Oberammergau ausgebildeter Bildhauer und Restaurator aus Kreuzberg/Ahr hatte bis 1996 sein Atelier hier in Adenau. Seine Werke sind in Berlin und Hamburg ausgestellt und die Karnevalsgesellschaft ist stolz, dass ein so renommierter Künstler sich der Idee angenommen und sie umgesetzt hat. Seine Interpretation des „Addene Jong“ vereint die Eifeler Gemütlichkeit mit der Verschmitztheit des Eifeler Bauern geradezu ideal. Wer mag, kann gerne versuchen, eine Ähnlichkeit zu ihm bekannten Personen herzustellen. Ob es ihm gelingt, liegt einzig im Auge des Betrachters. Die Karnevalsgesellschaft würde sich wünschen, dass sich viele in diesem Kunstwerk wiedererkennen, denn Brauchtum und Karneval gehören zu den Bürgern und ihrer Geschichte, sie alle sind darin aufgewachsen und ein Teil davon. Die Finanzierung eines solchen Vorhabens stellt eine kleine Karnevalsgesellschaft natürlich vor große Probleme. Alleine aus Mitgliedsbeiträgen ist eine derartige Figur nicht zu stemmen, daher hat sich die Gesellschaft an verschiedene Institutionen der Region gewandt und um Mithilfe gebeten. Neben einer großzügigen Zuwendung des Landkreises Ahrweiler konnte auch die Kreissparkasse Ahrweiler für dieses Vorhaben begeistert werden.

Geschäftsstellenleiter Christian Frings (l.) und Marktbereichsleiter Christoph Frings (r.) überreichten einen Scheck über 2.500 Euro an Präsident Eddy Rausch (m.) und die Vorstände Thomas Sebastian (2.v.r.) und Hans-Jürgen Schunck (2.v.l.) am vorgesehenen Aufstellort am Marktplatz in Adenau. Foto: Dreschers

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