Allgemeine Berichte | 22.06.2026

Große Einweihung: Ahr-Radweg zwischen Walporzheim und Mayschoß jetzt auch befahrbar

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen, des ADAC, die Walporzheimer Weinkönigin, Tanja Lindener mit Prinzessin Isabella Fischenich, den DB-Aufbauleiter der Ahrtalbahnstrecke, Christian Sauer, Touristiker, und der Zukunft Mittelahr sowie Stefan Koch begrüßen. Außerdem zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordete. Allen Beteiligten bescheinigte Stefan Schmitt eine gute Zusammenarbeit: „Wieder ein Stück Ahrtal, das Mut macht.“ Eingesegnet wurde der neue Radweg vom evangelischen Pfarrer Friedemann Bach (Bad Neuenahr) sowie Pfarrer Robert Görres (Altenahr/Rech). Bevor Stefan Schmitt jedoch „Anradeln frei“ gab, folgten Ausführungen von Landrätin Cornelia Weigand, Staatssekretär Markus Wolff vom Mainzer Landes-Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr in Rheinland-Pfalz sowie Staatssekretärin Dr. Claudia Stutz vom Bundes-Verkehrsministerium. Der Bundes-Verkehrsminister, Patrick Schnieder, hatte seine geplante Teilnahme kurzfristig absagen müssen.

Mut und Lob

Dr. Stutz verbreitete Mut, und verteilte Lob: Nach dem wiederhergestellten Teilstück zwischen Walporzheim und Laach sei jetzt wieder ein wichtiger Schritt gemacht worden. Jeder Meter Straße und Schiene, jede Brücke, jeder Weg der zurückkehre, zeige: Es gehe voran. Gemeinschaft sei stärker als jede Zerstörung. Das heiße zum Beispiel, dass die neue Bahnstrecke wieder aufgebaut und elektrifiziert wurde. Folge seien bessere und schnellere Verbindungen sowie weniger Lärm. Der Radweg habe jetzt eine Breite von 3,00 Metern (vorher 2,5 m). Dies schaffe mehr Sicherheit und Komfort für Fahrradfahrer und Fußgänger, besonders an stark befahrenen Stellen und bei Begegnungsverkehr. Alle Maßnahmen seien Investitionen in die ganze Region.

Tolles Projekt

Auch Staatssekretär Markus Wolf vom rheinland-pfälzischen Ministerium des Innern, für Integration und für Verkehr machte Mut. Er betonte ebenso, dass dieser Radwg weit mehr als ein Stück Infrastruktur sei. „Es ist ein weiteres Zeichen dafür, dass der Wiederaufbau im Ahrtal voranschreitet.“ Dies habe der neue rheinland-pfälzische Ministerpräsident, Gordon Schnieder, bereits bei seinem Amtsantritt deutlich gesagt. Der Bund habe dieses Projekt finanziert - und der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM) geplant und gebaut. Wolf danke allen, „die an dem tollen Projekt betreiligt waren und sind, allen voran dem Bundesministerium für Verkehr, welches das Projekt mit 14 Millionen Euro finanziert hat.“

Der Ahrweiler Landrätin, Cornelia Weigand, war die Freude anzusehen und anzumerken. Jedoch begann sie mit der Ausgangssituation: Die Flutkatastrophe im Sommer 2021 habe „unendliches Leid in unsere Heimat gebracht.“ Bald jähre sich die Flutkatastrophe zum fünften Mal. „Auf diesem, unserem arbeitsreiche Weg in die neue Normalität motivieren große Meilensteine wie die Inbetriebnahme der Ahrtalbahn im letzten Dezember genauso, wie die Rückkehr früher selbstverständlich geglaubter Normalität, was mit Kraft und Freude erfüllt.“ Eine solches Stück Verständlichkeit sei früher der Ahrtal-Radweg gewesen. „Jenseits des Verkehrs, als einzige Strecke fast ohne Steigung, dafür mit unvergesslichen Ausblicken. Sie hat uns Einheimische jeden Tag entlang der Ahr verbunden, von weit hinter Fuchshofen bis zum Rhein. Ganz zu schweigen von den vielen Touristen, die diesen Radweg geliebt haben. Denn er hat die Abwechslung, Faszination und Schönheit unserer Heimat zugänglich gemacht.“ Nach Abschluss der offiziellen Veranstaltung gab Stefan Schmitt die Strecke zum „Anradeln“ frei.

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“. Foto: WTE

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