Allgemeine Berichte | 17.01.2013

Eine abendliche Reise nach Alaska mit Tierfilmer Andreas Kieling

Rotary Club Adenau-Nürburgring spendete 1.000 Euro für Eulenschutz-Projekt

Eine abendliche Reise nach Alaska mit Tierfilmer Andreas Kieling

Adenau. Am Vorabend hatte der Tierfilmer Andreas Kieling noch vor 1.000 Zuhörern referiert, jetzt war er auf Einladung des Rotary Clubs Adenau-Nürburgring nach Adenau gekommen und begeisterte gut 50 Zuhörer im Landhaus Sonnenhof. „Meine menschliche Sichtweise habe ich beim Filmen abgelegt“, brachte der durch zahlreiche Expeditionen und Tierfilme bekannte Abenteurer das Erfolgsrezept seiner Arbeit auf den Punkt. Er stelle sich vielmehr stets die Frage: „Was sieht das Tier in mir?“

Faszinierende Zahlen und Fakten

Kieling zeigte und kommentierte seinen 50-minütigen Film über Alaska, für den er vier Jahre Drehzeit gebraucht hatte. Er faszinierte mit Daten und Fakten - „ein Alaska-Elch kann bis zu einer Tonne Lebendgewicht haben“ -, zeigte einmalige Bilder von kämpfenden Moschusochsen und berichtete vom „Generationenvertrag“ der Lachse. Alaska bietet im Winter bis zu minus 65 Grad Celsius, um in den wenigen warmen Sommerwochen mit bis zu 35 Grad plus aufzuwarten. Kieling machte anhand der dortigen Tierwelt anschaulich, was das für das Überleben bedeutet und mit welchen Tricks die Tiere dort agieren müssen. Seine Arbeit als Tierfilmer sei immer auch mit einem Risiko verbunden. „Kleine Fehler können fatale Folgen haben“, betonte Kieling; Ärzte seien hunderte Kilometer entfernt. Ein Einbruch in Eiswasser wäre dabei gefährlicher als der mögliche Angriff eines wilden Tieres. Beides konnte er auf dem Konto seiner langjährigen Erfahrungen in der Wildnis bereits verbuchen.

Wohnsitz: Eifel

Auf die Frage nach dem Ursprung für seine Begeisterung für Natur und Tiere musste er selbst schmunzeln: „Wir hatten nicht einmal einen Wilddieb in der Familie.“

Seit 30 Jahren lebt der gebürtige Thüringer in der Eifel. Er stellte in Aussicht, im nächsten Jahr erneut bei Rotary über die nicht minder faszinierende Tierwelt der Eifel zu berichten und den ersten je gefilmten Keilerkampf zu zeigen. Die Gäste und Mitglieder des Rotary Clubs Adenau-Nürburgring zeigten ihre Faszination und Begeisterung mit atemloser Stille und höchster Aufmerksamkeit. Andreas Kieling erhielt aus den Händen von Präsident Stefan Hammes einen Spendenscheck in Höhe von 1.000 Euro für ein von ihm begleitetes Eulenschutz-Projekt.

Eine abendliche Reise nach Alaska mit Tierfilmer Andreas Kieling

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