KG Rot-Weiß Adenau
Eine grandiosen Galasitzung
Adenau. Bereits seit der Sessionseröffnung dreht sich das Motto der KG Rot-Weiß Adenau im Kreisel an „Stenze Eck“ im Wind und verkündet allen die Verbundenheit zur Johanniterstadt „Met öch - für Adde“. Ausgedacht von Claus-Peter Linnarz setzte Mike Henneberger das Motto glanzvoll um, das auch den diesjährigen Orden und die Narrhalla schmückt. Diese Verbundenheit spürte die KG Familie auch am vergangenen Samstagabend, als mit der Galasitzung in der ausverkauften Hocheifelhalle die fünfte Jahreszeit ausgerufen wurde.
Mit Pauken und Trompeten
Lautstark, mit Pauken und Trompeten hielt die KG Einzug, wobei direkt nach dem Fanfarenzug die Standarte mit dem charmanten weiblichen 11. Regiment und den Funken folgten. Und dann kamen sie, die Herren vom Elferrat, in ihren weißen Sakkos und mittendrin Sitzungspräsident Thomas Sebastian sowie der Präsident der KG Eddy Rausch. Mit kräftigem Adde Alaaf und Klatschmarsch füllte sich die Narrenbühne auf der die Juniorfunken mit ihrem Tanz die Sitzung eröffneten. Hier ist Marcel Vollmann seit einigen Jahren der Hahn im Korb bei all den Funkenmariechen mit Laura Baune, Carina Cläsgens, Lena und Linda Hilberath, Kim Hoffmann, Franziska und Katharina Lehmann, Laura Müller sowie Julia Schmitt.
Flotte Tänze
Ihre flotten Tänzen hatten sie über viele Wochen mit Nadine Christoffer und Nathalie Romes einstudiert, die für ihre Arbeit den Orden vom Sitzungspräsident und das Bützchen vom Präsidenten erhielten, wobei von den Narren und Jecken in der Hocheifel Narrhalla lautstark die Zugabe gefordert wurde. Unter all den Gästen konnte Sitzungspräsident Sebastian viele treue Begleiter der Adenauer Saalfastnacht begrüßen, zu denen auch der Urvater der KG, Charly (Karl-Heinz Korden) die Abordnung der Ostermann Gesellschaft direkt aus der Karnevalshochburg Köln und verschiedene KG Abordnungen aus der Region gehörten. Die Mitarbeiter der Adenauer Volksbank waren mit ihrem Oberpiraten Direktor Herbert Thelen an Bord.
Wie ein Wunder im "Sesam öffne dich"
In ihrer 54-jährigen Geschichte der KG Rot-Weiß Adenau gab es gleich zwei Mitglieder die auf eine 50-jährige Vereinszugehörigkeit zurück blicken konnten und dafür gab es die Goldene Ehrennadel verbunden mit der entsprechenden Urkunde, überreicht vom Präsidenten und Sitzungspräsidenten, die wie ein Wunder „im Sesam öffne dich“ auf die Bühne traten. So wurde Paul Mönch mit der Goldenen Nadel ausgezeichnet und da Bernhard Gehlen verhindert war, wird die Ehrung zum späteren Zeitpunkt nachgeholt. Beide waren den Narren noch als Aktive auf der Narrenbühne gut in Erinnerung die über viele Jahre hinweg die Lachmuskel in Bewegung gehalten hatten. Für den Präsidenten Eddy Rausch gab es aber noch eine weitere Ehrung vorzunehmen und so wurden Arno Gabel und Heinz Reddig in den Stand der Ehrensenatoren erhoben.
"Ein scharfer Schuss zur rechten Zeit..."
Nach soviel Ehre war der Adenauer Reporter „Hermann Hurtig“, Altbürgermeister alias Bernd Schiffarth nicht aufzuhalten und getreu seinem Motto „ein scharfer Schuss zur rechten Zeit schafft Ruhe und Beharrlichkeit“, feuerte er humorvoll und mit spitzer Zunge seine Pfeile direkt auf die Zwerchfelle und Lachmuskeln der Jecken im Saal. Nach zwei Jahren Bühnenabstinenz konnte Schiffarth geradezu aus dem Vollen schöpfen, da sich die Ereignisse in der Johanniterstadt, der Region und am Nürburgring förmlich überschlagen hatten. So bekamen viele ihr Fett weg und da wurde auch die Landes- oder Bundespolitik nicht verschont und zur Schließung des „badenova“ blieb dem Reporter Herman Hurtig nur das Kopfschütteln und die Feststellung, dass hier doch nur ein Dachschaden vorlag. Die Stadtsoldaten Kelberg schickten ihr Funkenmariechen Lena Krämer auf die Bühne, das erst nach einer Verlängerung wieder von den Narren entlassen wurde.
„Schwarz-weiß tanzt heiß“
Einst bekannt unter dem Begriff „gelb ruut bützt joot“ wechselten die Damen Ilse Weber, Elisabeth Stenz, Astrid Rausch, Renate Emons und Martina Sion nicht nur seit nun fünf Jahren ihr Motto sondern kamen auch immer im Farbenspiel der Gefühle auf die Bühne, diesmal als „schwarz-weiß tanzt heiß“ und das ganz zur Freude der bunt kostümierten Narrenschar. Das der Tanz auch gleich im fünfer Pack gelingt, das bewiesen die Damen mit Bravour und ernteten dafür tosenden Beifall und mit dreimal Adde Alaaf sowie dem Orden der KG freuten sie sich bestimmt auf das nächste Wochenende, wenn sie wieder als Schachbrett die Bühne der Prunksitzung rocken. Dann wechselten sich Gesang, Büttenreden und Tanz auf der Bühne ab wobei sich die Gruppe „Eifelfeuer“ mit Jörg Nett, Frank Caspers, Jörg Scheid und Guido Hüffer wieder mit ihren Liebeserklärungen an Adde schnell in die Narrenherzen sangen. Als Garant des Humors kratzte De Martin alias Martin Korden gleich zu Beginn gewaltig an den Zwerchfellen und lockte so manche Lachsalve hervor. Auch wenn das Gewissen der Stadt „Spüli“ alias Willi Schüller nicht persönlich auf den Narrenbrettern der Adenauer Welt stand, so spürte doch so mancher die Handschrift, als Jörg Nett stellvertretend die kleinen Giftpfeile los schoss und sich so manch einer erkannte. Diese Paraderolle gehört einfach zum Addene Fastelovend dazu. Schmissige Musik unter der Leitung von Johannes Schmitt gab es auch nach nun schon 45 Jahren im Programm des Fanfarencorps der KG Rot-Weiß die mit ihrer Reise um die Welt stimmungsvoll begeisterte. Ebenso stimmgewaltig und mit Quetschbüggel, Keyboard, Gitarre und der Trumm kamen die Wömbe Jonge daher, die den Narren so richtig einheizten bis sich auch der letzte vom Stuhl erhoben hatte und fleißig schunkelte und klatschte. Die Stimmungsmusik für zwischendurch lieferte das Trio „Eifeldampf“ mit Andre Adams, Arnold Weißkopf und Christian Junk wobei das Männerballett „Dolce Vita“ der KG Reifferscheid wieder eine Augenmassage verpasste.
UM
Hermann Hurtig alias Bernd Schiffarth hatte genau hingeschaut...
Das charmante weibliche 11. Regiment und die Funken.
Die Damen Ilse Weber, Elisabeth Stenz, Astrid Rausch, Renate Emons und Martina Sion als „schwarz-weiß tanzt heiß“.
