Stadtrat Adenau auf Waldbegang
Fichte durch Klimawandel in Gefahr
Mitglieder erhielten Infos zum Wald und seiner Bewirtschaftung
Adenau. Auf Anregung einiger Mitglieder wurde der traditionelle Waldbegang des Stadtrats im letzten Jahr nicht wie üblich am Jahresende, sondern im Frühsommer durchgeführt. Der Wald zeigt sich in dieser Jahreszeit von einer vollkommen anderen Seite. Das Eifelgold, der Ginster, steht in voller Blüte und die frischen Triebe von Fichte und Douglasie strömen einen angenehm harzigen Duft aus, der aus dem Waldbegang ein Erlebnis ganz anderer Art machte. Der Adenauer Revierförster Dietmar Ebi führte fachkundig durch den Stadtwald und zeigte den Kommunalpolitikern interessante Bereiche, in denen das Forstamt Adenau derzeit für die Stadt im Einsatz ist. Dabei kam auch der „kommunalpolitische Nachwuchs“ nicht zu kurz. Förster Ebi verstand es immer wieder, bestimmte Themen auch kindgerecht zu präsentieren, so dass nicht nur die Stadträte viele Antworten auf ihre Fragen zum Wald und seiner Bewirtschaftung erfuhren.
Der Forstbetrieb der Stadt Adenau, der vom Forstamt Adenau in bewährter Zusammenarbeit geführt wird, hat eine Größe von rund 300 Hektar. Nach mageren Jahren leistet der Forsthaushalt inzwischen, nach einer positiven Entwicklung der Holzpreise in den letzten Jahren, wieder spürbare Deckungsbeiträge zum Gesamthaushalt der Stadt. Für 2014 betrug die Zuführung aus dem Forst rund 67.000 Euro. Auch der Klimawandel ist bei der nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes durchaus ein Thema. So erläuterte Dietmar Ebi unter anderem, dass die Fichte, bisher die Stütze der wirtschaftlichen Ergebnisse, durch die Klimaerwärmung in den nächsten Jahrzehnten durchaus in Bedrängnis kommen könne. Daher stellt sich die Frage, ob, und gegebenenfalls wie man den Stadtwald im Zuge der Bewirtschaftung langfristig umbauen kann beziehungsweise sollte. Nur wer in der Forstwirschaft langfristig denkt und handelt, wird auch dann noch Erfolg haben, wenn die nächste Holzgeneration zur Ernte ansteht, und das sind bei den heimischen Baumarten immerhin 80 bis 200 Jahre. Stadtbürgermeister Hoffmann zog als Ergebnis des Waldbegangs das Fazit: Der den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt gehörende Wald, stellt die handelnden Personen, seien es Stadträte, Beigeordnete oder Bürgermeister, in eine besondere Verantwortung. Sie habe die Pflicht den Wald als Naherholungsraum zu erhalten, und so zu bewirtschaften, dass auch die kommenden Bürgergenerationen Freude an ihrem Wald haben, und nach Möglichkeit positive Erträge fürs Allgemeinwohl erzielen können.
Pressemitteilung
der Stadt Adenau
