Politik | 10.12.2013

Familienbund Bistum Trier

Freude beim Familienbund über Mütterrente

Verbandstagung beriet Auswirkungen des Koalitionsvertrages auf Familien

Die Auswirkungen des Koalitionsvertrages für Familien diskutierten auf einer Bundestagung des Familienbundes v.l. aus dem Bistum Trier MdL Gisela Rink und Geschäftsführer Michael Korden aus Adenau im Gespräch mit der stellvertretenden CSU-Vorsitzenden und Vizepräsidentin des Familienbundes Barbara Stamm.

Trier. Der Familienbund der Katholiken im Bistum Trier zeigt sich erfreut über die im Koalitionsvertrag beschlossene stärkere Anerkennung der Kinder-Erziehungszeiten in der Rentenversicherung auch für Mütter vor 1992 geborener Kinder. Seit Jahren hatte sich der größte Familienverband Deutschlands für die unter dem Begriff Mütterrente diskutierte Angleichung der Rentenleistungen eingesetzt. Hiermit wird ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit bei der Anerkennung der elterlichen Erziehungsleistung getan, so der Geschäftsführer des Familienbundes im Bistum Trier Michael Korden (Adenau). Auf einer Tagung des Familienverbandes, an der auch hiesige Vertreter des Familienverbandes teilnahmen, hatte die Vizepräsidentin des Familienbundes Barbara Stamm, die als stellvertretende CSU-Vorsitzende an den Koalitionsverhandlungen mitgewirkt hatte, ganz aktuell über die Beschlüsse und deren Auswirkungen auf Familien berichtet.

Der Familienbund fordert weiterhin für die Zeit der Erziehung eine Entlastung der Eltern auf der Beitragsseite der Rentenversicherung. Denn Eltern und Kinderlose zahlten Rentenbeiträge in gleicher Höhe, obwohl Eltern zusätzlich für ihre Kinder und damit für künftige Beitragszahler zu sorgen haben. Der Familienbund begrüßt zudem die geplante Schaffung eines Rückkehrrechts aus der Teilzeit zur früheren Wochenarbeitszeit. Diese Weiterentwicklung der Rechte von Teilzeitbeschäftigten bedeute, so Michael Korden, vor allem für Mütter und Väter mehr wirtschaftliche Sicherheit und bessere Planbarkeit. Familien könnten so zukünftig ihren Erwerbsarbeitsumfang reduzieren, um Zeit für die Betreuung von Kindern oder für die Pflege von Angehörigen zu nehmen, ohne auf Dauer berufliche Nachteile und finanzielle Einbußen in Kauf nehmen zu müssen.

Auch die von der mutmaßlich neuen Regierungskoalition beschlossene Beibehaltung des Ehegattensplittings, welches im Wahlkampf einige Parteien noch hatten abschaffen wollen, wird als positiv für die Familien gesehen. In einer Gesamtbetrachtung des Koalitionsvertrages sieht der Familienbund neben Fortschritten aber auch Stillstand. So seien die vor der Wahl versprochenen Verbesserungen für Familien bei Kinderfreibetrag, Kindergeld und Kinderzuschlag nun doch nicht in den Koalitionsvertrag aufgenommen worden. Pressemitteilung

Familienbund Bistum Trier

Die Auswirkungen des Koalitionsvertrages für Familien diskutierten auf einer Bundestagung des Familienbundes v.l. aus dem Bistum Trier MdL Gisela Rink und Geschäftsführer Michael Korden aus Adenau im Gespräch mit der stellvertretenden CSU-Vorsitzenden und Vizepräsidentin des Familienbundes Barbara Stamm.

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