Gelungener Landfrauenkarneval
Das Dreigestirn aus der Kreisstadt war zu Gast in Barweiler
Barweiler. Wenn die Landfrauen von Eifel, Oberahr und Brohltal zum lustigen Karnevalstreiben nach Barweiler in den Narrensaal Hüllen fahren, werfen sich die Damen nicht in Schale, sondern schlüpfen in ihre tollen bunten Kostüme, um vielleicht bei der Prämierung der schönsten Kostüme am Abend auf dem Siegertreppchen zu stehen. Seit über 30 Jahren gibt es die Landflucht in der fünften Jahreszeit und da rockte die närrische Damenwelt auch diesmal wieder den Saal in Barweiler. Unter dem Motto „senge, danze, lache und zwischendurch jet Witze mache“ begrüßte die Kreisvorsitzende Ingrid Strohe mit einem kräftigen Landfrauen-Alaaf die bunte Narrenschar. Hier waren sie wieder alle vertreten, die wilden Katzen ebenso wie die Clowns, Miss Deutschland, Indianer, Pirat oder Fliegenpilz und ein Kostüm schöner als das andere, so dass der Jury bestimmt die Auswahl schwerfiel. Um alles genau in Augenschein zu nehmen, spielte Stimmungsmusikant Dieter immer wieder zum Tanz auf und da zeigten sie dann auch stolz ihre ganze Kostümpracht. Für die Frauen in der Bütt und alle Aktiven auf der Bühne gab es den beliebten Orden der Landfrauen und wie all die Jahre zuvor von Marlene Birk-Schmitz aus Antweiler als kleine gelbe Ente modelliert. Hilfe gab es für die Vorsitzende Ingrid Strohe wieder von der Ortsvertreterin der Landfrauen in Barweiler, Hildegard Weber, die auch diesmal wieder gekonnt witzig und spritzig durchs närrische Programm führte. Als Eisbrecherin war es die „Miss“ aus Antweiler Heather Meurer, die gleich einmal so richtig aufräumte und den ersten Trommelwirbel auf die Lachmuskeln losließ. Mit ihren Episödchen vom stillen Örtchen hatte sie genau den Nerv der Frauen getroffen, der für ein gewaltiges Muskelzucken sorgte. Als das Stimmungsbarometer so richtig auf Temperatur war, folgten auch schon die Klatschtanten aus Schuld Petra Müller und Irmgard Hecken, die für so manche Lachsalve sorgten und dabei auch noch die Lachtränen über die geschminkten Wangen der Närrinnen kullern ließen. Hier in Barweiler verstehen es die Büttenrednerinnen, sich selbst und andere aufs Korn zu nehmen und das setzte sich auch bei Irmgard Stenzel aus Wiesemscheid fort, als sie bei ihren Reiserlebnissen so manch eine beobachtet hatte und das immer mit tosendem Beifall und Landfrauen-Alaaf. Mit dem närrischen Zepter in der Hand schickte Hildegard Wagner immer wieder die quirligen Gruppen von Showtanz und Funken, Sänger und Männerballett auf die Bühne, um so über Stunden die Lachmuskel und Zwerchfelle der Landfrauen in Bewegung zu halten. So blieben die Lachmuskeln auch angespannt, als Anni Theisen aus Antweiler von ihrem doch eher missglückten ersten Kirchgang berichtete. Die Müsche Spatze, eine Kinder-Showtanzgruppe, mit ihrer Trainerin Lennea Schleich tanzte sich direkt in die Herzen der närrischen Landfrauen und wurde dafür mit dem Kinderorden, einer Kette Mäusespeck belohnt. Als Höhepunkt des Landfrauenkarnevals erschien das Dreigestirn direkt aus der Kreisstadt mit Prinz Andy, Bauer Alex und Jungfrau Steffi samt Gefolge, die den langen Weg in die Eifel unternommen hatten, um den närrischen Frauen zu huldigen, und da hielt es keine Frau mehr auf dem Stuhl. Nach Funken- und Showtanz und den Barweiler Majoretts mit Leuchtstäben im dunklen Narrensaal hatte Trainerin Bianca Löhr den passenden Tanz einstudiert, um so langsam den fröhlichen Landfrauenkarneval zu beenden.
UM
Schöne Kostüme gehören bei den Landfrauen selbstverständlich dazu.
