Adenauer Mountainbiker in St. Ingbert und Bad Salzig am Start
Gerhards, Ruffen und Risse freuen sich über gute Resultate
Adenau/St. Ingbert. Nach einem veranstaltungsarmen August ging es für die heimischen MTB-Langstrecken-Sportler am ersten September-Wochenende wieder mit Renneinsätzen los. So fand der 16. Bank1Saar Marathon im saarländischen St. Ingbert statt. Die Veranstaltung gilt seit Jahren als Garant für eine äußerst attraktive Strecke, auf der im letzten Jahr auch die deutschen Marathon-Meisterschaften stattfanden.
Gesamtführung verteidigt
Am Start des Halbmarathons über 44 Kilometer mit 1.200 Höhenmetern stand Fabian Ruffen von der Sport-Interessen-Gemeinschaft Koblenz (SIG Koblenz), der im Rahmen der MTB Challenge, der größten deutschen Marathon Serie, zurzeit auch die Gesamtführung seiner Altersklasse innehat.
Ruffen konnte sich ab Kilometer 15 in einer schnellen Vierer-Gruppe festsetzen, die ihn bergan ein wenig die Anstiege hochzogen. Bergab hatte Fabian keine Probleme, auf den technischen Abfahrten die Gruppe zu halten. So konnte Ruffen innerhalb eines starken Fahrerfelds in seiner Altersklasse den sechsten Platz erreichen und auf den 38. Gesamtrang vorfahren. Mit dieser Platzierung behält er auch weiterhin die Gesamtführung.
Der Marathon über die vollen 82 Kilometer mit 2.200 Höhenmetern startete bereits um 9 Uhr. Hier standen mit Daniela Gerhards (RC Herschbroich/Team Radsport Breuer) und Markus Risse (RSC Mayen/Team Radsport Breuer) zwei Athleten am Start, die ebenfalls in der MTB Challenge hervorragend platziert sind. Gerhards führt souverän in der Seniorinnen-1-Wertung, und gemeinsam liegen sie als Zweier-Mixed-Team ebenfalls ganz vorne.
Die Strecke in St. Ingbert bereitete auch Gerhards und Risse sehr viel Freude am Fahren. Denn es gab nicht nur viele Trails bergab, sondern auch einige technische Trail-Auffahrten, wo somit auch bergan eine gute Technik gefragt war.
Guter fünfter Rang
Gerhards befand sich eine ganze Zeit lang in einer Gruppe zusammen mit mehreren Männern und auch mit ihrer Dauerkonkurrentin Bettina Dietzen. In den Anstiegen wie auch in den Abfahrten hatte sie kein Problem, das Tempo der Gruppe mitzugehen. Doch irgendwann machte sich die längere Rennpause doch bemerkbar, und Gerhards musste die „Männer-Gruppe“ und auch Dietzen ziehen lassen. So musste sie einige Kilometer allein bewältigen, bis sich hier und da doch noch einmal Mitstreiter fanden. Im Ziel beendete Gerhards den Marathon bei starker Damenkonkurrenz auf einem sehr guten fünften Platz.
Platter kostete Plätze
Markus Risse konnte vom Start weg das hohe Tempo der Spitzenleute nicht ganz mitgehen und lag nach den ersten Kilometern ungefähr auf Rang 30. Dann konnte er aber eine Vierer-Gruppe bilden, in der er die ersten rund 30 Kilometer zusammen über die Strecke und die Trails flog. An den Anstiegen merkte er jedoch, dass er, obwohl der längste und auch nicht der leichteste Fahrer, der stärkste war. So folgte ihm nach einem längeren Anstieg nur noch ein Fahrer. Es handelte sich um einen einheimischen Mountainbiker, der die Strecke bestens kannte und so mit der einen oder anderen Streckeninfo aufwarten konnte. So war man zusammen sehr gut unterwegs, Risse meist vorne fahrend und sein Kollege mit einigen Streckenansagen in seinem Windschatten folgend. Leider konnten sie bis rund zehn Kilometer vor dem Ziel keine Konkurrenten mehr einholen. Aber auch von hinten kam niemand mehr heran. Bei Kilometer 72 von 82 schlossen sie aber doch zu drei Konkurrenten auf und überholten. Doch wenige Meter später, in einer Linkskurve, bemerkte Risse, dass er einen Platten hatte. Diesmal war es das Vorderrad, das nun einen Schlauch benötigte. Damit verlor er einige Minuten und auch Platzierungen, in der Endabrechnung wohl rund sechs Minuten und gesamt elf Plätze.
Leicht gefrustet beendete Risse als 18. seiner Altersklasse und auf Gesamtplatz 39 den Marathon. Für den nächsten Wettkampf wurde die Vorderreifen-Wahl angepasst, um in Zukunft nicht nur am Hinterrad, sondern auch am Vorderrad mit der schwereren, aber deutlich robusteren Reifen-Variante unterwegs zu sein.
Am Wochenende nach St. Ingbert startete Fabian Ruffen auch in Bad Salzig. Dort fanden die sebamed Bike Days statt, und Ruffen startete auf der Kurzstrecke über 28 Kilometer mit 670 Höhenmetern. Wenige Kilometer vor dem Ziel am Rhein schlug bei Ruffen das Materialpech zu, sein Hinterrad verlor langsam Luft. Da es zum Ziel jedoch nur noch bergab ging, entschied er sich dafür, den Defekt nicht mehr zu beheben und sich irgendwie mit dem platten Hinterrad ins Ziel zu retten. Dies gelang im quasi auf der Felge, und so belegte er den dritten Platz in seiner Altersklasse und Platz 19 insgesamt.
Nun stehen im Rahmen der MTB Challenge noch der Gallahaan MTB Trail in Oppenhausen und das Saisonfinale in Büchel an.
