Politik | 27.10.2013, 12:00 Uhr

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Gharam und Nafeh: Zwei Kinder im syrischen Krieg

Rund 20,5 Millionen Menschen lebten in Syrien, bevor 2011 der Krieg ausbrach. Inzwischen ist jede zweite Person von diesem ausweglosen Krieg betroffen. Viele flohen in die Nachbarländer, vor allem in den Libanon (ca. 1 Million Flüchtlinge). Aufgrund seiner jüngeren Geschichte ist die Einrichtung von offiziellen Flüchtlingslagern im Libanon politisch nicht erwünscht. Die große Mehrheit der Flüchtlinge kommt daher in Gastfamilien oder anderen dezentralen Notunterkünften unter: in Mietwohnungen, Bauruinen, Schulen, notdürftig gezimmerten Verschlägen, Läden und Garagen. Rund 21.000 Menschen werden durch die laufenden Projekte von Caritas international erreicht. Foto: Caritas international
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Ein einziger Tag hat das Leben von Gharam und Nafeh für immer verändert. Das war der Tag, an dem die Bombe in ihrem Haus einschlug. Vor einem Jahr in Hassakeh, einer Stadt mit rund 188.000 Einwohnern im Nordosten Syriens.

„Wir waren eine glückliche siebenköpfige Familie“, erzählt Gharam. Die Bombe tötete ihre Mutter und drei Geschwister in einem Augenblick. Ihr Vater brachte Gharam und ihren Bruder Nafeh auf abenteuerlichen Wegen – nach drei Tagen Fußmarsch und einer Tagesreise in einem Bus – in den Nachbarstaat Libanon. Dort ließ er sie alleine zurück. Er wollte trotz der Kämpfe im Land seine Landwirtschaft in Syrien nicht aufgeben.

Nichts ist mehr, wie es war

Ein Mädchen und ein Junge allein in der Welt. Keine Familie mehr. Kein Heim und keine Heimat mehr. Kein Geld, kein Besitz. Nichts ist mehr, wie es war. Da ist nur mehr das Nichts. Das reicht eigentlich, um für immer fertig mit dem Leben zu sein. Vielleicht fühlen sich so manche nach bitteren Erfahrungen mit 80, 90 oder 100 Jahren? Gharam ist elf. Nafeh ist zehn.

Weit über zwei Millionen syrische Flüchtlinge

Das Schicksal von Gharam und Nafeh ist kein Einzelfall. Mehr als zwei Millionen Menschen sind offiziellen Angaben der UNO zufolge – die Dunkelziffer ist vermutlich doppelt so hoch – in den vergangenen zwei Jahren aus Syrien geflohen – viele davon sind Frauen und Kinder. So gut wie jeder hat traumatische Erfahrungen gemacht.

Caritas international unterstützt gemeinsam mit den Partner-Organisationen Caritas Libanon und Caritas Jordanien ganz besonders jene Menschen, die sich selbst nicht helfen können.

Solidarität mit und Hilfe für die syrischen Kriegsopfer

Zu den besonders Bedürftigen zählen vor allem Menschen mit chronischen Krankheiten oder Krankheiten im Endstadium, Menschen mit einer Behinderung, alleinerziehende Frauen, extrem kinderreiche Familien, alte Menschen, die nicht mehr arbeitsfähig sind, Frauen oder andere Personen, die Gewalt erfahren haben und traumatisiert sind sowie Menschen, die keine Chancen mehr auf dem Arbeitsmarkt haben. Und natürlich unbegleitete Kinder und Jugendliche wie Gharam und Nafeh. Ohne die Hilfe der Caritas wären viele von ihnen verloren.

BLICK-aktuell – Ihre Heimatzeitung und die Caritasverbände Koblenz e.V. und Rhein-Mosel-Ahr e.V. setzen ein Zeichen der Solidarität und Hilfe.

Der humanen Katastrophe in Syrien nicht tatenlos zusehen!

Caritas international ist ein starker Partner, der garantiert, dass Ihre Spende auch dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird.

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Rund 20,5 Millionen Menschen lebten in Syrien, bevor 2011 der Krieg ausbrach. Inzwischen ist jede zweite Person von diesem ausweglosen Krieg betroffen. Viele flohen in die Nachbarländer, vor allem in den Libanon (ca. 1 Million Flüchtlinge). Aufgrund seiner jüngeren Geschichte ist die Einrichtung von offiziellen Flüchtlingslagern im Libanon politisch nicht erwünscht. Die große Mehrheit der Flüchtlinge kommt daher in Gastfamilien oder anderen dezentralen Notunterkünften unter: in Mietwohnungen, Bauruinen, Schulen, notdürftig gezimmerten Verschlägen, Läden und Garagen. Rund 21.000 Menschen werden durch die laufenden Projekte von Caritas international erreicht. Foto: Caritas international

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