Ehrenzeichen für verdiente Feuerwehrmänner im Kreis Ahrweiler
„Gut zu wissen, dass es Sie gibt“
Ehrenamtliche Helfer des Kreises geehrt - Verabschiedungen und Neuverpflichtungen
Kreis Ahrweiler. „Sie leisten Großartiges und packen da an, wo es nötig ist - ohne Sie ist kein Staat zu machen. Gut zu wissen, dass es Sie gibt.“ Mit diesen Worten hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich bei einem Treffen mit Ehrenamtlichen in Bonn das Engagement der Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und weiterer Hilfsorganisationen gewürdigt. Dr. Jürgen Pföhler, der Landrat des Kreises Ahrweiler, zeigte sich mit diesem Zitat am Mittwochabend im voll besetzten großen Saal der Kreisverwaltung bei den zahlreichen Feuerwehrmännern erkenntlich, die nun schon 35 und 45 Jahre ehrenamtlich im Dienst für den Nächsten stehen. Sie wurden mit dem goldenen Ehrenzeichen der Feuerwehr ausgezeichnet, zahlreiche Kollegen und Politiker waren ebenfalls gekommen, um bei der Feier dabei zu sein.
„Das ehrenamtliche Engagement ist die tragende Säule des Zivil- und Katastrophenschutzes - ohne dieses wäre keine flächendeckende Versorgung möglich“, zitierte der Landrat seine Parteifreundin weiter. „Diese Aussagen der Bundeskanzlerin können wir uneingeschränkt auf unseren Landkreis und somit auf Sie übertragen. Sie tragen entscheidend dazu bei, dass wir uns im Kreis Ahrweiler sicher fühlen können.“
Rund 1,8 Millionen Menschen haben sich in Deutschland freiwillig - und damit in ihrer Freizeit - dem Bevölkerungsschutz verschrieben. „Bei uns im Kreis engagieren sich rund 2.100 Frauen und Männer in den Freiwilligen Feuerwehren. Daneben sind rund 350 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr, unserer Feuerwehr von morgen, aktiv. An dieser Stelle gilt natürlich ein besonderer Dank unserer engagierten Kreisjugendfeuerwehr, die 40 Jahre besteht“, erklärte Dr. Jürgen Pföhler. Die Feuerwehren seien wichtige Garanten für die Sicherheit der Bevölkerung. Hervorzuheben sei aber auch die große gesellschaftspolitische Bedeutung. Bei fast jeder größeren Veranstaltung auf Ortsebene sind die Feuerwehren mit dabei, zum Beispiel bei der Absicherung von Festzügen. Dieses für das Gemeinwohl unverzichtbare Engagement tauche jedoch in keiner Einsatzstatistik auf. „Die Zeiten, in denen reine Brandbekämpfung bei den Feuerwehren im Vordergrund stand, gehören längst der Vergangenheit an. Wir sind glücklich, dass wir mit fast 100 Freiwilligen Feuerwehren über eine Vielzahl von schlagkräftigen Rettungsorganisationen verfügen. Dank der vielen kleinen Ortsfeuerwehren sind wir flächendeckend präsent und innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort. Der Anspruch der Bevölkerung auf ein funktionierendes Hilfeleistungssystem muss mit den Bedürfnissen der Arbeitswelt in Einklang gebracht werden. Nur so können wir verhindern, dass Helfer wegen betrieblicher Interessen aus ehrenamtlicher Tätigkeit ausscheiden oder Arbeitgeber durch Einsatzzeiten der Helfer unzumutbar belastet werden“, sprach der Landrat Positives und Probleme an.
Es sei erfreulich, dass im Kreis Ahrweiler eine Vielzahl von Firmen das Förderschild „Mit uns - Partner der Feuerwehr“ tragen. Im Oktober wurde die Kreisverwaltung vom Deutschen Feuerwehrverband mit dem Förderschild „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet. Jürgen Pföhler betonte, der Kreis spare auch in schwierigen finanziellen Zeiten nicht an der Feuerwehr und stehe zu seinen Aufgaben. Der Landrat hob hervor, ohne den ehrenamtlichen Einsatz müsste der Staat diese Leistungen hauptberuflich erbringen, was finanziell gar nicht möglich sei. „Der Kreis hat seit 2009 zahlreiche neue Fahrzeuge und Geräte für Feuerwehr und Katastrophenschutz beschafft. Darüber hinaus haben wir Baumaßnahmen des DRK als Rettungsdienst bezuschusst. Und schließlich haben wir unseren Beitrag für den Digitalfunk als moderne Kommunikationsbasis der Rettungsdienste sowie den Betrieb der neuen Leitstelle Koblenz geleistet. Insgesamt waren das 3,1 Millionen Euro. Auch in den kommenden Jahren stehen wir weiter fest an der Seite von Feuerwehr und Katastrophenschutz. Bis 2025 sind Investitionen von 1,6 Millionen für Fahrzeuge und Geräte vorgesehen.“ Die Auszeichnungen überreichte Dr. Jürgen Pföhler im Auftrage des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz.
Geehrte aus den verschiedenen Kommunen
VG Adenau: Helmut Meier, Adenau, Verbandsgemeinde-Wehrleiter Dieter Merten, Winfried Wirfs, Barweiler (alle 35 Jahre), Günter Adrian, Dorsel, Norbert Kaster, Dorsel, Heinz Anton Sesterheim, Leimbach (alle 45 Jahre).
VG Altenahr: Wehrführer Bernd Alisch, Hönningen, Stefan Zavelberg, Kirchsahr, Berthold Frings, Lind OT. Plittersdorf (35 Jahre), Kurt Mombauer, Kalenborn, Walter Noll, Kalenborn (für 45 Jahre).
Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler: Zugführer des Gefahrstoffzuges, Friedhelm Jakobs, Ahrweiler, Wolfgang Fels, Ahrweiler, Viktor Kreul, Bad Neuenahr, Joachim Heimermann, Heimersheim.
Gemeinde Grafschaft: Lothar Gäb, Grafschaft, Detlef Hinzmann, Grafschaft.
VG Brohltal: Stellvertretender Wehrführer von Niederzissen Anton Adam, Robert Schneider, Königsfeld, derzeit stellvertretender Wehrleiter und künftigen Wehrleiter der Verbandsgemeinde Brohltal, Karl Oelsberg.
VG Bad Breisig: Wehrführer Arno Wolff, Brohl-Lützing - Ortsteil Lützing, Jugendfeuerwehrwart Lothar Keldenich, Brohl-Lützing - Ortsteil Brohl.
Stadt Sinzig: Felix Welsch, Sinzig - Löhndorf, Stadt Remagen: Frank Noack, Remagen. Einen Wechsel gab es bei den Kreisausbildern. Bestellt wurde Ronny Zilligen, der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bad Breisig. Der Kreis leiste einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung der Feuerwehrleute für Grundausbildung, Truppführer, Sprechfunker, Maschinist, Atemschutzgeräteträger, Träger von Chemikalienschutzanzügen und Bootsführer, zählte der Landrat auf. Alljährlich werden bei der Kreisausbildung über 600 Feuerwehrleute geschult. „Standing Ovations“ gab es für den scheidenden Kreisausbilder Dieter Dittmar. 39 Jahre lang hatte er den Nachwuchs geschult, seine Kameraden erhoben sich und bedachten ihn mit lang anhaltendem Beifall. Er habe stets mit Herzblut diese Aufgabe erfüllt und sei immer ein Vorbild für die Kameraden gewesen, sagte auch Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher.
Mit viel Beifall verabschiedet wurde Kreisausbilder Dieter Dittmar, er hatte 39 Jahre lang die jungen Kameraden geschult.
