Lokalsport | 18.11.2015

SG Oberahrtal/Barweiler überwindet auch die Frankener

Hinrunde auf Platz vier beendet

SG Franken/Königsfeld I – SG OASF/Barweiler I 0:3 (0:0)

Trainer Walter Sicken kann auf eine erfolgreiche Hinrunde seiner Mannschaft zurückblicken.Privat

Barweiler. Bei überaus schwierigen äußeren Bedingungen, es stürmte unaufhaltsam, ging es für die erste Mannschaft bereits am Sonntagmittag zum Spiel auf dem Hartplatz in Königsfeld, wo die SG Franken, mit zehn Punkten aus den letzten vier Partien so etwas wie das Team der Stunde, beheimatet ist. Im Wissen um die eigene Stärke und seinerseits mit drei dreifachen Punktgewinnen in Serie im Rücken wollte die Mannschaft zum Hinrundenabschluss ein weiteres Erfolgserlebnis folgen lassen.

Vor 50 Zuschauern musste sich die SG OASF/Barweiler in der ersten Halbzeit allerdings größtenteils zwangsläufig auf die Defensivarbeit beschränken, da der Wind den Gästespielern unaufhörlich entgegenblies und etliche Bälle in der Luft stehen blieben oder zeitweise sogar einige Meter zurück in Richtung des eigenen Tores flogen. Diesen zweifelsohne erheblichen Nachteil konnte allerdings durch eine sehr engagierte und konzentrierte Leistung gegen den Ball recht gut kompensiert werden. So konnten sich die Gastgeber in den ersten 45 Minuten gerade einmal genau zwei nennenswerte Torchancen erarbeiten.

Erstere entstand nach einem Einwurf, als ein Spieler von der linken Außenbahn scharf in die Mitte flankte, wo ein weiterer Frankener frei zum Abschluss kam, mit seiner Direktabnahme in Marcel Ley aber seinen Meister fand, der mit einer Fußabwehr diese brenzlige Situation bereinigen konnte. Einige Zeit später versuchte ein SGF-Spieler sein Glück mit einem fulminanten Schuss aus 30 Metern, bei dem Marcel Ley erneut glänzend reagierte und das Geschoss mit einer Hand aus dem Winkel kratzte. Auf der anderen Seite hätte einer der punktuellen Oberahrtaler Vorstöße beinahe zum Führungstreffer geführt, als Marc Hollender mit einem Einwurf Christian Lückenbach in den gegnerischen Strafraum schickte, der dann jedoch den Ball nicht richtig traf, sodass der Torhüter den Schuss problemlos aufnehmen konnte. Trotzdem wusste das Team mit dem Halbzeitpfiff des überzeugenden Schiedsrichters Frank Zyciora, dass sie mit diesem Spielstand für den zweiten Durchgang alle Trümpfe in der Hand hielt.

Zweite Halbzeit

Mit gehörigem Rückenwind aus der Kabine kommend, kannten die Gäste dann nach dem Seitenwechsel nur noch eine Richtung: Offensive. Sofort wurde der Gegner in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Dies wurde bereits in der 49. Minute mit einem noch dazu sehenswerten Treffer zum 0:1 belohnt.

Aber der Reihe nach. Zunächst fand Christian Lückenbach mit einem Eckball den Kopf von Lukas Thelen, von dem der Ball auf Umwegen zu Lukas Knelke gelangte, dessen Schuss auf der Linie von einem Feldspieler geblockt wurde. Die Folge daraus war ein weiterer Eckstoß, diesmal von der rechten Seite. Linksfuß Marc Hollender nahm sich der Sache an und zog den Ball direkt auf das Tor, der Frankener Torwart verschätzte sich und konnte somit nur noch zusehen, wie die Hereingabe ohne weitere Berührung eines Spielers im langen Eck einschlug. In der Folge nahm die Mannschaft den Fuß keinen Millimeter vom Gaspedal und übte weiterhin Druck auf die Hausherren aus.

Die logische Folge war das 0:2 nach genau einer Stunde. Justin Fries überspielte die gesamte Frankener Defensive mit einem langen Ball in den Lauf von Lukas Knelke, der wiederum vor dem Tor eiskalt blieb und bereits seinen 16. Saisontreffer erzielen konnte. Die Platzherren versuchten sich anschließend noch einmal in die Partie hineinzukämpfen, fanden aber kaum ein Mittel gegen die kompakte OASF-Defensive, die sich kaum einmal eine Unachtsamkeit leistete. Lediglich ein weiteres Mal wurde Marcel Ley ernsthaft gefordert, als Franken eine Überzahlsituation gut ausspielte, der Gästekapitän allerdings den Schuss eines frei vor ihm auftauchenden Spielers mit dem Fuß entschärfte, bevor der Abpraller am langen Pfosten vorbei kullerte.

Eine Viertelstunde vor Schluss war das Spiel dann endgültig entschieden. Justin Fries schickte Max Metzen mit einem halbhohen Pass links in den Strafraum, den der Oberahrtaler Joker mit einem feinen Heber zum 0:3 verwerten konnte. Kurz vor Schluss traf Lukas Knelke nach einer Flanke von Max Metzen per Volleyschuss noch die Unterkante der Latte und verpasste so sein zweites Tor nur um wenige Zentimeter. Da die Gäste bis zum Schlusspfiff durchweg engagiert und lauffreudig sämtliche Frankener Angriffe im Königsfelder Sand verlaufen ließen, fielen keine weiteren Tore mehr.

Fazit

Aufgrund der Witterungsbedingungen war es eine schwierige Partie für beide Mannschaften. Gegen nie aufsteckende und kämpferisch starke Platzherren präsentierte sich die SG OASF/Barweiler jedoch durch die Bank wach und engagiert, sodass in der ersten Halbzeit die Verteidigung des Tores erfolgreich gelang, wodurch der Grundstein für einen erfolgreichen Spielausgang gelegt worden war. Mit dem Vorteil des Rückenwindes fand die Mannschaft dann nach dem Seitenwechsel deutlich mehr Lücken in der gegnerischen Defensive, als es der Gegner vor der Pause getan hatte, und erarbeitete sich mehrere Einschussmöglichkeiten, welche unter dem Strich recht effizient genutzt wurden.

Ausblick

Mit diesem Spiel endet die erste Hälfte der Saison. Die erste Mannschaft liegt mit 24 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz und konnte zuletzt kontinuierlich auf die vor ihr platzierten Teams aus Niederzissen und Bad Bodendorf aufholen, gegen die noch in diesem Jahr die Rückspiele anstehen. Somit werden die verbliebenden Partien vor der Winterpause wegweisend sein im Hinblick darauf, welche Ziele für das neue Kalenderjahr realistisch sind. Des Weiteren stellt das Team mit Lukas Knelke den besten Torschützen und mit 14 Gegentoren die beste Defensive der Liga, nachdem sie zuletzt dreimal hintereinander eine weiße Weste bewahren konnten.

Vorschau

SC Wassenach – SG OASF/Barweiler I am heutigen Samstag, 21. November um 17 Uhr in Wassenach.

Trainer Walter Sicken kann auf eine erfolgreiche Hinrunde seiner Mannschaft zurückblicken.Foto: Privat

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