Westerntreffen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Wershofen
In Wershofen wurde wieder Geschichte gelebt
Wershofen. Das Westerntreffen in der Hocheifel in Wershofen hat nicht nur eine lange Tradition, sondern auch über all die Jahrzehnte viele Stammgäste gefunden, die sich übers Wochenende wie im Wilden Westen fühlten. Hier fühlen sich auch die Hobbyisten aus dem Nachbarland der Niederlande, Belgien und auch Frankreich wohl und herzlich aufgenommen vom Schießsportverein der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Wershofen, so dass einige von ihnen das Treffen sogar mit einem Urlaub in der schönen Eifellandschaft verbinden. So gehörte der Besuch des Feuerwehrfestes am vergangenen Wochenende bereits traditionell bei den ganz treuen Westernfreunden dazu. Der Schießsportverein in Wershofen wird seit der Neuwahl im vergangenen Jahr wieder vom Vorsitzenden Jürgen Horn und seinem Stellvertreter Alex Klein geführt, der zurzeit 108 Mitglieder von der Jugend bis zum über 80-jährigen zählt. So waren das ganze Wochenende und Tage zuvor bereits viele Mitglieder im Einsatz, um das Westerntreffen in der langen Tradition zu pflegen und zu gestalten. Dabei gab es rund 400 Teilnehmer und Starter zu betreuen. Hier in Wershofen wird Geschichte gelebt und dazu gehört auch, das die Teilnehmer mit viel Liebe zum Detail als Cowboys, Trapper, Indianer sowie Nord- oder Südstaatler daher kommen und friedlich in ihren Tipis, Lodges und Weißzelten aber auch bereits in Wohnwagen und Wohnmobilen das Lagerleben genießen. Nicht nur für die Besucher, die das ganze Wochenende über im Westernlager unterwegs waren, boten die Händler in ihren Ständen ihre Ware an. Hier wurde auch so mancher Hobbyist fündig, galt es doch am Samstagabend bei der Westernmodenschau ganz authentisch bei der Jury zu punkten. Aber nicht nur die Kleidung muss in Wershofen stimmen, hier sind es auch die Langwaffen, die auf dem Schießstand mit Schwarzpulver gestopft wurden, um dann mit lautem Knall auf die Scheibe zu feuern. Denn auch das gehört dazu bei den Westernfreunden und Schwarzpulverschützen, wenn der Pulverdampf durch den Raum zieht. Pulverdampf und lauter Knall eröffnete das Treffen auf der Vereinsanlage, als die angereisten Kanoniere ihre Böller zündeten und ebenso wurden am Sonntagnachmittag dann auch alle wieder verabschiedet. Bereits ab Freitag begann das beliebte Schinkenschießen mit der Siegerehrung und weiter ging es das ganze Wochenende mit den vielfältigen Schießveranstaltungen mit Lang- und Kurzwaffen. Am Samstag lockte ein Revolverduell bei dem mit VL-Revolver auf der 25 Meterbahn frei stehend um Präsentkörbe geschossen wurden. Nicht mehr aus der Veranstaltung des Westerntreffens wegzudenken ist auch der Trapperlauf. Dazu ertönte am Samstagmorgen das Startsignal- hier lag die Organisation traditionell bei den Niederländern. Das gehört ebenso zur Tradition des beliebten Westerntreffens in der Eifel, wie der Bratpfannenweitwurf der Damen oder das Hufeisenwerfen nur für die kleinen Besucher am Sonntagnachmittag. Für viele zählt zum Lagerleben aber auch das Frühstück, direkt im Westernsaloon, wo die Mitglieder das Rührei noch in der großen Pfanne brutzeln und in Portionen an die Tische bringen. Nach der Siegerehrung am Sonntagnachmittag herrschte allgemeine Aufbruchsstimmung. Allerdings nicht ohne Wehmut und mit dem Gedanken im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.
Leben in der Natur.
Mit Kanone und Tipi in Wershofen.
