Allgemeine Berichte | 21.01.2016

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Reifferscheid/Rodder

KAB spendet für Flüchtlingsnetzwerk der Verbandsgemeinde Adenau

Eine syrische Familie war zu Gast bei der Jahreshauptversammlung der KAB in Reifferscheid.privat

Reifferscheid/Rodder. Zur Jahreshauptsversammlung hatte der Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Peter Kaiser am Dreikönigssonntag ins Pfarrheim nach Reifferscheid eingeladen. Nach einer kurzen Begrüßung wurden Kuchen und Kaffee genossen, den die Frauen bereitgestellt hatten. Dann stieg man in die Tagesordnung ein, die Kasse wurde von Oswald Ginster und Katharina Obliers geprüft; es ergaben sich keine Einwände, da die Kasse ordnungsgemäß und sorgfältig geführt wurde. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Der Vorsitzende gab bekannt, dass der Ortsverband zum 31.12.2015 insgesamt 32 Mitglieder hatte. Verstorben ist in 2015 das langjährige Mitglied Albert Thelen aus Rodder. Zu Ehren aller Verstorbenen der KAB erhoben sich die Anwesenden zu einer Gedenkminute.

Der Einladung der KAB folgte auch die syrische Flüchtlingsfamilie, die jetzt in Reifferscheid beheimatet ist. Zwischenzeitlich kam Flüchtlingskoordinatorin Claudia Baur zu Besuch und freute sich darüber, dass die KAB auch die syrische Familie (Ehepaar mit vier kleinen Kindern) eingeladen hatte und erklärte: „So kann Integration erfolgreich verlaufen“. Der Ortsverband hielt eine Spende zur Übergabe bereit; für das Flüchtlingsnetzwerk der VG Adenau wurden 150 Euro übergeben, die sich unter anderem aus dem Ertrag der „KAB-Tombola“ beim Weihnachtsbasar ergeben hatten. Die vielfältigen Aufgaben des Netzwerkes sollen damit unterstützt werden. Danach klopften die Sternsinger an die Tür und gaben ihren Segensspruch an die versammelten KAB-Mitglieder weiter. Hier wurde eine Spende für das Kinderhilfswerk mit Sitz in Aachen übergeben, das diesmal als Schwerpunktland Bolivien (Lateinamerika) hatte.

Anschließend ließ der Vorsitzende das vergangene Jahr Revue passieren, so gab es Veränderungen im Vorstand des Bundesverbandes der KAB sowie im Bezirks- und Diözesanverband. Aufgrund der Sparpolitik des Bistums Trier, die auch die Verbände betrifft, wurde hauptamtliches Personal eingespart; so ist jetzt ein Bezirkssekretär für zwei Bezirke zuständig (Mittelrhein und Trier/Eifel). Der bisherige Bezirkssekretär Martin Mohr wechselte zum Diözesanverband Limburg als Diözesansekretär. Der Diözesanverband der KAB Trier, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert, habe trotzdem noch über 2100 Mitglieder und ist somit ein starker Verband innerhalb des Bundesverbandes mit über 125.000 Mitgliedern.

Auf Ortsverbandsebene gab es auch im Jahr 2015 einige Veranstaltungen, so im März zum Thema „Gut wirtschaften mit dem Mindestlohn“. Der Mindestlohn, der auch von der KAB massiv eingefordert wurde, erwies sich trotz aller Befürchtungen nicht als Jobkiller, sondern erbrachte laut einer Statistik der Bundesagentur für Arbeit zusätzliche 200.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Bundesgebiet. Die Minijobs verringerten sich. „Jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz bedeutet auch später eine Rentenzahlung für die Beschäftigten“, so Kaiser.

Im September fuhr man gemeinsam mit der Frauengemeinschaft zur Landesgartenschau nach Landau; auch dieser Ausflug war ein voller Erfolg. Im Oktober widmete man sich bei einer Veranstaltung dem Thema „Flüchtlinge in unserer Verbandsgemeinde“. Im Kreis Ahrweiler sind mittlerweile circa 1.100 Asyl suchende untergebracht, überwiegend aus Syrien. Das Leid der Flüchtlinge im eigenen Land sowie auf der Flucht sei teilweise unerträglich gewesen, so Flüchtlingskoordinatorin Claudia Baur. Natürlich bereitet die große Anzahl auch Probleme bei der Integration. Aber die KAB sieht das Asylrecht mit Recht im Grundgesetz verankert, dazu gebe es keine menschliche Alternative. Auch die Chancen bei der Integration müssten genutzt werden. Ohne Frage ist ebenso, dass sich die hier lebenden Flüchtlinge auch an die gesetzlichen Maßgaben und Bestimmungen zu halten haben, hier darf es keine Ausnahmen geben, so Kaiser.

Weiterhin gab es im Oktober eine gemeinsame Abendwallfahrt mit der Frauengemeinschaft, die regen Zuspruch fand. Ebenso war man wieder präsent beim Weihnachtsbasar der Frauengemeinschaft, wo man erfolgreich „Fair-Trade-Produkte“ verkaufen konnte.

Nächste Veranstaltungen

In diesem Jahr ist unter anderem eine Veranstaltung zum Freihandelsabkommen TTIP geplant, hier gab es seitens der Mitglieder kritische Anmerkungen zum Vertragswerk, welches nach wie vor in geheimen Verhandlungen weiterverfolgt wird; es darf zu keinen gesetzlichen Verschlechterungen zu Lasten der Arbeitnehmer und des Verbraucherschutzes geben, so die Forderung der KAB.

Darüber hinaus ist noch eine Tagesfahrt und Abendwallfahrt in Kooperation mit der Frauengemeinschaft geplant. Weiterhin soll am 21. Mai eine Fahrt zur 125 Jahr-Feier des Diözesanverbandes nach Trier durchgeführt werden sowie gegebenenfalls ein KAB-Glaubensseminar als Tages- oder Abendveranstaltung. Für singfreudige Mitglieder und Interessierte steht bereits ein Termin fest: Donnerstag, 25. Februar, 19 Uhr, Pfarrheim Reifferscheid, Sing mit der KAB - Volks- und Heimatlieder.

In lockerer Atmosphäre, mit musikalischer Begleitung von Herbert Ernst, wurden gemeinsam noch einige schöne „alte Volkslieder“ gesungen, auch dabei war den Mitgliedern der Spaß anzusehen. Der Vorsitzende Peter Kaiser bedankte sich bei allen für diese interessante und lebendige Jahreshauptversammlung und wünschte noch ein gutes neues Jahr. Infos zur Arbeit der KAB oder Mitgliedschaft etc. unter /www.kab-trier.de“ www.kab-trier.de.

Eine syrische Familie war zu Gast bei der Jahreshauptversammlung der KAB in Reifferscheid.Foto: privat

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Kommentare
26.01.201609:26 Uhr
Heike Maric

Schön, wenn die Vereins- und Verbandsarbeit in kleineren Ortschaften noch aufrecht erhalten werden kann, dank ehrenamtlichen Engagements und Einsatzes auch an Abenden und an Wochenenden. Hier wird ein gutes Miteinander von Jung und Alt gezeigt, dass zum Zusammenhalt einer Gemeinschaft und eines Ortes unbedingt notwendig ist.

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