SG OASF/Barweiler
Kampfgeist zahlt sich aus – Spiel in den Schlussminuten gedreht
SG Weiler/Nachtsheim/Boos II - SG OASF/Barweiler II 2:4 (1:0)
Antweiler. Am dritten Spieltag der noch jungen Saison gastierte die zweite Mannschaft der Oberahrtaler beim unteren Tabellennachbarn in Nachtsheim. Da in den letzten Partien gegen die Spielgemeinschaft aus Weiler selten eine gute Figur gemacht wurde, war der Ehrgeiz diesmal umso größer, nicht mit leeren Händen heim zu fahren.
Doch das Spiel begann für die Gäste alles andere als vielversprechend. Zwar hatte die Mannschaft genug Anteil am Spiel zu verzeichnen, jedoch waren die Angriffe nicht zielstrebig genug, sodass es dem Gegner leicht fiel, die unbeholfenen Bälle zu verteidigen. Passend zu der Ungenauigkeit in der Vorwärtsbewegung, zeigte sich auch die Hintermannschaft nicht von ihrer besten Seite. Durch fehlende Zuordnung fanden sich einzelne Spieler der Gastgeber oft mit reichlich Platz wieder, schafften es dann aber nicht die Oberahrtaler Verteidigung vollends zu überwinden. Nach einem Freistoß auf Höhe der Mittellinie, wurde die Unordnung dann bestraft. Ein Stürmer der Hausherren fand sich, nachdem ihm niemand nacheilte, frei vor dem Tor wieder und ließ Schlussmann Philipp Cläsgens keine Chance als er den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 in der 26. Minute einschob. Nach dem Gegentreffer änderte sich im Spielverlauf zunächst nichts. Die Oberahrtaler glänzten weiterhin mit Unordnung und Ungenauigkeit, während Weiler die spielbestimmende Mannschaft blieb. Gegen Ende der ersten Halbzeit erhöhten die Gastgeber dann den Druck und kamen dem nächsten Treffer gefährlich nahe. Zum Glück der Gäste verpassten es die Weilerer jedoch nachzulegen, da sie leichtfertig mit ihren Chancen umgingen und Philipp Cläsgens seine Farben mit starken Paraden im Spiel hielt.
Zweite Halbzeit
Nach der Pause zeigte die Oberahrtaler Reserve dann ein völlig anderes Gesicht. Sie spielten mutig nach vorne und fanden defensiv wie offensiv schnell zu neuer Sicherheit. Die Zuordnung stimmte nun und die Spielzüge wurden genauer und ideenreicher, sodass man Angriff um Angriff vortragen konnte. Die Oberahrtaler Offensive verpasste es jedoch mehrfach knapp das Spiel auszugleichen, da sich die Abwehr der Heimelf beherzt in die Bälle warf, die auf ihr Tor zielten.
Als der gegnerische Torwart einen sehenswerten Freistoß gerade noch so parieren konnte, war der Ausgleich für die Oberahrtaler zum Greifen nahe. Doch dann waren es wieder die Gastgeber die, diesmal aus heiterem Himmel, zu schlugen. Nachdem einer der wenigen Angriffe der Gegner nicht zwingend genug geklärt werden konnte, setzten die Weilerer ihren Stürmer im Strafraum geschickt in Szene, der vom Fünfer aus in der 66. Minute ins kurze Eck vollenden konnte. Doch obwohl die Gastelf den Ball zum zweiten Mal aus den eigenen Maschen holen musste, ließen sie den Kopf nicht hängen. Im Gegenteil. Die Mannschaft erhöhte sogar den Druck nach vorne und brachte die sich nun in Sicherheit wiegenden Gastgeber mal um mal in Bedrängnis. So schickte Rudi Seifen dann schließlich mit einem langen Ball Wolfram Lückenbach, der Freund und Feind hinter sich zurück ließ und präzise in der 76. Minute zum 2:1 vollendete. Unmittelbar nach Wiederanpfiff übte Oberahrtal Druck auf die gegnerische Hintermannschaft aus und konnte einen Eckball erzwingen, mit dem Maik Schwall Wolfram Lückenbach suchte und fand, der dann in der 79. Minute zum 2:2 Ausgleich einnicken konnte. Nun merkten alle, dass hier noch mehr zu holen war. Und nur wenige Sekunden später konnte Florian Verberk eine Flanke in den Strafraum schlagen, die Maik Schwall via Direktabnahme zur nun verdienten Führung der Gäste verwertete. Kurz darauf konnte sich Rudi Seifen gegen mehrere Gegenspieler durchsetzen und erneut in den Strafraum vordringen, wo er unsanft zu Fall gebracht wurde. Bei dem fälligen Strafstoß behielt Maik Schwall die Nerven und ließ seine Mannschaft zum vierten Mal innerhalb von acht Minuten in der 84. Minute jubeln. In der Schlussphase erhöhten die Gastgeber dann wieder den Druck, konnten dem Oberahrtaler Gehäuse aber nicht mehr wirklich nahe kommen.
Ließ die Oberahrtaler Reserve in der ersten Halbzeit noch viel zu wünschen übrig, so war sie im zweiten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft und zeigte, selbst nach dem bitteren 0:2 Rückstand noch den Willen, das Feld als Sieger zu verlassen. Durch die durchweg starke Leistung in Halbzeit zwei hat die Mannschaft sich den Sieg zwar verdient, jedoch sollte sie hieraus gelernt haben, schon von Beginn an das vorhandene Potenzial abzurufen. Denn nicht immer reicht eine gute Halbzeit zum Sieg.
Vorschau
SG OASF/Barweiler II – SG Kempenich/Spessart II am Samstag, 26. September um 18.30 Uhr in Antweiler.
